Steven Spielbergs Film Lincoln sorgte dafür, dass in Mississippi die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde. Tatsächlich war der US-Bundestaat der letzte, der den 13. Zusatzartikel der US-Verfassung noch nicht ratifiziert hatte - 148 Jahre nach dessen Verabschiedung.

Lincoln - Sklaverei in Mississippi erst durch Film offiziell abgeschafft

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Nicht nur Lincoln stößt das Thema Sklaverei an, auch Tarantinos Django Unchained wirft einen Blick darauf.
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Aufmerksam wurde darauf Dr. Ranjan Batra, der sich das Historien-Drama anschaute und aus Interesse nachher im Internet recherchierte. Dort traft er auf eine merkwürdige Entdeckung: In Mississippi war Sklaverei rein rechtlich gesehen noch möglich.

Und auch wenn Mississippi eher ein konservativer Staat ist, so steckt dahinter keine böse Absicht. Denn auch wenn in der ersten Ratifizierungsrunde im Jahre 1865 die örtliche Gesetzgebung die Befreiung der Sklaven ablehnte, so wurde 1995 die Unterzeichnung nachgeholt. Anschließend hatte man vergessen, den US-Archivar zu verständigen, wodurch die Unterzeichnung also ungültig gewesen ist.

Dieser Verfassungsschutz verbietet Sklaverei und Zwangsarbeit, mit Ausnahme es handelt sich dabei um eine Strafe für ein Verbrechen. Ausgenommen sind Dienste für den Staat, wie etwa die Wehrpflicht oder auch die Einberufung zum Geschworenen bei Gericht.

In dem von Spielberg verfilmten Lincoln geht es um die Durchsetzung des Gesetzesentwurfs im US-Kongress aus der Sicht von Abraham Lincoln. Der damals beschlossene Zusatzartikel gilt bis heute als Grundstein für Freiheit und Gleichberechtigung in den Vereinigten Staaten.

Wer mehr über den Film erfahren möchte, schaut sich unsere Lincoln Filmkritik an.