Der Oscar-Gewinner Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger wurde in einem Wassertank vor einem sogenannten Greenscreen gedreht. Sämtliche Elemente also wurden digital eingefügt, auch der Tiger ist sozusagen nicht echt.

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Nach Oscar-Auszeichnung: Die Welt sieht grün

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Mit dieser Farbe kann man seine Solidarität ausdrücken.
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Der Film gewann unter anderem einen Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte, den Bill Westenhofer von dem inzwischen pleite gegangenen VXF-Unternehmen Rhythm & Hues Studios entgegennahm.

Er bedankte sich bei seinen Kollegen, dem Regisseur und vielen anderen Leuten. Als sich dann jedoch andeutete, dass er auf das Aus von Rhythm and Hues und die Mitarbeiter eingehen wollte, welche ihren Job verloren haben, wurde eine immer lauter werdende Melodie von Der weiße Hai eingespielt. Und mittendrin wurde plötzlich das Mikrofon abgeschaltet, so dass er keine weitere Gelegenheit mehr hatte, die Schicksale der ehemaligen Angestellten anzusprechen.

Zwar ist die Melodie zu Der weiße Hai während der Preisverleihung dafür gedacht, eher auf einem spaßigen Wege zu lange Dankesreden zu unterbrechen, aber in diesem Fall wurde das Ganze natürlich nicht sonderlich gut aufgenommen.

Aus diesem Grund wurde eine Art Protest ins Leben gerufen, mit dem Künstler weltweit ihre Sympathiebekundungen zum Ausdruck bringen. Auf sämtlichen sozialen Netzwerken, allen voran auf Facebook, wurden die Profilfotos grün gefärbt. Sogar eine eine Facebook-Gruppe namens VFX Solidarity International wurde gegründet, die inzwischen knapp 40.000 Fans hat. Mit dieser Aktion setzt man gleichzeitig für bessere Arbeitsbedingungen ein.

Auch zahlreiche bekannte Künstler aus der VFX-Branche beteiligen sich daran und kritisieren sogar Regisseur Ang Lee, der zwar auf seinem Gebiet großartig sei, in Sachen VFX jedoch keine Ahnung habe und mit anderen Regisseuren dafür sorge, dass die Branche immer weniger davon leben könne. Die Effekte seien viel billiger, als sie es sein sollten. Es wird also eine Gewerkschaft gefordert und damit die Möglichkeit, von visuellen Effekten leben zu können.

Ein Großteil der ehemaligen Mitarbeiter Rhythm & Hues Studios arbeitete Nächte und Wochenenden durch, um die Arbeiten an Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger rechtzeitig abschließen zu können. Geld haben sie angeblich nicht gesehen.