Liebe hält ewig – oder zumindest wünscht man sich das. Naja, zumindest dann, wenn die Angebetete kein Zombie ist. Aber das ist Beth ja nicht. Glauben zumindest ihre Eltern, die an eine Wiederauferstehung á la Jesus denken, als ihr Mädchen wieder vor der Tür steht. Aber der Reihe nach: Beth ist durch einen Schlangenbiss gestorben, sowohl ihre Eltern als auch ihr Freund Zach werden von Trauer übermannt.

Life After Beth - Official Trailer

Aber dann ist sie eben doch wieder da, auch wenn die Eltern das vor Zach geheim halten wollen. Klappt natürlich nicht, ist aber auch nicht weiter tragisch. Denn auch wenn sie sich an die letzten Tage vor ihrem Tod nicht erinnern kann, scheint Beth doch ganz die Alte. Fast zumindest: Denn sie wird schnell wütend, sie ist unverwüstlich und ihr Aussehen lässt von Tag zu Tag mehr zu wünschen übrig.

Life After Beth - Bis dass der Tod euch scheidet? Scheiße, wenn einer von beiden ein Zombie ist!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 5/71/7
Schön ist anders.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das ist „Life After Beth“, ein Zombie-Film, der versucht, außerhalb der abgesteckten Grenzen des Genres zu operieren. Mit seiner Romanze zwischen Mensch und Zombie erinnert er ein bisschen an „Warm Bodies“, mit dem Thema der scheinbar normal Zurückgekehrten an Serien wie „The Returned“. Aber Jeff Baenas Film ist eigenständig genug. Einziges Problem: Die Geschichte braucht, bis sie in Fahrt kommt.

Die Ruhe vor dem Sturm

„Life After Beth“ ist eine Mixtur verschiedener Genres, eine Art Romcom mit Untoten, die ihren Reiz daraus bezieht, dass Aubrey Plaza als Beth im Verlauf der Geschichte immer mehr übertreibt und Dane DeHaan irgendwie darauf reagieren muss. Die erste halbe Stunde zieht sich jedoch. Eine flottere Gangart hätte die essenziellen Bestandteile auch kürzer abhandeln können, um dann in medias res zu gehen.

Life After Beth - Bis dass der Tod euch scheidet? Scheiße, wenn einer von beiden ein Zombie ist!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 5/71/7
Leben mit einem Zombie. Spaß sieht ebenfalls anders aus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Denn Beth ist nicht die Einzige, die aus dem Reich des Todes zurückkommt. Auch andere wollen in ihr altes Leben zurück, was für ein paar Szenen sorgt, bei denen man schmunzeln kann. Aber auch hier gilt: wirklich ausgereizt wird die Idee nicht.

Im letzten Drittel gibt es dann so etwas wie die Zombie-Apokalypse im Westentaschenformat. Da wird ein bisschen geschossen, ein bisschen gefressen, ein bisschen geschrien, aber der Spuk ist schnell vorbei. Das ist auch nicht das, was Jeff Baena wirklich zu interessieren scheint.

Es mag ein Zugeständnis gewesen sein, denn im Grunde ist die Wiederbelebung all der anderen Menschen frei von jeder Relevanz. Die Geschichte hätte sich auch ganz und gar auf Beth und ihren Zach konzentrieren können. Vermutlich wäre das dem Film sogar besser bekommen.

Denn die Geschichte bietet dabei ein paar dramatische Momente, vor allem auch im Finale, als Zach mit Beth loszieht, ihrem ultimativem Schicksal entgegen.

Nur bedingt zum Lachen

Obwohl der Film als Horrorkomödie firmiert, gibt es nicht wirklich viel zum Lachen. Ein paar Sequenzen haben Schmunzelcharakter, Schenkelklopfer sucht man jedoch vergebens. Das ist per se keine schlechte Sache, aber wenn man an Zombies und Humor denkt, dann denkt man eben auch an „Shaun of the Dead“ – und an den kommt „Life After Beth“ eben nie heran.

Weder so lustig noch so blutig, wie man das erwarten würde.Fazit lesen

Manchmal scheint der Film richtig verschämt zu sein, geradeso, als wollte er eigentlich lieber ein Drama darstellen. Aber wenn das Baenas Intention war, dann ist diese im Film nicht zu erkennen.

Bilderstrecke starten
(69 Bilder)