Behind the Candelabra, der neueste Film von Steven Soderbergh, konnte in Hollywood kein einziges Studio überzeugen. Und das, obwohl der Streifen mit Matt Damon und Michael Douglas gut besetzt ist.

Aber aus einem ganz bestimmten Grund wollte niemand die Produktion übernehmen, wie Soderbergh jetzt verriet: "Wir fragten bei allen in der Stadt an, wir brauchten fünf Millionen Dollar, doch niemand wollte ihn übernehmen. Sie sagten, der Film sei zu schwul. Jeder. Und das war zu der Zeit nach Brokeback Mountain, der nicht so lustig wie dieser Film war. Ich war geschockt. Das ergab für niemanden von uns irgendeinen Sinn."

Somit wird der Film also nicht im Kino zu sehen sein, stattdessen konnte mit HBO ein TV-Sender gefunden werden. Und darüber zeigt sich Soderbergh froh: "Sie sind großartig in dem, was sie tun. Ich denke, dass den Film so mehr Leute sehen werden, und das zählt."

Vorher wird der Film noch auf dem Cannes Film Festival zu sehen sein. In Behind the Candelabra geht es um den in den Achtzigern gestorbenen Pianisten und Entertainer Wladziu Valentino Liberace (Michael Douglas) und seinem heimlichen Lebensgefährten Scott Thorson (Matt Damon). Offiziell verleugnete er seine Homosexualität.

Soderberghs anderer Film Side Effects wird im Februar in den US-Kinos starten und Channing Tatum, Rooney Mara sowie Jude Law in Rollen zeigen.