Regisseur Steven Soderbergh bekräftigte nochmals, dass er mit dem Filmemachen aufhören möchte und sich daher aus dem Filmgeschäft zurückziehen wird.

Der TV-Film Behind the Candelabra wird seine letzte Arbeit an einem Filmprojekt als Regisseur darstellen. Doch ganz der Regie den Rücken kehren will er dann doch nicht, denn laut Soderbergh habe für ihn nun sein "Fünf-Jahres-Plan" begonnen, der aus Theater und vielleicht auch aus einer TV-Serie bestehe.

Künftig wolle er sich dem Malen, Fotografieren oder Schreiben eines Buches widmen. In Behind the Candelabra geht es um den in den Achtzigern verstorbenen Pianisten und Entertainer Wladziu Valentino Liberace (Michael Douglas) und seinem heimlichen Lebensgefährten Scott Thorson (Matt Damon). Offiziell verleugnete er seine Homosexualität.

Der Film kommt deshalb nicht ins Kino, weil dieser laut Soderbergh für alle Hollywood-Studios einfach "zu schwul" war: "Wir fragten bei allen in der Stadt an, wir brauchten fünf Millionen Dollar, doch niemand wollte ihn übernehmen. Sie sagten, der Film sei zu schwul. Jeder. Und das war zu der Zeit nach Brokeback Mountain, der nicht so lustig wie dieser Film war. Ich war geschockt. Das ergab für niemanden von uns irgendeinen Sinn."

Behind the Candelabra wird am 26.Mai auf HBO zu sehen sein, im September soll der Film dann offenbar auch nach Europa kommen.