Wissen Hollywood-Produzenten vielleicht doch mehr als die gemeine Menschheit? Die Apokalypse war in letzter Zeit so oft Gegenstand großer Kinofilme, dass man meinen könnte, Gott wolle uns auf diesem Wege etwas schonend beibringen. Vielleicht aber ist auch nur die Bibel vor einem Mega-Comeback, das sich mit „Die Passion Christi“ bereits anbahnte und nun mit der heiligen Dreifaltigkeit namens „2012“, „Book of Eli“ und „Legion“ endgültig im Klingelbeutel angekommen ist. Man möchte Hosianna rufen, zumindest wenn man ein zahlender Zuschauer ist, wohingegen auf die mürrischen Filmkritiker mal wieder nur das Fegefeuer wartet. „Always look on the bright side of life“? Eigentlich nur, wenn das Ende aller Enden noch etwas auf sich warten ließe.
„Legion“, der neueste Eintrag in die Hollywood-Bibel christlich gefärbter Genrefilme, verlagert das Endzeit-Szenario zu einem Diner in der Mojave-Wüste. Dort soll angeblich ein neuer Messias geboren werden, was eine mit der Herbeiführung der Apokalypse betraute Engelarmee verhindern und ein rebellischer Erzengel (Paul Bettany) zusammen mit den Gästen des Diners ermöglichen möchte. Die klassische Endzeitlokalität wird zum Schauplatz einer himmlischen Zombie-Version von „Rio Bravo“…oder vielleicht auch „Assault“…oder vielleicht auch „Children of men“.
Understatement geht anders: Mit billiger Symbolik fräst sich "Legion" in niedere B-Movie-Gefilde.Die „oder vielleicht auch“ Aufzählung könnte problemlos noch länger fortgeführt werden, weil das beschworene Szenario von „Legion“ einfach schon viel zu oft in Filmen zu sehen war. Eine willkürlich zusammengewürfelte Gruppe, die gegen eine übermächtige Bedrohung kämpft, gibt es in fast jeder Stephen King Verfilmung, mindestens jedem zweiten Zombie-Heuler, den „Terminator“-Weltuntergängen und, wir befinden uns inzwischen im Plagiats-Bereich, der „God’s Army“-Serie. Natürlich ist es schwierig, im Genre-Bereich überhaupt noch etwas Neues zu zünden, doch muss es denn wirklich eines der ausgelutschtesten Themen überhaupt sein?
„Legion“ ist das Regiedebüt von Scott Stewart, der zuvor als vielgefragter Effekte-Zampano z.B. bei „Iron Man“ oder „The Host“ unterwegs war. Auf einer solchen Ausgangsbasis lastet mithin das Vorurteil hohlen Augenzuckers, was hier auch mit Anlauf bestätigt und zusätzlich noch mit dem Tatbestand eines stümperhaften Drehbuchs unterstrichen wird. Was im Trailer noch nach saftiger B-Randale inklusive Engeln und Maschinengewehren aussieht, entpuppt sich in voller Länge als zäher bis moralinsaurer Langeweiler, der seiner eigentlich spassigen Grundidee alle Anfänger-Fehler dieser Welt folgen lässt. Wer hätte gedacht, dass man mal während des Untergangs der Welt genervt auf seine Uhr schaut?
Das Ende der Welt erscheint - natürlich - in Form der biblischen Plagen.Das zentrale Problem des Films ist ganz einfach: zuviel Gelaber…und zuwenig Action. Die flashigen Szenen des Trailer kommen schon auch zum Einsatz, doch davor und danach erstrecken sich wahre Dialogwüsten, deren pathetische Banalitäten auf keine noch so große Kuhhaut passen. Bei jedem der gnadenlos zusammengeschraubten Alibi-Charaktere in dem Diner gibt es nämlich auch eine Hintergrundgeschichte zu berichten, die jedes Tempo absäuft und am Ende dann, wenn sich endlich etwas Tiefe erquatscht wurde, mit einer prompten Ermordung bestraft wird. War da was? Ach ne, es hat nur einen weiteren Monolog zerbröselt.
Regie: Scott StewartGenre:FantasyFilmstart: Spieldauer: 100 minDarsteller:Charles S. Dutton, Tyrese Gibson, Dennis Quaid, Paul Bettany
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Die Dialoge sind wirklich so richtig mies, als würde da GZSZ gedreht werden.
Das eigentlich Thema ist so... blabla und nix passiert. Apokalypse?? Das soll ne Apokalypse sein?? Alle 3 Sekunden wird ein Kind geboren und die werte Frau in der Tanke in der Wüste hat das einzige, das gerettet werden muss? aha.
Hab mir neulich "Gabriel" angeschaut, der war um Weiten besser, obwohl der nicht mal irgendwie bekannt ist. Und ehrlich: da ist die Serie Supernatural (aktuelle Staffel) einfach nur göttlich gegen das Ding da oben.
Ne sorry. aber so ne Geschichte und dann so vermurksen? nein danke
@Eden: Da ich dein Geschwafel jetzt zum wiederholten Mal unter Martins Kritiken lese, kann ich dir nur empfehlen, diese entweder künftig zu meiden oder dich einfach von dieser Seite zu verziehen - diese Ausbrüche dulde ich hier jedenfalls keine Sekunde länger!
war gutes popcorn kino^^
nichts besonderes aber halt was "neues"
*spoiler*
und hey ein engel der sich die flügel abschneidet um am ende wieder mit welchen aufzutauchen is doch auch mal was =DD
Gods
Gods Army zB: www.imdb.com/.../tt0114194
So nich ganz richtig. Bei Gods Army wollten nur die Engel die Menschen töten, allen vorran Erzengel Gabriel. Gott hatte damit nix zu tun. :)
Die Story ist in jedem Moment vorhersehbar & es wird wirklich endlos gelabert.
Nach dem Trailer erwartet man was gaaanz anderes.
"God's Army" zB: www.imdb.com/.../tt0114194
und die effekte sind auch gut...!
und das thema auch oder gibt es viele filme in dem gott uns auslöschen will durch engel???
Gruß, Moritz.