Seit seiner Hüpfattacke auf dem Studiosofa von Oprah Winfrey und dem geplatzten Deal mit Paramount ist der einstige Hollywood-Superstar und Hitgarant Tom Cruise um eine Imagekorrektur bemüht. Doch weder mehr oder weniger ambitionierte Produktionen wie das Kriegsdrama „Von Löwen und Lämmern“, noch der Geschichtsthriller „Operation Walküre“ konnten den Ruf des Vorzeige-Scientologen als Kassenmagneten wiederherstellen. Nun scheint Cruise mit der High-Profile-Actionkomödie „Knight and Day“ seine Karriere auf sicherem Old-School-Terrain retten zu wollen. Operation: Moneymaker.
Die Zeichen stehen auf Retro: Ein ungleiches Liebespaar im Feuergefecht, das haarsträubende Abenteuer mit schlagfertigen Dialogen kommentiert. Verbale Geschlechterklischees und irrsinnige Verfolgungsjagden gehen schließlich schon seit den Anfängen des Genres eine glückliche Verbindung ein. In der Tradition von „Charade“ oder „Der unsichtbare Dritte“ verknüpften diese Filme immer wieder klassische Caper- und Screwball-Motive mit Action- und Abenteuerelementen. Unter der Regie des souveränen, aber stilistisch unauffälligen James Mangold geht „Knight and Day“ dabei ganz auf 90er-Kurs: Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie auch schon „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ oder „True Lies“ mochten.
Pärchen wider Willen: Roy und Jude finden sich. Warum, weiß nur der Drehbuchautor.Worum es hierbei eigentlich geht, wer genau wen oder was verfolgt und wer am Ende wann oder wo glücklich sein wird – geschenkt. Das Strickmuster hat sich nie verändert, es ist höchstens hier und da noch ein wenig blöder geworden. Cruise spielt den smarten Geheimagenten Roy Miller, Cameron Diaz das naive Blondchen June Havens. Er befindet sich auf einer gefährlichen Mission, sie auf der Reise zur Hochzeit ihrer Schwester. Und dann kreuzen sich ihre Wege und werden sich fortan auch nicht mehr trennen: Weil Miller eine geheime Superbatterie (…) besitzt, verfolgen ihn FBI und CIA mit allen Mitteln. Und das garantiert eine mal amüsante, mal romantische Tour der Force mit halsbrecherischen Actioneinlagen.
Die kleine, enorm leistungsfähige Batterie, die die Handlung an- und vorantreibt, ist natürlich nichts weiter als der klassische MacGuffin – sie hat keine wirkliche Bedeutung und könnte auch durch eine Packung Taschentücher oder einen 5-Dollar-Schein ersetzt werden. Ähnlich schematisch und funktional ist die Liebesgeschichte konstruiert, die der Film allerdings nie glaubwürdig entwickeln kann. Es bleibt rätselhaft, was genau Cruise von Diaz wirklich möchte und umgekehrt, beide behindern sich permanent und könnten an zahlreichen Stellen problemlos getrennte Wege gehen. Das (mehrfach umgeschriebene) Drehbuch tut sich schwer, ihre Beziehung innerhalb der rasanten Handlung halbwegs plausibel erscheinen zu lassen.
Auch wenn sie älter werden - Cruise und Diaz haben immer noch genügend Sexappeal, um die Kinotemperatur anzuheben.Das ist bei derartigen Actionkomödien noch mit dem Verweis auf Genretraditionen erklärbar, aber wenn „Knight and Day“ die Stringenz seines actionorientierten Plots letztlich durch einige unschön geschummelte Auslassungen herzustellen versucht, verschenkt er auch sein Potenzial. Wie Cruise als Agentenheld nämlich die unmöglichsten Situationen meistert, kann man sich oftmals nur zusammenreimen: Indem er seiner hysterisch kreischenden Weggefährtin ständig Drogen verabreicht (zugegeben: irgendwie unkonventionell) und der Film dankbar ihre Perspektive einnimmt, sieht der Zuschauer am Ende einer spektakulären Szene meistens nur schwarz. Ehe dann die nächste Aufblende in der nächsten schönen Location folgt.
Regie: James MangoldGenre:ActionFilmstart: Darsteller:Cameron Diaz, Tom Cruise, Peter Sarsgaard
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Meist sieht man in Filmen eher lächerliche Befreiungsaktionen die nur selten wirklich Sinn machen. Hier kannst dir aber selber zusammenreimen wie der sich nun vom, an die decke gebundenen Seil, befreit.
Das solch neuen Möglichkeiten hier kritisiert und bei aussagen wie "nix neues..." unbeachtet in der am meist verstaubten Ecke des Erinnerungsvermögens verschwindet, bekräftigt mich darin auch weiterhin nix auf Filmkritiken zu geben.
du bist cool
Nein, den Artikel habe ich nicht verfasst, den habe ich aus der Cinema abgeschrieben, Deutschlands kompetentestem Filmfachblatt. Mache ich immer so.
ich soll dir jetzt ernsthaft glauben das der artikel von dir verfasst wurde?
Ein paar nette Lacher dabei! Fand ihn jetzt auch nicht sooo schlecht, ne Sieben hätts scho sein können ;)
aus sicht des vollen Kinosaals war auch nicht zu merken das es keinem gefallen hat da der Komödienanteil sehr gut gelungen ist und anhand der reaktion von sehr lautem lachen dies nur bestätigte:)...
Da Cruise und Diaz sehr gut zu diesem Film passen macht er noch mehr spaß ihn zu gucken...
Deshalb von mir...guckt ihn euch an und macht euch nen eigenes Bild vom Film und werdet des besseren belehrt;):P...
überschrift und fazit aus der aktuellen ausgabe der cinema entnommen
was soll das?? bist du zu faul selber einen guten artikel zu verfassen?
Ich persönlich sehe sogar seine alten, teils wirklich geilen Filme (Die Farbe des Geldes; Magnolia; Last Samurai etc.) unter diesen Attetüden nur noch ungern.
Frau Cameron Diaz glänzt letztlich auch nur, wenn man ihr hochkarätige Partner an die Seite stellt, die ihr mittelmäßiges Spiel auf eine höhere Stufe stellen. Ich habe bis heute nie verstanden, wie man diese Frau mitunter in hohen Tönen loben kann.
Wie ich die Aufmacher zu diesen Film sah, entrang sich mir ein müdes "Muß nicht sein!" sorry.