Michelle Rodriguez ist ein integraler Bestandteil der "Familie" des Fast and Furious-Franchises. Nun droht sie mit ihrem Ausstieg, sollten die weiblichen Charaktere nicht mehr Beachtung erhalten.

Fast and Furious 9 - Weibliche Charaktere zu eindimensional: Michelle Rodriguez droht mit Ausstieg

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Michelle Rodriguez als einäugige wie eindimensionale Luz in Machete Kills
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Michelle Rodriguez ist meist gefragt, wenn es um starke weibliche Charaktere geht. Allerdings nur, wenn der Badass-Typus gefragt ist, also nicht stark im Sinne von gut definierter Charakter, der klug und smart agiert. Und so wird auch ihre Figur der Letty im Fast and Furious-Franchise dargestellt: impulsiv, cool, aber nicht besonders vielschichtig. Recht eindimensional findet Miss Rodriguez und verlangt daher einen Tapetenwechsel, sonst ist sie raus, droht sie.

Mehr Liebe für die Frauen

"Ich hoffe, sie entscheiden sich dazu, den Frauen des Franchises beim nächsten Film mehr Beachtung (mehr Liebe) entgegenzubringen. Oder ich werde einem geliebten Franchise Lebewohl sagen müssen. Es war eine tolle Zeit und ich bin dankbar für die Chancen, die mir Fans und Studio in all den Jahren ermöglicht haben", verkündete Rodriguez über Instagram.

Dass Rodriguez für bessere weibliche Rollen kämpft, hat sie bereits in der Vergangenheit des Öfteren demonstriert. Sie selbst begann ihre Leinwandkarriere mit der Darstellung einer Boxerin in Karyn Kusamas Girlfight - Auf eigene Faust. Und mit ihrer Rolle der Letty im Fast and Furious-Franchise hadert sie ohnehin schon länger. Denn obwohl Hauptdarsteller und Produzent Vin Diesel eine "Familie" propagiert, werden die Frauen eher stiefmütterlich behandelt, erhalten wenig Leinwandzeit und dürfen auch weitaus weniger sagen. Sie sind im Grunde Staffage, die vom hübschen Beiwerk und Love Interest im ersten Film zu besseren Nebendarstellerinnen geworden sind. Im Grunde durchaus eine Entwicklung, aber keine, mit der sich Rodriguez zufrieden geben will. Ein Zustand, den sie in einem alten Interview als "erbärmlich" bezeichnete.

Allerdings vergisst die Gute, dass es sich bei Fast and Furious um eine testosterongeschwängerte Actionreihe für erwachsene Buben handelt, in der die Männer zwar mehr zu sagen haben, aber besonders vielschichtiger sind die auch nicht ausgelegt. Und gerade Rodriguez' Letty hatte innerhalb der Reihe durchaus einige interessante Entwicklungen durchgemacht, wenn man davon sprechen kann.