In einer Pressemitteilung gaben Disney und Hit-Produzent Jerry Bruckheimer bekannt, dass sie ihren First-Look-Deal nicht verlängern werden. Disney wird sich weiterhin auf seine bekannten Marken konzentrieren, während Bruckheimer sich wieder mehr mit Erwachsenen-Unterhaltung beschäftigen möchte.

Kino News - Wege von Disney und Jerry Bruckheimer trennen sich 2014, Chance auf Adrenalin-Actioner à la The Rock?

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Die letzte gemeinsame Produktion The Lone Ranger wurde ein riesiger Flop
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Seit Gegen jede Regel aus dem Jahre 2000, haben Disney und Jerry Bruckheimer bis heute rund 12 gemeinsame Produktionen gestemmt, wobei ganz besonders die 'Pirates of the Caribbean'- und 'Vermächtnis'-Reihen hervorstechen.

Doch ihre Zusammenarbeit begann schon lange zuvor. Die erste gemeinsame Produktion aus dem Jahre 1994, No Panic - Gute Geiseln sind selten mit Kevin Spacey und Denis Leary in den Hauptrollen, lief noch über das Disney-Tochterunternehmen Touchstone Pictures und war noch eine Don Simpson/Jerry Bruckheimer-Produktion.

Ab da war jeder Film, mit Ausnahme von Bad Boys 1&2, Black Hawk Down und Kangaroo Jack, eine gemeinsame Produktion entweder mit Disney direkt oder mit einem seiner Tochterunternehmen.

Der First-Look-Deal, der Disney immer als erstes Unternehmen Einblick in Bruckheimers Produktionen mitsamt Option, sie zu erwerben, gewährte, läuft im kommenden Jahr aus. Disney gab bereits über eine Pressemitteilung bekannt, dass dieser Deal nicht mehr verlängert werde.

Einige Stimmen meinen, der Grund läge im gigantischen Flop von The Lone Ranger, der mit einem Budget von 215 Millionen Dollar gerade mal 244 Millionen Dollar weltweit einnehmen konnte. Zählt man noch die Marketingkosten hinzu, bleibt Disney nur noch die DVD- und Bluray-Auswertung, um Boden gutzumachen.

Doch laut Bruckheimer sei sein Verlangen danach, wieder mehr erwachsenenorientierte Unterhaltung à la The Rock - Fels der Entscheidung oder Con Air zu produzieren, der wahre Grund für die Trennung. "Es ist Zeit für uns, alle möglichen Filme anzupacken, nicht nur Disney-Filme", so Bruckheimer. "Wir arbeiten noch immer an Pirates und hoffentlich auch an National Treasure (Vermächtnis), und wir haben noch immer Produktionen bei Disney."

Was einen neuen Deal mit einer anderen Produktionsfirma angeht, ist Bruckheimer zuversichtlich, schon bald einen neuen Partner zu finden. "Unsere Bilanz spricht für uns. 10 Milliarden an den Kinokassen sind nicht schlecht."

Er habe zwar versucht, Touchstone Pictures wiederzubeleben, unter dessen Label die meisten Prä-Pirates-Filme mit erwachsenenorientierter Unterhaltung fielen, doch Disney habe daran kein Interesse gezeigt.

"Filme, die unter diese Prämisse fallen, liefert schon DreamWorks", so Alan Horn, Vorsitzender von Walt Disney Studios. Die Entscheidung, sich von Bruckheimer zu trennen, sei definitiv nicht von The Lone Ranger beeinflusst worden.

Erste Anzeichen für eine Trennung gab es, als Disney nach dem Flop von The Lone Ranger den Start des neuesten 'Pirates of the Caribbean'-Streifen nach hinten verschob.