Offenbar nehmen sich die Studios mittlerweile auch gefloppter Superheldenstreifen der 90er an, um ihnen ein Reboot zu verpassen. So nun auch bei The Rocketeer.

Kino News - The Rocketeer erhält ein Reboot

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The Rocketeer gilt unter Liebhabern als Kult
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Lange bevor die X-Men das Superheldengenre und Comicverfilmungen im Allgemeinen salonfähig machten, oder besser, wieder salonfähig machten, gab es Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre, auch durch den Erfolg der Batman-Streifen von Tim Burton eine wahre Welle an derartigen Filmen, die in die Kinos drängten. Die meisten verschwanden ziemlich schnell vom Bewusstsein der Bevölkerung und versandeten im Vormittagsprogramm der TV-Sender. Wer diese Zeit nicht als Jugendlicher selbst miterlebt hat, und die Filme vielleicht auch aufgrund des geringeren Anspruchs liebte, wird sich kaum an sie erinnern: die Shadows, Phantoms, Meteor Men, Tank Girls, Blankmen, Barb Wires und wie sie nicht alle hießen.

Rocketeer startet erneut durch

Und zumindest einer von ihnen erhält eine zweite Chance: The Rocketeer. Bereits in den 30ern und 40er-Jahre gab es eine Kino-Kurzfilmreihe zu The Rocketeer, die dann als Comicreihe fortgeführt wurde. Darauf basierte dann die ursprünglich als Trilogie ausgelegte Verfilmung von 1991. Leider floppte der Film in den Kinos, wie so oft bei derartigen Filmen zu der Zeit.

Doch die Zeiten haben sich geändert, Comicverfilmungen und Superheldenstreifen sind populärer denn je und selbst mittelmäßige Filme schaffen es, ein breiteres Publikum anzuziehen. Und so hat sich Disney den Mut gefasst, die Figur wieder zu entstauben und ein Reboot zu wagen. Das können sie sich auch leisten bei all dem Geld, das Marvel Studios scheffelt. Für das Drehbuch wurden Max Winkler und Matt Spicer an Bord geholt.

Inhaltlich wird sich aber einiges ändern. Der Film soll sechs Jahre nach dem ersten Rocketeer spielen. Der damalige Rocketeer Cliff Secord wird vermisst, seit er sich aufmachte, gegen die Nazis zu kämpfen. An seine Stelle tritt nun eine schwarze Frau, die versucht, den Kalten Krieg abzuwenden.

Angeblich hat sich Disney dazu entschieden, dem Film eine weitere Chance zu geben, nachdem eine Jubiläumsaufführung zum 20. Jubiläum des Streifens El Capitan Theater zum vollen Erfolg wurde. Allerdings wollte man sich dann doch noch von Iron Man absetzen, weswegen man sich dazu entschied, die Hauptfigur schwarz und weiblich zu gestalten. Ironischerweise ist der neue Comic-Iron-Man ebenfalls eine junge schwarze Frau. Dumm gelaufen, Disney.

Und wann erhalten Das Phantom und Shadow und der Fluch des Khan ihre wohlverdienten Reboots?

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