Es könnte DIE Überraschung für Marvel-Fans sein: einem Gerücht nach überlegt sich Sony Pictures, die Filmrechte an Spider-Man mit Marvel Studios zu teilen, um ihn auch in Marvel-Produktionen zuzulassen. The Avengers 3 anyone?

Kino News - Teilen sich Sony Pictures und Marvel Studios schon bald Spider-Man?

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Schwingt Spider-Man bald auch endlich durch das Avengers-Universum?
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Worüber sich viele Marvel-Fans bislang immer geärgert haben, war der Umstand, dass einige Lizenzen dermaßen vertrackt in der Filmindustrie verteilt sind, dass es für Marvel Studios schwer ist, gewisse Charaktere in seine Filme einzubinden.

Dass man nun Scarlet Witch und Quicksilver im kommenden The Avengers: Age of Ultron überhaupt einbinden durfte, liegt daran, dass man mit 20th Century Fox gewisse Richtlinien ausgehandelt hat. So dürfen Scarlet Witch und Quicksilver in The Avengers: Age of Ultron beispielsweise nicht als Mutanten bezeichnet werden.

Dasselbe Problem besteht bei Spider-Man, dessen Filmrechte bei Sony Pictures liegen. So war es dem Spinnenmann vergönnt, in Marvel's The Avengers aufzutreten, obwohl er in den Comics ebenfalls ein Mitglied der Avengers ist.

Noch im April teilte 'The Amazing Spider-Man'-Produzent Avi Arad mit, dass ein Crossover zwischen Spider-Man und den Avengers nur die letzte Option sei, und dann auch nur, wenn Sony Pictures die Ideen ausgehen. "Ich denke, es wird eine Weile dauern, bis uns die Ideen ausgehen werden", so Arad. "Es gibt soviel, was man noch über Spider-Man erzählen kann. Es gibt soviel, was man über die Sinister Six erzählen kann. Und die Beziehung zwischen Spider-Man und Venom wird eine gänzlich neue Welt öffnen", so Arad in dem Interview.

Das war allerdings noch vor dem Kinostart von The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro, der an den Kinokassen zwar ein ordentliches Einspielergebnis erzielen konnte, unterm Strich allerdings enttäuschte. Insgesamt spielte der Film mit knapp 700 Millionen Dollar sogar 50 Millionen Dollar weniger ein als der Vorgänger The Amazing Spider-Man.

Als Konsequenz hat Sony Pictures The Amazing Spider-Man 3 bereits nach hinten verschoben und will die Spin-offs Venom und The Sinister Six dafür vorher in die Kinos bringen. Man befürchte gewisse Ermüdungserscheinungen beim Publikum. Kein Wunder, seit 2002, als Sam Raimis Spider-Man mit Tobey Maguire in die Kinos kam, sind bereits insgesamt fünf Spider-Man-Filme mit zwei unterschiedlichen Spider-Man-Darstellern in die Kinos gekommen. Die Reihe wurde auch bereits einem Reboot unterzogen. Fünf Filme in 12 Jahren mit zwei Darstellern und einem Reboot dazwischen - man könnte meinen, das Publikum hat Spider-Man satt.

Und hier setzt das Gerücht an: Gerade kam das Gerücht auf, es könnten einige Superhelden in The Avengers 3 fehlen. Sollte Sony Pictures es Marvel Studios erlauben, Spider-Man in den eigenen Produktionen zu verwenden, könnte er in The Avengers 3 zum Rächer-Trupp hinzustoßen. Das würde Spider-Man nicht nur in einem enorm erfolgreichen Franchise platzieren, sondern auch seine Popularität steigern. Nach dem ersten Avengers-Film explodierte Iron Man 3 geradezu an den Kinokassen, obwohl Iron Man 2 gerade mal die Hälfte der Einnahmen des dritten Teils einspielen konnte.

Sony Pictures könnte sich einen ähnlichen Effekt für The Amazing Spider-Man 3 erhoffen. Beide Filme sollen 2018 in die Kinos kommen, wobei man sich vorstellen kann, dass The Avengers 3 im Frühjahr startet, und so den Weg für The Amazing Spider-Man 3 im Sommer vorbereiten könnte.

Marvel-Filme sind das absolute Nonplusultra in Sachen Comic-Verfilmungen. Keines ihrer Filme war bislang ein Flop, selbst Der unglaubliche Hulk konnte seine Kosten wieder einspielen, wenn auch erst über Bluray- und DVD-Veröffentlichungen.

Während andere Studios nachziehen, und ebenfalls ein eigenes Universum zu ihren Lizenzen planen, sei es 20th Century Fox mit der X-Men-Lizenz oder eben Sony Pictures mit der Spider-Man-Lizenz, erschließt Marvel Studios nach und nach die eigenen Universen. Dieses Jahr startete bereits The Guardians of the Galaxy. Gerüchteweise sollen die Inhumans folgen.

Spider-Man mit Marvel Studios zu teilen, und ihn bei den Avengers zu sehen wäre eine Win-Win-Situation für beide Seiten, vor allem aber für Sony Pictures.