Einst wäre daraus fast Rambo 5 geworden. Nun wird Hunter doch noch verfilmt - mit Sylvester Stallone, aber nicht als John Rambo.

Ob er dann auch nach Adrian schreit?

In den 1980er- und auch noch in den frühen 1990er-Jahren waren Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger nicht nur die größten Hollywood-Actionstars, sie waren auch erbitterte Konkurrenten an den Kinokassen. Es hieß gar, die beiden hätten sich auch privat eine Zeit lang wenig leiden können. Obwohl Sylvester Stallones Karriere mit einem waschechten Drama begann und er durchaus schauspielern kann, galt er immer als der plumpere Actionheld von beiden. Während Schwarzenegger durchaus auch mal Erfolg mit Komödien hatte, überzeugte Stallone nur, wenn er kräftig Blei verteilte und stumpf in die Leere starrte. Die steirische Eiche landete sogar mit dem Sci-Fi-Horror Predator einen Hit, etwas, das Stallone nie gelang.

Doch während Schwarzenegger nach dem Ende seiner Politikkarriere nicht mehr wirklich Fuß fassen konnte in Hollywood, gelang es Stallone in den letzten Jahren, durchaus noch den ein oder anderen kleineren Erfolg zu feiern. Nicht nur mit Fortsetzungen und Spin-offs zu seinen bekanntesten Rollen, sondern auch mit komplett neuen Reihen wie The Expendables. 2009 erwarb der heute 72-Jährige die Rechte an James Byron Huggins' Roman Hunter mit der Absicht, daraus eventuell Rambo 5 zu machen. Bekanntlich legt sich der Vietnam-Veteran in Rambo 5 nun mit dem mexikanischen Drogenkartell an, um die Tochter seiner Haushälterin zu befreien.

Doch das bedeutet nicht, dass die Filmrechte an Hunter nun brach liegen. Ganz im Gegenteil, Stallone will daraus einen eigenständigen Film produzieren. In Hunter wird der titelgebende Nathaniel Hunter, ein hochbegabter Fährtenleser, engagiert, um eine rasende Bestie zu erlegen. Klingt ein wenig wie Predator meets Der Pakt der Wölfe meets Beowulf. Dürfte also durchaus interessant sein, was Stallone aus dem Stoff macht.