Das Culture and Media Institute (Brent Bozell) führte eine Art Studie durch, mit der man im Grunde Filmen eine Mitschuld an Waffengewalt gibt. Dafür ließ man Mitarbeiter in den US-Kinos die fünf derzeit erfolgreichsten Filme vergangener Woche anschauen und kam nach eigenen Aussagen zu einem schockierenden Ergebnis.

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- Studie gibt Filmen Mitschuld an Waffengewalt, bezeichnet Jamie Foxx als Heuchler
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Alleine in diesen fünf Filmen seien insgesamt 185 Menschen in 65 Szenen entweder getötet, geschlagen oder auf andere Art und Weise verletzt worden. Diese Zahl halte man für äußerst alarmierend, vor allem deshalb, weil sich mit Les Miserables ein Musical und mit A Haunted House eine Komödie darunter befinden. Die anderen drei Filme waren Zero Dark Thirty, Django Unchained und das nicht weniger blutige Gangster Squad.

Besonders Gangster Squad kommt in dem Bericht nicht sonderlich gut weg, soll es doch alleine in diesem Film 65 Tode bzw. Verletzte geben. Alleine in den ersten 10 Minuten würde ein Mann von zwei Autos in zwei Hälften gerissen, ein anderer verliert seine Hand in einem Aufzug-Kampf und ein versuchter Raub konnte gerade so noch verhindert werden.

Darüber hinaus betitelt die Studie Jamie Foxx (Django Unchained) als Heuchler, da er einerseits öffentlich zwar für die Verschärfung der Waffengesetze ist, auf der anderen Seite aber in einer TV-Sendung im Rahmen von Django Unchained witzelte: "Ich tötete alle weißen Leute in dem Film. Wie großartig ist das denn?"

Selbst Quentin Tarantino wird quasi als Heuchler hingestellt, wobei er laut Hollywood Reporter zuletzt betonte, dass es einfach respektlos sei, eine Verbindung mit Filmgewalt und dem kürzlichen Amoklauf an einer US-Grundschule herzustellen. Offensichtlich seien laut Tarantino ja die Waffenkontrolle und die geistige Verfassung ein Problem.

Auch betont man in der Studie, dass die Zahl der Tötungen und Verletzungen deutlich höher ausfallen könnten, da Jack Reacher und Texas Chainsaw 3D nochmals ordentlich einen drauflegen - allerdings befanden sich die beiden Filme nicht mit unter den fünf erfolgreichsten Streifen vergangene Woche, so dass man sie nicht mit in die "Studie" aufgenommen habe.

Der Verfasser der Studie schreibt: "Schießereien, Explosionen, Folter und 185 Opfer - und das sind nur die Top 5 Filme in dieser Woche. Und dennoch behaupten große Namen wie Tarantino lächerlicherweise noch immer, Filmgewalt habe keinen Einfluss auf unsere Kultur. Wir wissen, dass das eine Lüge ist. Unternehmen geben jedes Jahr Milliarden von Dollar für Werbung aus, weil sie sich sicher sind, was man da sieht, einen auch beeinflusst. Hollywood hingegen gibt jedes Jahr Milliarden von Dollar aus, um Chaos und Mord an beeinflussbare junge Menschen zu verkaufen, steht aber nicht für seinen Teil der Schuld am Massaker ein."