Selten haben Comedians wirklich etwas zu sagen, und noch seltener treffen sie damit ins Schwarze. Bill Hicks war einer davon. Als einer der ganz Großen hat er mit seinem Schaffen starken Einfluss ausgeübt und viele andere Künstler inspiriert. Sein bitterböser, gesellschaftskritischer Humor hat immer wieder Defizite in der Gesellschaft aufgezeigt und mit seinem aufklärerischen Engagement hat er sich Themen wie Religion, Drogen und Politik vorgenommen und so manch weit verbreitete Denkweise ins wanken gebracht.

Der brillante Komiker war umstritten, da er gesellschaftlichen Konventionen oft den Kampf ansagte und unter anderem auch über die positiven Eigenschaften von Drogen sinnierte. Eine gewisse Moral ist Hicks trotz der Satire und dem Zynismus jedoch nie abhanden gekommen und immer wieder forderte er: „Think for yourself, question authority“. Der brillante und kontroverse Komiker verstarb 1994 im Alter von 32 Jahren auf der Höhe seines Schaffens, nachdem er seine langjährigen Alkohol- und Drogenprobleme in den Griff bekommen hatte, an Krebs.

Nun will sich Hollywood der Lebensgeschichte von Bill Hicks annehmen. Wie die Zeitung „Sydney Morning Herald“ berichtet, will Russel Crowe gemeinsam mit dem neuseeländischen Drehbuchautor Mark Staufer einen Film über das Leben von Hicks drehen. Bei dem Film, der offenbar noch in diesem Jahr gedreht werden soll, würde Crowe die Hauptrolle übernehmen.

Ob nun ausgerechnet Crowe mit der Traumfabrik des Mainstreams die Geschichte eines solch kontroversen und non-konformistischen Künstlers glaubwürdig umzusetzen vermag, darf wohl angezweifelt werden. Was Hicks selber von dem ganzen Halten würde, lässt sich aus folgendem Zitat ableiten: „Do a commercial, you're off the artistic roll call, every word you say is suspect, you're a corporate whore and eh, end of story.”