Altmeister Ridley Scott bekundete in einem Interview sein Unverständnis darüber, dass die mittlerweile von 20th Century Fox wieder eingestampfte Alien-Reihe nicht denselben Erfolg feiert wie Lucasfilms Star-Wars-Saga.

Ridley Scott hätte gern mehr Erfolg für seine Alien-Reihe gesehen

Disney und Lucasfilm feiern einen großen Erfolg nach dem anderen mit der neuen Star-Wars-Trilogie und einem Spin-off: Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht spielte über zwei Milliarden Dollar weltweit ein, während das Spin-off Rogue One: A Star Wars Story über eine Milliarde in die Kassen spülte. Star Wars: Episode VII - Die letzten Jedi fällt zwar hinter Das Erwachen der Macht zurück, hat aber jetzt schon die Milliardengrenze überschritten. Eins steht fest: Der Kauf von Lucasfilm für rund vier Milliarden Dollar hat sich bereits bezahlt gemacht, wenn man bedenkt, wieviele Filme noch auf uns zukommen.

Eine andere Science-Fiction-Reihe hat es dagegen nicht so weit gebracht, obwohl sie durchaus das Potenzial dazu hat, glaubt zumindest Filmemacher Ridley Scott. Die Rede ist von der Alien-Reihe, die nur zwei Jahre nach Krieg der Sterne 1979 in die Kinos kam.

Auf einer Stufe mit Star Wars und Star Trek?

"Es gibt keinen Grund, warum Alien nicht auf einem Level mit Star Wars oder Star Trek ist in Sachen Fans. Was als nächster Schritt von Bedeutung wäre, bleiben wir bei der Evolution des Biestes oder erfinden wir etwas Neues? Man braucht, denke ich, eher eine Evolution des berühmten Monsters, denn es ist das beste Monster überhaupt", ist sich Scott sicher.

Und mit dem Alien und dem Androiden David verfüge die Alien-Reihe über gleich zwei fantastische Bösewichte, so der Regisseur. "Es wäre Wahnsinn, wenn sie nicht weitermachten!" Aber genau das ist offenbar der Fall, vielleicht auch durch Disneys Kauf der Film- und Fernseh-Division von 21st Century Fox begründet. Denn es heißt, 20th Century Fox habe nun den Stecker gezogen. Ursprünglich waren noch zwei, später zumindest noch von einem Sequel zu Alien: Covenant die Rede. Die geplante Covenant-Trilogie selbst war die Nachfolge-Reihe zur eigentlichen Prometheus-Reihe, die zwar dem Mythos des Aliens mehr auf dem Grund gehen wollte, aber beim Publikum nicht gut ankam.

Ausgerechnet Neill Blomkamps Alien-fünf-Projekt mit der Rückkehr von Sigourney Weaver und Michael Biehn war es aber, der Scott dazu antrieb, Alien: Covenant weg von Prometheus hin zu Aliens zu designen - ein Fehler? Nun wäre im Grunde der Weg frei für Alien 5, aber fraglich bleibt, ob bei den Finanziers überhaupt noch Interesse daran besteht, einen weiteren Alien-Film zu produzieren.

Blomkamp selbst hat über Twitter allerdings bereits wissen lassen, dass er die Reihe längst hinter sich gelassen hat:

"Ja, ich habe sie hinter mich gelassen. Was ich meinte, ist, dass ich mir wünsche, dass es einen Weg für Fans gäbe, einiges von dem zu sehen, was wir designt hatten. Es war eine atemberaubende Gelegenheit, in der Welt zu arbeiten, die Ridley Scott und James Cameron kreiert hatten. Und auch mit Sigourney Weaver zusammenzuarbeiten."