Niemand möchte mit ihm arbeiten. Niemand möchte ihn zeigen, noch sehen; kaum jemand möchte auch nur über ihn reden: Kevin Spaceys Karriere ist am Tiefpunkt angelangt, nachdem mehrere männliche Team-Kollegen ihn des Missbrauchs und der sexuellen Belästigung beschuldigt haben. Billionaire Boys Club ist der letzte Film, den Spacey vor Bekanntmachung der Missbrauchsvorwürfe abgedreht hatte – und er spielte am ersten Tag ganze 126 Dollar ein.

Das mag der letzte Film sein, in dem ihr Spacey sehen werdet – falls ihr ihn überhaupt sehen möchtet:

Billionaire Boys Club - Trailer5 weitere Videos

Billionaire Boys Club wurde einigen Quellen zufolge in acht Kinos gespielt, anderen zufolge in zehn. Nachdem alle Spacey-Szenen von Ridley Scotts Film All the Money in the World getilgt und mit Christopher Plummer nachgedreht wurden – kurz nach den Missbrauchsanschuldigungen – ging das neugierige Murmeln durch die Reihen, warum Billionaire Boys Club-Distributor Vertical Entertainment nicht einen ähnlichen Weg gegangen ist. Immerhin, so Vertical Entertainment, spiele Spacey nur eine ‘kleine Nebenrolle’, weswegen der Film und die restliche Crew nicht für sein Vergehen bestraft werden sollten.

Nun.

Das Publikum sah das anders, denn wenngleich der Film bis jetzt in nur wenigen Kinos gespielt wurde, wollte ihn trotzdem niemand sehen. Am zweiten Tag habe der Film schließlich ganz 164 Dollar eingesackt; in einer Wochen haben sie die 1000-Dollar-Marke vielleicht erreicht. Einen größeren Flop kennt Spaceys Karriere nicht und es bleibt die Frage offen, ob Vertical Entertainment inzwischen die Entscheidung, keine Szenen nachzudrehen, bereut.

Bilderstrecke starten
(12 Bilder)

Nachdem das Eklat um Spacey vor einem Jahr startete, wurde er aus Netflix und House of Cards verbannt, ebenso – wie bereits erwähnt – aus seinem letzten Film von Ridley Scott. Seitdem ist er von der Bildfläche verschwunden, nun, zumindest fast. Billionaire Boys Club mag einer der letzten Filme, oder gar der letzte, sein, die Kevin Spacey je drehen wird.