Michael Bay kennt der Kinogänger mehr als Regisseur großkalibriger Mainstream-Blockbuster-Ware, die mehr Wert auf Schauwerte denn Story legt und den Studios garantierte Einnahmen besorgt. Viele jüngere Zuschauer kennen ihn vielleicht sogar nur noch als Regisseur der Transformers-Filme. Dass er mal als Werbe-Regisseur begann und mit seinem Stil bahnbrechend in Sachen Optik und Größe moderner Werbung war, dürften die wenigstens wissen. Auch, dass er mal klein anfing. So kostete Bad Boys - Harte Jungs, sein Filmdebüt, anno 1995 gerade mal 19 Millionen Dollar. In ähnliche Gefilden begibt er sich wieder mit seinem neuesten Streifen Pain & Gain, worüber er in einem Interview sprach. Zusätzlich verriet er Neues über Ninja Turtles und Transformers 4.

Kino News - Michael Bay spricht über Ninja Turtles, Transformers 4 und kleinere Budgets

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In seinem Element - Regisseur Bay
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So wolle Bay liebend gern mehr solcher kleiner Filme wie Bad Boys oder eben Pain & Gain, welcher 26 Millionen Dollar gekostet hat, machen. Kleinere Filme würden ihm erlauben, schrägere Ideen umzusetzen und das Ganze nicht allzu ernst zu nehmen. Zudem habe er dem Studio mit seinen anderen Filmen schon soviel Geld beschert, dass es kein Problem sein sollte, falls Pain & Gain floppt. Zumal der Film nur 26 Millionen Dollar gekostet hat. Eine Summe, die bei einem Flop nicht so schmerzlich auffallen sollte. Aber es sehe momentan so aus, als würde der Film beim Publikum ankommen.

Pain & Gain sei sein Versuch gewesen, Leute zu zeigen, die ihren amerikanischen Traum wahr werden lassen wollten und dabei den anti-amerikanischen Traum durchleben. Keine Komödie, mehr ein düsterer Film.

Bezüglich dem Gerücht, er wolle die Ninja Turtles als Ausserirdische zeigen, klärt er endlich auf, "Es gab da dieses Zitat, das besagte, dass wir die Ninja Turtles zu Ausserirdischen machen. Das stimmt nicht. Es ist das Ooze! Das ist aus dem Originalmaterial. Das kommt von den originalen Verfassern und ich habe die Sache nie in der Presse korrigiert. Ich höre den Fans zu und ich will, dass dies authentisch wird. Ich glaube, dass die Fans richtig glücklich mit diesem Film werden. Als ich das digitale Zeug gesehen habe, sahen die Turtles großartig aus."

Ursprünglich war er kein Transformers-Fan. Hasbro hätte ihm das Franchise angeboten und seine Freunde hätten ihm das ausreden wollen. Das sei eine dumme Idee. Doch er hätte das große Potential der Serie erkannt, wenn man die Transformers nur möglichst real und glaubwürdig inszenieren würde.

Es sei gut gewesen, dass er damals kein Fan der Transformers gewesen sei. So hätte er sich neutral an die Sache heranmachen und den Plan umsetzen können, Nicht-Fans zu Fans zu machen. Nach nunmehr drei Filmen und 120 Millionen Zuschauern beim letzten Transformers, sei er nun selber ein Fan geworden, der dieses Franchise beschützen wolle.

Als Nicht-Fan beim ersten Transformers-Film habe er auch ohne Skrupel Änderungen durchführen können. Es gebe immer Transformers-Historiker, die ihm weißmachen wollten, dass er Optimus ein wenig mehr Ohren spendieren sollte. Für Transformers 4 wurden die Designs noch einmal komplett neu bearbeitet und es gebe nun richtig tolle Sachen. Es gebe zwar einen Grund, warum er die Transformers neu designt, aber es sei auch notwendig, um die Reihe frisch zu halten. Er sei sich sicher, dass dies auch die Fans so sehen werden.

Dass er nun bei Transformers 4 überhaupt wieder an Bord sei, nachdem er eigentlich nach Transformers 3 aufhören wollte, habe mit der Transformers-Achterbahn in den Universal Studios zu tun. Als er all die Leute sah, die dafür anstanden, dachte er sich, dass es schwer sei, loszulassen und dass er auf keinen Fall wolle, dass irgendjemand die Reihe in die Scheiße reite. So habe er zumindest für ein neues Setting sorgen wollen. Denn die Reihe sei einfach zu groß, um von einem unerfahrenen Regisseur zugrunde gerichtet zu werden. Also habe er sich Mark Wahlberg geschnappt und die neuen Designs angeordnet, um zumindest für eine neue, sichere Grundlage zu sorgen.