Kevin Smith, einst gefeierter Independent-Filmer mit Sinn für Wortwitz, dreht immer mehr Filme abseits seines Reviers. Dieses Mal ist es ein Horrorfilm mit dem Titel Anti-Claus.

Kino News - Kevin Smith dreht mit Anti-Claus einen Weihnachts-Horrorfilm

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Mit Clerks gelang Kevin Smith der Durchbruch
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Kevin Smith ist eine wahre Koryphäe im Independent-Bereich. Gleich mit seinem ersten Film Clerks konnte er sich einen Namen machen. Den Streifen drehte er für 27,575 Dollar in dem Convenience Store, in dem er auch arbeitete.

Und nach nahezu dreijähriger Pause meldet sich Smith im Regiefach zurück. Allerdings mit Horrorfilmen. Nach Tusk soll mit Anti-Claus ein weihnachtlicher Horrorstreifen folgen. "Als ich ein Kind war, drückten sie Santa eine Axt in die Hand, wenn sie einen Weihnachts-Horrorfilm drehen wollten", so Smith. "In Anti-Claus lassen wir Santa in Ruhe und wandeln mit Krampus [Schreckgestalt in Begleitung des Heiligen Nikolaus] durch verrückte Geschichten voller Mord, Verlangen, Verzweiflung und Wahnsinn. Gerade rechtzeitig zur Weihnachtszeit"

Gerade in europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich, Ungarn heiße es, dass der Heilige Nikolaus den braven Kindern Geschenke bringt, während der Krampus die bösen Kinder mitnimmt. Das sei die Art Weihnachtsgeschichte, die Smith sehen wolle. Und da er nicht darauf warten will, dreht er den Film eben selbst.

Doch zuvor folgt noch Tusk, ebenfalls ein Horrorfilm, mit dessen Cast bestehend aus Justin Long, Haley Joel Osment, Genesis Rodriguez und Michael Parks. In Tusk geht es um einen Journalisten, der in den Wäldern um Manitoba verschwindet, als er einen mysteriösen Seefahrer namens Mr. Howe interviewt. Sein bester Freund und Kollege macht sich daraufhin zusammen mit seiner Freundin auf die Suche nach ihm.

Eigentlich plante Smith sich aus dem Filmgeschäft, zumindest aber von der Regie zu verabschieden, da er meinte, die Leidenschaft für Filme verloren zu haben. Dann erkannte er nach eigener Aussage allerdings, dass er nicht etwa Film im Blut hätte, sondern "seine" Filme, weswegen er beschloß, sich erst nach Clerks 3 zurückzuziehen. Er wolle also nur noch Filme drehen, die ihm gefallen. Nicht etwa Filme wie Zack & Miri Make a Porn oder Cop Out, die sowohl vom Publikum als auch von den Kritikern abgestraft wurden. Daraufhin wollte sich Smith eigentlich vom Regieposten zurückziehen und sich nur noch auf das Schreiben konzentrieren.

Mit Red State drehte er dann einen, für ihn untypischen Horrorfilm über eine wahnsinnige Sekte mit drastischen Gewaltszenen. Auch seine nächsten Streifen Tusk und Anti-Claus sollen also im Horrorgenre angesiedelt sein. Smith scheint sich momentan in diesem Genre wohl sehr wohlzufühlen. Da bleibt zu hoffen, dass er zumindest für Clerks 3 wieder zur alten Form zurückfindet.