20th Century Fox plant ein Sequel zu Big Trouble in Little China. Und John Carpenter ist "not amused".

John Carpenter und Kurt Russell am Set des 1986er Filmes Big Trouble in Little China

Bekanntlich arbeitet 20th Century Fox seit 2015 an einem zunächst als Remake und mittlerweile als Sequel geplanten Film zu John Carpenters Big Trouble in Little China. Mit Dwayne Johnson ist auch bereits die Hauptrolle besetzt. Und da es kein Remake wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Kurt Russell als Jack Burton zurückkehren könnte.

"Ich liebte das Original als ich jünger war und ich liebte den Hauptcharakter - alle Charaktere. Ich habe das Gefühl, dass, wenn wir uns mit der richtigen Gruppe an Leuten umgeben, den richtigen Autoren, die den Film ebenfalls lieben und ihn ebenfalls ehren wollen und wenn wir John Carpenter zu einem gewissen Grad einbeziehen...Wenn wir das tun, dann haben wir die Möglichkeit, etwas wirklich Gutes zu machen", so Johnson damals in einem Interview.

Daraus wird aber wohl eher nichts werden, denn Carpenter ist nicht unbedingt gut auf das Sequel zu sprechen, wie er nun verriet: "Sie wollen einen Film mit Dwayne Johnson", so der 70-jährige Filmemacher. "Also haben diesen Titel ausgewählt. Sie scheren sich einen Dreck um mich oder meinen Film. Dieser Film war nicht mal ein Erfolg."

Damit spricht Carpenter an, was ohnehin im Vorfeld für Skepsis sorgte, denn nicht nur war Big Trouble in Little China von 1986 ein Flop, der Film ist auch so fest in den stereotypischen 80er-Grundfesten verankert, dass hier nicht mal eine Retro-Hommage möglich scheint. Zudem befand sich das Hollywood der 80er-Jahre in einer Aufarbeitungszeit in Bezug auf den Vietnam-Krieg: Asiaten jeglicher Herkunft galten als modische und exotische Feindbilder etwa in Michael Ciminos Im Jahr des Drachen. Diese Zeit ist nun wirklich lange vorbei.

Entmutigen muss sich das Filmteam des Sequels aber nicht, denn vielleicht hat Carpenter nur eine so schlechte Meinung, weil er schon einmal eine schlechte Erfahrung machen musste mit dem Remake zu Halloween. Aber eher eine menschliche: "Er hat über mich gelogen", polterte Carpenter über eine TV-Dokumentation, in der Rob Zombie, Regisseur des 2007er Remakes zu Halloween, sagte, dass Carpenter ihm gegenüber abweisend gewesen sein soll. "Er sagte, ich sei sehr kalt zu ihm gewesen, als er mir mitteilte, dass er ein Remake zu Halloween machen würde. Es könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Ich sagte, 'Mach es zu deinem Film, es gehört nun dir, Bruder. Mach dir um mich keine Sorgen.' Ich war unglaublich unterstützend. Weiß Gott, warum dieses Stück Scheiße gelogen hat."