Regisseur Brad Bird, der 2011 einen großen Hit mit Mission Impossible: Phantom Protokoll landen konnte, befindet sich derzeit in den Dreharbeiten zum streng geheimen Disney-Projekt Tomorrowland. Ein Sci-Fi-Film, geschrieben und produziert von Damon Lindelof und in den Hauptrollen mit George Clooney und Hugh Laurie besetzt. MI: Phantom Protokoll war sein erster Film mit echten Darstellern. Zuvor war Bird eher für seine Disney-Pixar-Animationsfilme wie Die Unglaublichen oder Ratatouille bekannt. Momentan scheint Pixar vielen seiner Erfolgsfilme ein Sequel zu spendieren. So startet dieses Jahr Die Monster AG 2: Die Monster Uni und Cars bekommt mit Planes sogar eine Art Spin-off. Da ist es klar, dass Fans auch gerne eine Fortsetzung zu Die Unglaublichen sehen würden. Darüber scheint sich auch Bird im Klaren zu sein. Zudem verrät er, warum er Star Wars: Episode VII angelehnt hat.

Kino News - Brad Bird über die Fortsetzung zu Die Unglaublichen und warum er Star Wars: Episode VII abgelehnt hat

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Bird würde gerne ein Sequel zur Superhelden-Familie machen
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"Ich habe darüber nachgedacht, die Leute glauben, dass ich es nicht getan hätte, aber ich habe es," so Bird. "Weil ich diese Charaktere und diese Welt liebe." Er habe viele Ideen und glaube von vielen Elementen, dass sie in einem weiteren Film sehr gut funktionieren würden. Er müsse sie nur alle aufeinander anpassen. Wenn das gelinge, wäre er definitiv dabei. "Ich mag die Idee, bei Filmen etwas schneller voranzukommen. Ich schaue mich nach Wegen um, das Tempo etwas anzuziehen und einen Weg zu finden, die kreative Kontrolle über all diese Filme zu behalten, so dass ich mit den Endresultaten zufrieden bin, aber dennoch das Ganze etwas beschleunigen zu können und mehr aus ihnen herauszuholen."

So stelle er sich das wie einen großen Flugzeughangar vor, auf dessen Boden alle seine Projekte ausgebreitet liegen würden, und die alle bereits zur Hälfte in seinem Kopf existieren. Er müsse sich den Projekten zuwenden, bei denen die Leute gewillt wären, zu zahlen und für die er sich am meisten interessiere.

Interessant dürfte sein Grund für die Ablehnung des Regiepostens bei Star Wars: Episode VII sein. Wenn selbst J.J. Abrams von diesem Job schwärmt und Feuer und Flamme für das Projekt ist, erscheint die Entscheidung von Bird, das Projekt abzulehnen doch recht unverständlich. Vor allem, weil er ganz zu Beginn der favorisierte Kandidat für Disney und George Lucas war.

"Ich kenne Kathy (Kennedy) schon eine Weile und ich kenne George (Lucas). Und sie sind zu mir gekommen. Aber das Problem war, dass der Zeitplan, den sie im Kopf hatten, einfach unmöglich zu bewerkstelligen war. Es sei denn, ich hätte Tomorrowland fallen lassen. Und ich war schon sehr tief in diesen Film involviert zu der Zeit. Es ist leicht, 'Dann pausiere es doch einfach' zu sagen. Aber man kommt jetzt damit voran, man weiß nicht, ob man später in der Lage sein wird, fortzufahren. Vielleicht trifft das auf Filmemacher wie Cameron oder Spielberg zu, aber ich muss den Schwung nutzen. Wir hatten eine kritische Masse erreicht, bei der alle Möbel durcheinander geflogen wären, hätten wir den Zug angehalten. Ich möchte diesen Film wirklich sehen. Ich liebe die 'Star Wars'-Filme, und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was J.J. macht, aber es bedeutete auch, dass ich einen Traum aufgeben musste, um einen anderen Traum zu verfolgen. Ich habe das Gefühl, dass wir (mit Tomorrowland) etwas ganz besonderes und einzigartiges schaffen."

Eine mutige Entscheidung von Bird, nicht den einfachen und ausgetretenen Pfad zu wählen und ebenfalls einen 'Star Wars'-Film zu drehen, obwohl er selber ein großer Fan des Franchises ist, sondern sich auf sein ehrgeiziges Projekt Tomorrowland zu konzentrieren, das derart geheim ist, dass man momentan wirklich nur mutmassen kann, worum es in diesem Film gehen soll. Interessanterweise ist Tomorrowland auch als 1952 bekannt. Und 1952 gab es in den USA vermehrt angebliche Ufo-Sichtungen. Ob Tomorrowland also auch die geheime Militärbasis Area 51 behandeln wird?