„Kingsman“ ist eine der neuesten Comic-Verfilmungen. Abseits der großen Superhelden von DC und Marvel gibt es immer wieder Comic-Adaptionen, denen man auf dem ersten Blick gar nicht ankennt, dass sie tatsächlich auf Comics basieren. Zehn der schönsten und interessantesten Filme haben wir hier für euch zusammengefasst. Natürlich gibt es noch weit mehr. Erwähnenswert sind u.a. „Ghost World”, “I, Frankenstein”, “Josie and the Pussycats”, “The Losers”, “Surrogates”, “Virus” und “Shootout”.

10. Geschichte der Gewalt

A History of Violence (2005)

Erzählt wird von dem zurückgezogen lebenden Tom Stall, der ein kleines Café besitzt und ein beschauliches, glückliches Leben mit seiner Familie führt. Bis zwei Männer beschließen, den Laden zu überfallen und die Zeugen zu beseitigen. Dies ist die Stunde von Tom Stall, der über sich selbst hinauswächst und beide Männer tötet. Über Nacht wird Tom zum Helden, über den landesweit berichtet wird. Doch damit zieht er die Aufmerksamkeit der falschen Leute auf sich. Vertreter des organisierten Verbrechens tauchen in Millbrook auf und suchen nach einem gewissen Joey – sie glauben, ihn in Tom gefunden zu haben.

Comic-Verfilmungen - 10 Comic-Filme, die nicht gleich als solche erkennbar sind

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Bis zu diesem Punkt bleibt der Film, geschrieben von Josh Olson, der Vorlage unheimlich treu. Mit geringen Abweichungen ist die Geschichte für zwei Drittel der Laufzeit dieselbe, bevor der Film in eine andere Richtung davon prescht, eine Entscheidung, die notwendig wurde, da der Streifen sonst zwei- oder dreimal solange geworden wäre. Aber die Veränderungen haben dem Film nicht geschadet. Im Gegenteil, die Geschichte wird noch einen Tick intimer und packt den Zuschauer noch mehr.

Als David Cronenberg das Drehbuch in die Hand bekam, wusste er nicht, dass es auf einem Comic basierte. Er las es und sah darin das Potenzial, ein paar Fragen aufzuwerfen und sie im Raum stehen zu lassen, so dass das Publikum selbst gefordert ist, seine Antwort zu finden. Was sich Cronenberg bot, war und ist eine Geschichte, die die Funktion und Wirkung von Gewalt untersucht, und zeigt, wie sie in eine ganz normale Welt einbrechen und alles für immer verändern kann. Umso eindringlicher werden die kurzen Gewaltausbrüche des Films, weil sie ohne Verniedlichung auskommen. Gewalt ist kurz, schnell, tödlich – und sie hat keinerlei ästhetischen Anreiz. Bedient man sich ihrer, dann, um das eigene Leben oder das der Familie zu retten, und das so konsequent es nur geht.

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