Die Anarcho-Comicverfilmung Kick-Ass schlägt sich nach wie vor recht solide an den Kinokassen, wenn das bisherige Einspielergebnis auch etwas hinter den Erwartungen der Produzenten und des Comicautoren zurückbleibt. Das liegt aber sicherlich nicht daran, dass der Film nicht knackig und pointiert genug ist, denn dafür hat Regisseur Matthew Vaughn gesorgt, als er fast 20 Minuten Material rausgeschnitten hat.

Der Film sollte kurz und knackig bleiben - gibt es in Zukunft einen Extended Cut?

Laut Vaughn waren die Szenen unterhaltsam und auch nicht fragwürdig, haben aber weder zum Tempo noch der Gesamtlänge des Films gepasst. "Es gibt ungefähr 18 Minuten (geschnittenes) Material, das echt gut ist. Wenn der Film ein Erfolg wird, mach ich einen Extended Cut. Das Problem mit diesem Film ist, dass ich versucht habe, ihn knackig und kurz zu machen, denn ich denke, dass Filme mittlerweile viel zu lang geworden sind."

Vaughn hatte im Vorfeld die längere Version für den Release in Betracht gezogen. "Ich hatte eine Version, die 20 Minuten länger war und sagte 'Wisst ihr was? Das ist überladen. Lasst uns lieber einen Film machen, der frisch und voller Energie ist, und wenn die Leute dann mehr wollen, dann pack ich halt mehr rein.'"

Vaughn nannte auch einige Szenen, die rausgenommen wurden, unter anderem "drei Szenen mit Hit-Girl und Big Daddy. Es war allerdings wirklich schwer, die beidenrauszubekommen, weil sie so beliebt sind." Außerdem nicht in der Kinofassung zu sehen ist "eine extrem lustige Groupie-Sexszene mit Red Mist und Kick-Ass, die sich im Grunde benehmen wie Mötley Crüe mit zwei Mädels - es war wirklich witzig zu drehen und anzuschauen, jedoch abermals nicht geeignet für das Tempo des Films."