In einem Interview mit Slashfilm und Empire sprach Regisseur Colin Trevorrow über die verrückten Ideen, die man teilweise schon im Trailer sehen konnte, und erklärt, was es mit dem weißen Hai, genmanipulierten Hybriden und domestizierten Raptoren auf sich hat.

Jurassic World - Regisseur Colin Trevorrow spricht über die verrückten Ideen von Jurassic World

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Star-Lord und sein Raptoren-Rudel
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Als Universal Pictures zur Überraschung aller den ersten richtigen Trailer zu Jurassic World früher als sonst veröffentlichte, war die Freude bei Filmfans und Jurassic Park-Fans im Speziellen groß. Doch nicht alle zeigten sich so begeistert von diesem ersten Trailer. Einige fanden ihn sogar ausgesprochen kindisch, idiotisch und völlig verrückt. Vor allem die Tatsache, dass ein genmanipulierter Hybrid im Jurassic World Amok läuft, und Owen ihn wohl mithilfe von treudoofen Raptoren zur Strecke bringen will. Zumindest deutet das eine Szene im Trailer an. Allein bei dieser Ahnung schrillten bei vielen bereits die Alarmglocken, wähnen sie sich bei dieser Idee doch glatt in einem Mockbuster. Ist Jurassic World etwa doch nur eine Parodie der Jurassic Park-Trilogie?

Nicht wirklich, wie Regisseur Colin Trevorrow mitteilt. Man habe im Film nichts untergebracht, was es so nicht auch schon in Autor Michael Crichtons Romanen zu finden gibt. Der Hybrid in Jurassic World sei auch keinesfalls etwa ein Mutant, ein Tentakelmonster oder dergleichen, sondern ganz einfach ein Dinosaurier, der wie die anderen Saurier genetisch gezüchtet wird. Er könne aber verstehen, wenn Fans skeptisch sind.

"Wir wurden alle von neuen Filmen bestehender Geschichten enttäuscht, die wir lieben. Aber bei all diesem Gerede davon, dass Filmemacher 'unsere Kindheit zerstören', vergessen wir, dass genau jetzt die Kindheit von jemand anderes ist. Es ist ihre Zeit. Und ich muss etwas erschaffen, das sie an den Ort geleiten kann, an den jene älteren Filme uns geleitet haben. Es mag nicht auf dieselbe Art und Weise geschehen, wie es alle erwarten mögen, aber es ist die Art und Weise, wie ich denke, dass es geschehen muss", so Trevorrow.

Und bei allem Spott und Hohn muss man doch eingestehen, dass es weitaus schlimmer hätte kommen können. Frühere Skizzen deuteten sogar auf eine Story hin, in der Dino-Mensch-Hybriden existierten. Und Trevorrow verspricht, dass es genügend echte Dinosaurier geben wird. Doch der Mensch giere nun mal immer nach der nächste Stufe, nach the next big thing. Und die Focus-Gruppe wolle nun mal etwas größeres als einen T-Rex. Und das sollten sie auch kriegen.

Die Idee für den Mosasaurus, dem Meeressaurier aus dem Trailer kam Trevorrow und seinem Team bei einen der ersten Meetings. "Ich wusste nicht, ob Steven Spielberg oder Frank Marshall (Produzent) ein Unterwasser-Reptil eingeplant hatten, also schlug ich den Mosasaurus vor." Und was den Weißen Hai betrifft, der an den Mosasaurus verfüttert wurde, Trevorrow fand die Idee cool, dass einer der gefürchtesten Jäger der Moderne in Jurassic World als einfaches Futter verheizt wird. Er könne sich auch vorstellen, dass es eine gesamte Zweigindustrie gebe, in der Weiße Haie als Futter für Jurassic World gezüchtet würden.

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Und wieder schaffen sich die Menschen ihre Probleme selbst
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Und dann natürlich die Szene, die für die hitzigsten Gemüter sorgte: Domestizierte Raptoren, die neben Chris Pratts Charakter Owen herlaufen, während er selbst Motorrad fährt. So wie es die Szene andeutet, könnten die Raptoren durchaus trainierte und gezähmte Saurier sein, um etwa bei der Jagd zu helfen. Was sagt Trevorrow dazu? "Owens Beziehung zu den Raptoren ist kompliziert. Sie sind keine Freunde. Diese Tiere sind hinterhältig und gefährlich, und sie beißen dir deinen Kopf ab, wenn du einen falschen Schritt machst. Aber es gibt da draußen Männer und Frauen, die eine zarte Bande mit Raubtieren geknüpft haben. Das ist ein interessantes Gebiet für mich."

Fehlt eigentlich nur die eine entscheidende Frage: Wird man einen T-Rex sehen? "Darauf könnt ihr euren Arsch verwetten." Klingt doch schon mal gut, oder?