"Dinos gehen immer! Doch hätte Produzent Steven Spielberg auf dem Regiestuhl gesessen, wäre das vielleicht ein wahrhaft großer Film geworden." - Rajko Burchardt

Mehr als 14 Jahre lang kursierten die unterschiedlichsten Gerüchte. Es wurde berichtet über bestätigte und kurz darauf wieder verworfene Ideen und Drehbuchentwürfe, ins Gespräch gebrachte Regisseure und Besetzungsmitglieder, vor allem aber über angebliche Starttermine. Nun heißt „Jurassic Park 4“ schließlich „Jurassic World“ – und ist im Kern ein Remake von Steven Spielbergs Original.

Was natürlich bedeutet, dass sich dieser Film auf sicherem Terrain bewegt: Er möchte das überwältigende Gefühl von 1993 zurückbringen, als die Dinos erstmals so lebensecht wie möglich über die Leinwand donnerten. Und er möchte die richtigen Knöpfe drücken, um seine Figuren und uns schreien, rennen, staunen zu lassen wie beim ersten Mal.

„Jurassic World“ macht Spaß und er langweilt nicht. Sein dem Original nachempfundener Plot, die an Spielberg geschulten Actionszenen und deutlich von „Jurassic Park“ abgekupferten Figurenkonstellationen gehen den Weg des geringsten Widerstands – wissen also selbst dann noch zu gefallen, wenn sie gerade einmal nur halb so gut sind wie beim großen Vorbild.

Für einen Film jedoch, der eigene Pfade hätte beschreiten können, der mit verbesserter Tricktechnik und jahrelangen Drehbuchvorbereitungen im Rücken die Möglichkeit besaß, das eigene Franchise auf ein nächstes Level zu heben, ist „Jurassic World“ leider nicht viel mehr als solider Dienst nach Vorschrift. Eine neue Dinowelle jedenfalls wird er ganz bestimmt nicht entfachen.

Hier geht es weiter: "Jurassic Park 3D - Filmkritik: Wie vor 20 Jahren: Der beste Blockbuster des Jahres".

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