Jurassic World“ naht. Das heißt, findige B-Film-Produzenten wollen vom Dino-Hype auch profitieren. Dass man Filme dreht, die weniger Budget haben als der Caterer von „Jurassic World“? Geschenkt. Ein paar CGI-Dinos sind immer drin. Und nicht nur das. Für ein bisschen Klimpergeld bekommt man auch halbwegs bekannte Namen.

Jurassic City - Official Trailer

In dem Fall sind das Ray Wise und Vernon Wells. Beide Ex-Stars, die ein-, zweimal so etwas ähnliches wie ihre 15 Minuten Ruhm hatten. Im Fall von Wise kam dieser mit der Serie „Twin Peaks“, bei Wells muss man noch weiter zurückgehen. Er war der Endzeitkrieger mit dem Mohawk in „Mad Max 2“.

Jurassic City - Zu Hülf! Zu Hülf! Billige Computer-Saurier greifen an!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 5/81/8
Der Film erscheint am 29.05.2015 direkt auf Blu-ray und DVD.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Und dann hat man noch Robert LaSardo. Kennt ihr nicht? Kein Wunder, der Mann ist echt kein Star. Wenn ihr ihn seht, erkennt ihr ihn. Das ist der Typ, der ganzkörpertätowiert ist. Alle drei sind also Aktivposten von „Jurassic City“. Aber hat dieser Film sonst noch etwas zu bieten?

Raptoren in Los Angeles

In einem streng geheimen Labor kommt es – wie es das eben immer so tut – zu einem Unfall. Als wäre das noch nicht dramatisch genug, wird in diesem Labor an Dinosauriern geforscht. Und dank des Unfalls kommen ein paar Raptoren frei. Natürlich möchte man den Ausbruch eindämmen, bevor zu viele Menschen gefressen werden.

Also schickt man eine Spezialeinheit los, die die Dinosaurier in die ewigen Jagdgründe schicken soll. Dumm nur, dass das allenfalls halbwegs funktioniert. Oder anders gesagt: Die Viecher machen sich aus dem Staub und fallen über die Stadt her.

Jurassic City - Zu Hülf! Zu Hülf! Billige Computer-Saurier greifen an!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 5/81/8
Fliegt da .... ein Kopf?!
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Da trifft es sich doch gut, dass junge, knackige Studentinnen, die so heftig Party gemacht haben, dass die Polizei sie mit aufs Revier genommen hat, zusammen mit einigen mehr oder minder gefährlichen Knastbrüdern parat ist. Denn es ist halt so, wie es in dieser Art Film immer ist: Ob ausgebildet oder nicht, Monster kann schließlich jeder bekämpfen.

Lahmarschiger B-Film, spannungsarm, mies getrickst, einfach nur Zeitverschwendung.Fazit lesen

Tolles Cover

Schon zu Videothekenzeiten wusste man, dass ein geiles Cover die halbe Miete ist. Aus Sicht des Verleihers. Aus Sicht des Kunden wurden Erwartungen geweckt, die die grottigen Filme nie halten konnten. An der Masche hat sich in den letzten 30 Jahren auch nichts geändert. Heißt: Das Cover von „Jurassic City“ sieht super aus, aber lasst euch davon nicht täuschen. Im Film gibt es computeranimierte Dinosaurier, die wirklich mies getrickst sind.

Sie scheinen schwerelos zu sein, die Textur ihrer Haut ist glatt und unglaubwürdig und wenn das Blut spritzt, dann sieht das alles erst richtig nach Amiga der Generation Asbach-Uralt aus.

Jurassic City - Zu Hülf! Zu Hülf! Billige Computer-Saurier greifen an!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 5/81/8
"Jurassic City" - Asylum-Niveau lässt grüßen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Spannung, die Spannung

Bestimmt kam man sich besonders clever vor, dass man bei „Jurassic City“ nicht nur die äußere Bedrohung durch die Raptoren, sondern mit den Knackis auch noch jede Menge innerer Bedrohung zu bieten hat.

Noch dazu, da man es echt selten sieht, dass ein paar Schicksen, die allesamt schauspielerisch die Ausdrucksfähigkeit eines Holzbalkens haben, gemeinsame Sache mit supergemeinen Häftlingen machen müssen.

Bilderstrecke starten
(54 Bilder)

Oh, und was die Holzbalken betrifft. Bei denen entschuldigen wir uns für den Vergleich. Er ist unfair dem armen Holz gegenüber. Die Mädels hier sind noch weit schlimmer. Allerdings haben sie auch Dialoge zu meistern, bei denen sich im Grunde der Magen zusammenzieht, bevor man sie ausgesprochen hat, weil sich der Körper weigert, solchen Schwachsinn von sich zu geben.

Aber gut, das ist zumindest für ein bisschen unfreiwillige Komik gut. Davon findet man hier aber eh ausreichend, denn „Jurassic City“ ist einfach ein in jeder Hinsicht hingerotzter Film.