Christian Ulmen schlüpft seit Jahren in die verschiedensten Rollen: Vom großkotzigen Snob Alexander Eich, über den einfältigen und nerdigen Uwe bis hin zum Slacker Herr Lehmann. Nun folgt „Jonas“, der dort weiter macht, wo „Mein neuer Freund“ aufgehört hat. Diesmal wird jedoch eine ganze Schule hinter‘s Licht geführt.
80 % Doku, 20 % Spielfilm: Experimentelle Verhaltensstudie für Hobby-Analytiker und Ulmen-Fans. Fazit„Jonas“ ist die neuste Schöpfung von Comedian und Schauspieler Christian Ulmen. Als solcher macht Ulmen genau das, was er am besten kann: Er erschafft eine fiktive Figur, lässt diese auf die Realität los und führt damit alle an der Nase lang – jetzt sogar in Spielfilmlänge.
Der etwas einfältige Jonas ist ein 18-jähriger Schüler. Diagnose: Dauersitzenbleiber. Die Paul-Dessau Gesamtschule in Brandenburg bietet ihm seine letzte Chance auf einen Schulabschluss, die er nicht vermasseln darf. Daher kommt er als neuer Schüler in eine 10. Klasse, die ihn herzlich aufnimmt. Hier erlebt Jonas alles, was einen typischen Schüler im pubertären Alter beschäftigt: Partys, Alkohol, Liebe, Freundschaft, nervigen Unterricht – und Rock’N’Roll.
Seine große Schwierigkeit: Mathe! Seine Leidenschaft gilt hingegen der Musik. Darüber lernt Jonas auch seine große Liebe kennen: Frau Maschke, die Musiklehrerin. Ihretwegen startet der Sitzenbleiber spontan ein Bandprojekt mit seinen Schulkameraden, das ihn allerdings viel Zeit kostet, die er eigentlich dringend zum Mathepauken bräuchte…
"Feuerzangenbowle 2011": Christian Ulmen geht zurück an die Schule.So normal wie all das jetzt klingt, ist es aber gar nicht: Der Film wurde an einer echten Schule, mit echten Schülern und Lehrern gedreht, die sich zwar darüber bewusst waren, dass ein Kamera-Team sie rund um die Uhr beobachtet, aber nicht genau darüber informiert wurden, was tatsächlich hinter diesem Projekt steckt. Auch über die wahre Identität von Jonas wusste niemand Bescheid, der erst eine Woche nach Drehbeginn an der Schule auftauchte, um nicht zu sehr aufzufallen.
Natürlich gab es immerzu das Risiko, dass jemand Christian Ulmen erkannte, Angst davor hatte dieser aber nicht: „Bereits bei den Dreharbeiten zu ‚Mein neuer Freund‘ habe ich festgestellt, dass es für das menschliche Gehirn schlichtweg unmöglich ist, dauerhaft zwischen zwei Persönlichkeiten – nämlich dem Schauspieler auf der einen und dem dargestellten Charakter auf der anderen Seite – zu differenzieren.“ Zumindest haben die Schüler und Lehrer Ulmen während der Dreharbeiten scheinbar als Jonas akzeptiert.
Scripted Reality: Alle Reaktionen sind echt, trotzdem waren sich alle Beteiligten der Kameras bewusst.Dafür war es aber auch notwendig, dass Jonas nicht zu sehr provoziert. Ulmen und Regisseur Robert Wilde hatten deswegen vor, nicht wie bei Ulmens sonstigen Charakteren Chaos auszulösen und die Mitmenschen in unliebsame Situationen zu manövrieren, sondern hauptsächlich zu beobachten. Dadurch wirkt der Film auch trockener als die anderen Werke des bekannten Verwandlungskünstlers, aber keineswegs uninteressanter. Vielmehr werden hier hintergründig einzelne Abläufe im Schulalltag genauer unter die Lupe genommen.
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Hier in Österreich läuft er erst am 20."Jänner" an und ich bin garantiert einer der ersten, die sich eine Karte dafür holen.
Kristall-Rainer aka Fanta-Rainer, man wie ich mich weglach wenn ich diesen Ausspruch höre^^
ich weiss nicht
ich habe wirklich respekt vor dem was er macht, aber angucken?
ich will beim zugucken am liebsten weggucken ... und das verträgt sich irgendwie nicht so gut.
www.myspass.de/.../mein-neuer-freund
Im Fernsehprogramm wäre der Film allerdings komplett fehl am Platz gewesen, das wäre zwischen der ganzen schlechten Scripted Reality doch total untergegangen.