Nach langer Zeit ist Keanu Reeves wieder in einer Rolle zu sehen, die ihm wie auf den Leib geschneidert ist: als kompromissloser und effektiver Action-Held. Der, und das ist eine der Stärken von „John Wick“, aber nicht simpler Schwarzweißzeichnung unterliegt. John Wick ist ein Killer, und er ist ein gebrochener Mann.

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Die Geschichte des neuen Action-Thrillers ist nicht besonders originell, in Variationen hat man sie schon häufig gesehen, aber selten ansprechender als hier.

Das Kuriose ist der Auslöser der Geschichte, denn kurz nach dem Tod seiner Frau, wegen der er aus dem blutigen Geschäft ausgestiegen ist, wird er wieder hineingezogen - weil ein Gauner seinen Hund tötet. Das letzte Geschenk, das ihm seine Frau gemacht hat, und das ihn daran erinnern sollte, nicht vom rechten Weg abzukommen.

John Wick - Wenn es den Schwarzen Mann gäbe, hätte er Angst vor John Wick!

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Der Film startet bei uns am 29.01.2015 in den Kinos.
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Aber dies ist nicht „Revenge for Jolly“, John Wick zieht nicht los, um die Hundemörder zu richten. Er will Rache für das, was man ihm genommen hat. Den Schimmer Hoffnung, der mit diesem Hund einherging.

Für das Leben eines Hundes

John Wick (Keanu Reeves) war einst der beste Auftragskiller der Branche, bis er der Liebe wegen ausgestiegen ist. Aber seine Frau wurde krank und starb, alles, was sie ihm hinterließ, war ein Hund und der Wunsch, dass er den fortan eingeschlagenen Weg weitergehen möge. Doch dann wird der Hund vom Sohn von Viggo Tarasofs (Michael Nyqvist) - Anführer des gefährlichsten Gangstersyndikats von New York - getötet. John will Vergeltung. VIggo macht sich Sorgen um seinen Nachwuchs, denn niemand ist so effizient wie John Wick. Darum setzt er auch einige Killer auf ihn an, darunter auch Johns alten Freund Marcus (Willem Dafoe).

Aber von John Wick wird nicht umsonst behauptet, dass selbst der Schwarze Mann vor ihm Angst hat. Er geht auf einen Rachefeldzug, wie ihn diese Stadt noch nie erlebt hat…

John Wick - Wenn es den Schwarzen Mann gäbe, hätte er Angst vor John Wick!

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John Wick (Keanu Reeves) ist eine lebende Legende.
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Knallhart

Die Geschichte hätte albern wirken können, es ist aber Reeves, der sie zusammenhält. Sein John Wick ist eine tragische Figur, aber auch ein gnadenloser Killer, der - manche Leute haben mitgezählt - 78 Menschen das Licht auspustet.

Das geschieht mit Stil, so dass man nicht anders kann, als Wick bei jedem neuen Schuss und jeden neuen Schlag anzufeuern. Reeves geht in der Rolle auf, er hat den Großteil seiner Stunts selbst gemacht. Das beinhaltet komplexe, aber faszinierende Shootout-Choreographien, aber auch Judo-Kampfeinlagen, die weniger wirken, als seien sie darauf geeicht, cool, sondern effektiv zu sein.

Die Kampfsequenzen sind exzellent gestaltet, keine Shaky-Cam, keine irren Schnitte, alles geradeheraus, so dass man dem Geschehen voll und ganz folgen kann.

The Great Wall - Action-Helden der 1980er Jahre

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Schon an der Art, wie sich John Wick bewegt, merkt man, wie effizient er ist. Er zielt immer auf den Kopf, und wenn das nicht geht, auf andere Körperteile, um sich eine freie Schussbahn auf den Kopf zu sichern.

Knallharter Action-Film nach klassischem Zuschnitt, und nicht nur für Hunde-Liebhaber.Fazit lesen

Faszinierend ist auch die Unterwelt, die der Film hier beschreibt, mit einem Hotel, in dem Auftragskiller absteigen und sicher sein können, weil es so etwas wie heiliger Boden ist, auf dem keine Geschäfte erledigt werden dürfen. Das hat Stil, das hat Flair, und natürlich wird das eherne Gesetz gebrochen.