Schon lange vor „Fist of Jesus“ gab es den Heiland schon auf heiliger Mission, nicht gegen Zombies, sondern gegen Vampire. Und zwar eine ganz bösartige Sorte, die sogar im Tageslicht unterwegs ist. Die Rede ist von „Jesus Christus Vampirjäger“, ein Film, der mit 13-jähriger Verspätung den Weg nach Deutschland gefunden hat. Ob man das nun gut findet oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, was man von einem Film erwartet.

Jesus Christus Vampirjäger - Trailer

Kurz gesagt, ist „Fist of Jesus“ der klar bessere Film, aber der hat auch den Vorteil, dass er nur gut 15 Minuten geht. „Jesus Christus Vampirjäger“ ist abendfüllend, hat damit aber eben auch Probleme, da die Struktur episodisch ist und der Erzählfluss nicht immer elegant daherkommt. Aber erst mal zur Geschichte.

Jesus ist wieder auf die Erde zurückgekommen. Das hat auch einen ganz besonderen Grund. Denn auf der Erde wandeln allerhand Vampire, gegen die Jesus nun ins Feld ziehen will. Aber das ist leichter gesagt als getan. Immerhin erhält er Hilfe und findet zusammen mit einer Freundin heraus, wie es den Vampiren gelungen ist, auch tagsüber aktiv zu sein: Sie ziehen Lesben die Haut ab und tragen diese auf.

Jesus Christus Vampirjäger - Weihnachten naht – und der Heiland killt Vampire!

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Der Film erscheint bei uns am 28.11.2014 auf Blu-ray und DVD.
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Jesus muss im Kampf mit den Vampiren ganz schön einstecken. Das deprimiert den Messias, aber so wie Moses einst Hilfe von einem brennenden Busch erhielt, erhält Jesus Rat von einem Kirscheis in der Schüssel. Er braucht Hilfe und bekommt diese auch. Es dauert nicht lange und der mexikanische Superheld Santos schließt sich Jesus‘ Kampf an

Trashig

Man merkt „Jesus Christus Vampirjäger“ schon an, dass man es hier mit einer Amateurproduktion zu tun hat, die über zwei Jahre hinweg an Wochenenden gedreht worden ist. Damit einher geht natürlich, dass die Geschichte nicht immer einer geraden Linie folgt. Manche Ideen scheinen sogar derart, als hätte man sie sich erst während dieser langen Produktionszeit ausgedacht, so wie die Hinzunahme von Santos.

Packshot zu Jesus Christus VampirjägerJesus Christus Vampirjäger

Der ist zugleich eine Hommage an die in Mexiko erfolgreichen Filme mit dem Wrestler-Superhelden, die hierzulande jedoch weitestgehend unbekannt sind. Die Kampfeinlagen nicht nur von Santos, sondern auch Jesus muss man wirklich gesehen haben.

Jesus Christus Vampirjäger - Weihnachten naht – und der Heiland killt Vampire!

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Mit neuer Frisur und in Turnschuhen gegen die Vampirbrut.
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Echte Choreographie gibt es nicht, hier wird aufeinander eingeprügelt, wie es normale Leute auch tun würden. Heißt: Cool sehen diese Kämpfe nicht aus, da hilft noch nicht mal ein flotter Schnitt etwas. Aber das trägt auch zum Charme dieses No-Budget-Films bei.

Irre Ideen

Sehr schön ist die Einlage, als Jesus von Atheisten angegriffen wird. Kung-Fu-Atheisten, gegen die Jesus mit hartem Schlag vorgeht. Es ist eine sehr lange Szene, die für den Rest des Films keinerlei Belang hat. Aber Jesus in seiner Kluft, jedoch mit Turnschuhen, wie er auf Bruce Lee macht … doch, das hat was. Noch dazu, da eine fetzige musikalische Untermalung gegeben ist.

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Andere Ideen sind nicht weniger irre. So gibt es eben das schon angesprochene Kirscheis, das mit Jesus spricht.

Albern, episodisch, kaum stringent, aber ein Spaß, wenn man auf Trashfilme steht.Fazit lesen

Aber wie kämpft man gegen Vampire? Hilfreich ist, gut zu essen. Am Optimalsten mit kräftig Knoblauchsauce. Damit ergibt sich quasi der Atem des Todes! Und wenn man kein Wasser zur Hand hat, das sich weihen lässt, dann muss es eben Bier tun. Weihbier.

Bonmots wie diese gibt es reichlich, so dass die Zeit bei dieser Trashgranate durchaus wie im Flug vergeht.