In einem Interview sprach Monica Bellucci über ihre Besetzung als vielleicht ältestes Bond-Girl aller Zeiten, wobei sie anmerkt, dass sie den Begriff Bond-Lady vorziehen würde.

Mit seiner Entscheidung, Monica Bellucci als Bond-Girl im kommenden James Bond 007: Spectre zu besetzen hat Regisseur Sam Mendes für viele ein Zeichen in Hollywood gesetzt: Dass auch Frauen jenseits der 40 noch als attraktive Gespielinnen besetzt werden können. Ein Umstand, der nicht allen Hollywood-Produzenten und -Studios bekannt zu sein scheint. Auf die Frage, was sie darüber denke, als Bond-Girl gecastet worden zu sein, antwortet Bellucci:

"Die Welt gehört den Männern. Männer haben das Sagen in allem: Journalismus, Schauspiel, Führungspositionen; in Banken, in der Finanzwelt und in den Lehranstalten. Alle Gesetze wurden von Männern gemacht. Männer denken, dass Frauen alt werden, wenn sie sich nicht mehr fortpflanzen können. Das ist nicht wahr! Frauen sind unglaublich. Deshalb denke ich, dass Sam Mendes eine große Revolution gestartet hat, indem er sich für mich, für eine erwachsene Frau entschieden hat."

Sie wisse zwar nicht genau, wie es um die Situation der Frau in Hollywood-Filmen bestellt sei, doch in Paris, wo sie wohnt und arbeitet, erhalten ältere Frauen wie Catherine Deneuve, Isabelle Huppert und Charlotte Rampling noch immer die Gelegenheit, starke und dennoch schöne Rollen zu spielen, auch wenn sie nicht mehr 20 seien.

Den Begriff Bond-Girl möge Bellucci allerdings nicht. "Ich kann nicht sagen, dass ich ein Bond-Girl bin, weil ich dafür viel zu erwachsen bin. Ich sage Bond-Lady, Bond-Frau. Aber ich bin stolz darauf, eine Bond-Lady zu sein."

James Bond 007: Spectre startet am 5. November dieses Jahres in den Kinos.