Aus den gestohlenen Daten und Emails aus dem Sony Pictures-Hack durch #GoP sind nun auch Details zum neuen James-Bond-Film Spectre ans Tageslicht gekommen. So soll das Budget des 24. Bond-Streifens weit überzogen worden sein.

Die erste Klappe zum neuen Bond-Film James Bond 007: Spectre ist erst am 8. Dezember gefallen und Bond Nr. 24 ist schon jetzt auf bestem Wege, der teuerste Bond-Film aller Zeiten, und sogar einer der teuersten Filme überhaupt zu werden. Wie es aus geleakten E-Mails heißt, die von der Hackergruppe #GoP beim Hackerangriff auf Sony Pictures gestohlen wurden, bewege man sich munter auf ein Budget von über 300 Millionen Dollar zu. Der letzte James Bond-Film James Bond 007: Skyfall hatte ein Budget von knapp 200 Millionen Dollar.

Zumindest sollen geleakte interne Memos des MGM Studios Präsidenten Jonathan Glickman darauf hinweisen, die er Anfang November verfasst haben soll und in denen er die Kosten zu senken gedenke. Darin heißt es, dass sich das Budget derzeit bei "um die 300 Millionen Dollar" befinde, und dass das Studio die Kosten auf drastische 250 Millionen Dollar herunterkürzen müsse.

Seine Ratschläge, um Kosten zu sparen:

  • "Villa in Rom? Es ist eine Szene bei Nacht, versucht sie stattdessen in London zu drehen."
  • "Es gibt Nahkämpfe auf einem Zug! Schon wieder! Aber verwendet weniger Waggons - drei statt vier."
  • "Vergesst das dramatische Finale im Regen. Das wird die Kosten für Spezialeffekte verringern."
  • Offensichtlich werden die Filmemacher dafür bezahlt, dass sie in Mexiko drehen: sie erhalten finanzielle Unterstützung, entweder von der mexikanischen Regierung oder von lokalen Fördertöpfen. Glickmans Rat hierzu lautet dementsprechend: Weitere sechs Millionen Dollar erhalten, indem man "die modernen Aspekte" Mexikos hervorhebt.

Des Weiteren schrieb Glickman, dass man erkannt habe, dass Spectre auf den vergangenen Filmen basieren müsse, wahrscheinlich meint er die Filme der Daniel Craig-Ära. "Und es gibt Erwartungen des Publikums, die wir erfüllen müssen. Dennoch müssen wir weiter kürzen", so Glickman. "Es geht hier aber nicht darum, den Film 'für 'n 'Appel un' Ei' zu produzieren."

Doch offensichtlich ist Produzentin Barbara Broccoli nicht ganz einverstanden mit Glickmans Sparkurs. In ihrer Antwort schreibt sie, dass sie in England weder die Villa noch den Friedhof finden könne und dass sie auch nicht die Anzahl der Waggons kürzen werde.

Hochinteressante Details also, die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Und jetzt ACHTUNG: SPOILERGEFAHR:

Aus den Mails geht auch hervor, dass es eine "böse lesbische Lady" geben wird. Und, was besonders wichtig ist, und schon länger in bisherigen Gerüchten behandelt wurde, wo Spectre ist, ist auch Ernst Stavro Blofeld.