Derzeit machen Gerüchte um eventuelle neue Bond-Darsteller die Runden. Damian Lewis soll ein heißer Kandidat sein. Idris Elba wurde von Bond-Autor Anthony Horowitz bereits ausgeschlossen. Doch offenbar darf man sich mit derlei Gedanken noch einige Jahre Zeit lassen. In einem Interview teilte Bond-Darsteller Daniel Craig mit, dass er noch einen weiteren Film machen werde.

Hartnäckig hielt sich das Gerücht, Daniel Craig könnte trotz eines Vertrags über fünf Filme bereits nach James Bond 007 - Spectre abtreten. Doch nach dem sensationellen Ergebnis von James Bond 007 - Skyfall konnte Craig einen neuen Deal über zwei Filme aushandeln, der ihm satte 31 Millionen Pfund einbringt. Und welcher klar denkende Mensch würde bei einer solchen Summe nein sagen? Außerdem habe er einfach zuviel Spaß daran, den Agenten zu spielen.

"Er ist ein Killer. Das Töten ist sein Beruf", so Craig über Bond. "Aber es ist eine Ehre, ihn spielen zu dürfen. Das gibt mir so einen Kick. Mit Casino Royale hatte ich die Gelegenheit, das Ganze auf null zu setzen. Auch wenn ich nicht behaupten würde, dass es einer Wiedergeburt gleichkam - was sich arrogant anhört - ich war schon vorher ein großer Bond-Fan. Aber ich konnte keinen Film machen, in dem ich nur meine Krawatte zurechtrücke und einen Martini trinke. Das wurde alles bereits getan. Es musste auf eine richtige Art und Weise geschehen. Und das taten wir. Für mich als Schauspieler ist das wichtig."

Tatsächlich waren nicht wenige schockiert über den rüpelhaften Macho-Bond, den Craig nach dem charmanten Brosnan-Bond auf die Leinwand brachte. Doch der Craig-Bond der Post-Bourne-Ära entsprach nun mal eher einem realistischen Agenten, was sich spätestens bei James Bond 007 - Skyfall auszahlte, als man sah, dass auch Bond langsam in die Jahre kommt. Und genau das liebe Craig, den inneren Konflikt und all die Schläge, die er jedes Mal einstecken muss.

Die Erfolgsformel sehe Craig dennoch nicht im Bond-Charakter selbst: "Man hält sich an das Sprichwort, dass eine gute Geschichte alles ausmacht. Und jagt jede halbe Stunde irgendwas in die Luft [Michael Bay perfektionierte zumindest letzteres mit alle fünf Minuten]. So wird das gemacht."

Zwar habe er Angst gehabt, dass er auf die Rolle festgenagelt werde, was bei einer Überfigur wie Bond durchaus der Fall sein kann, doch schlussendlich habe ihn die Rolle zu sehr gereizt. "Ich erinnere mich daran, gesagt zu haben, 'Wenn dies das letzte ist, was ich in meiner Karriere mache, dann wäre das okay', weil, kommt schon - es ist nicht die schlechtes Rolle."

Craig sei zwar weder stark noch ein Macho, also alles andere als Bond und es werde von Mal zu Mal schwerer, in Form zu kommen, aber "es wird auch leichter, weil ich weniger Stunts ausführe. Ich habe so viele gute Doubles. Ich habe noch einen weiteren Film in meinem Vertrag, aber ich werde keine Prognose wagen. Diese Filme werden nicht oft gemacht. Es ist erst das vierte Mal für mich. Wenn dich ein Film dieser Größenordnung mit diesem Cast und Sam Mendes nicht begeistert, solltest du nach Hause gehen."

James Bond 007 - Spectre startet am 5. November dieses Jahres in den Kinos.