Es ist eine Nachricht, die unter Fans kontrovers diskutiert wird: Danny Boyle, seines Zeichens Regisseur der wilden Trainspotting-Filme, soll Bond 25 verantworten.

Der neue Bond lässt ganz schön auf sich warten

Hinter den Kulissen von Bond muss es momentan fast genauso spannend zugehen wie in den Bond-Streifen selbst: Wie es heißt, haben sich die Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson zu einem ziemlich radikalen Schritt auf der Suche nach einem Regisseur und einem Drehbuch entschieden. So sollen sie das Drehbuch der Langzeit-Bond-Autoren Neal Purvis und Robert Wade (Die Welt ist nicht genug, Stirb an einem anderen Tag, Casino Royale und Skyfall) abgelehnt haben.

Stattdessen soll nun ein Team für den nächsten Bond verantwortlich zeichnen, das man bislang so gar nicht auf dem Schirm hatte: Danny Boyle und John Hodge. Die beiden sind etwa für ihre Trainspotting-Filme bekannt. Boyle und Hodge bewiesen mit dem unterhaltsamen Thriller Trance - Gefährliche Erinnerung zwar auch ihre Suspense-Qualitäten, dennoch ist diese Wahl ziemlich ungewöhnlich für die doch eher konservativ agierenden Bond-Produzenten Broccoli und Wilson. Das hat in der Tat die gleichen Dimensionen wie Quentin Tarantino als Regisseur eines R-Rated-Star-Trek-Filmes. Offenbar war die Idee, die Boyle während seiner Zusammenarbeit mit Bond-Darsteller Daniel Craig bei den Vorbereitungen für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London 2012 ersann, so gut, dass er sofort mit der Arbeit an einem Drehbuch beauftragt wurde.

Sollte das Drehbuch schließlich genommen werden, würde Boyle auch die Regie führen. Falls dem nicht so sein sollte, wollen Broccoli und Wilson wieder auf das Drehbuch von Purvis und Wade zurückgreifen und die Regie einem der drei Kandidaten Denis Villeneuve, David Mackenzie und Yann Demange anvertrauen. Klingt nach einem gewagten Spiel, das das ohnehin überfällige Projekt nochmal einige Monate hinauszögern wird. Aber geht es auf, könnte Daniel Craig in seinem vermeintlich letzten Auftritt als Bond einen Abgang machen, wie kein Bond zuvor.