Ein weiteres, ereignisreiches Kinojahr neigt sich dem Ende und wir bei gamona wollen das Jahr gerne noch einmal Revue passieren lassen. Welche Filme haben uns wirklich die Socken ausgezogen und bei welchen Streifen mussten wir in den Zweikampf mit der Müdigkeit treten? ... Folgt unserem Ressortleiter Gumpi, Urgestein Martin Beck, dem schreibwütigen Peter Osteried und dem Experten für wirklich anspruchsvolle Filme, Rajko Burchardt und vielleicht können wir euch ja noch die eine oder auch andere Perle ans Herz legen und vor absoluten Fehlgriffen bewahren. Wir wünschen viel Spaß mit unserem Jahresrückblick 2014.

Gumpi erinnert sich an 2014

Platz 5: Captain America 2: The Return Of The First Avenger
Obwohl ich ein großer Fan des Marvel Cinematic Universe bin, kann man schlecht leugnen, dass diese Filme nach einem schlichten 08/15-Schema gestrickt werden und die Figuren meist ausnahmslos austauschbar sind. Eine angenehme Abwechslung bot da der zweite Teil mit Captain `Murica in der Hauptrolle. Der Film schlägt nicht nur im Vergleich zu den anderen Marvel-Filmen neue und mutige Wege ein, sondern vor allem im Vergleich zum ersten Abenteuer des Captains. Das gefällt.

Platz 4: Wir sind die Neuen
Eine kleine, deutsche Tragikomödie, die gefühlvoll die volle Bandbreite des menschlichen Seins und Miteinander behandelt und mit einem Augenzwinkern aufzeigt, dass wir alle uns gar nicht so unähnlich sind. Wer Barrieren überwindet und die schönen Seiten des Lebens genauso akzeptiert wie die schlechten, kann ein glücklicher Mensch und zufrieden mit sich selbst werden. Wie man das definiert, ist jedoch eine Frage des Blickwinkels. Wie alles im Leben. Ein schöner Film zum abschalten und gut sein lassen.

Jahresrückblick: Kino - Lasst das mal die Papas machen! Hier sind sie: die persönlichen Tops und Flops der Redaktion des Filmjahres 2014

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Zum Glück arbeiten bei gamona nur Profis.
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Platz 3: The Wolf of Wall Street
Hin- und hergerissen zwischen einer abartig wirkenden Sympathie für Börsenmakler Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) und der totalen Abscheu allem gegenüber, für was diese Person steht, ist dieser Film eine schreckliche Achterbahnfahrt der Gefühle und ein schmieriger Spiegel für die Gesellschaft. Tolles Drehbuch, super Schnitt und erstklassige Arbeit von den Schauspielern. Unbedingt empfehlenswert.

Platz 2: Drachenzähmen leicht gemacht 2
Wenige Animationsfortsetzungen haben eine gescheite Geschichte zu erzählen oder generell irgendwelche eigenen Ideen. Trotz allerlei Logikfehler schafft es der zweite Teil von Drachenzähmen jedoch, mutig neue Wege zu gehen, die Welt, in welcher diese Geschichte spielt, sinnvoll und spannend zu erweitern und dem Publikum eine schöne Mischung aus Altbekannten und Neuem zu bieten.

Platz 1: Saving Mr. Banks
Letztes Jahr war dieser Film noch mein Platz 1 der Streifen, die ich dieses Jahr unbedingt sehen muss. Im Januar 2014 wurde ich dafür nicht enttäuscht. Die gefühlvolle Geschichte rund um die Erfinderin von Marry Poppins, P.L. Travers, ist eine Reise in die Kindheit und ein Auf und Ab der Gefühle. Emma Thompson und Tom Hanks liefern eine absolute Glanzleistung ab, während sich Trauer und Freude in diesem Film die Klinke in die Hand geben.

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"Saving Mr. Banks" ist Gumpis #1 2014.
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Gumpis Aufreger des Jahres

Ein Trailer. Eine News. Eine Aussage von irgendeinem Schauspieler, Produzenten oder was-weiß-ich. Und schon werden die Finger auf die Tasten gehämmert, die Lästerzungen brennen und Spott und Galle erbrechen sich über Film und Macher. Von
nichts eine Ahnung haben, aber zu allem eine Meinung. Wer einen Film nicht gucken will, soll es nicht tun. Wer Informationen nicht mag, kann dies gerne kundtun. Doch wer urteilt, beleidigt und denunziert, ohne den Kern eines Fakts in den Händen zu halten, einfach, weil seine Wünsche und Hoffnungen nicht vom Rest der Welt geteilt werden, wird hiermit aufgefordert, seinen faulen Hintern zu erheben und es besser zu machen. Kauft euch eine Kamera, legt los und freut euch, wenn die Welt auf euer Machwerk reagiert.

Gumpis magischer Kinomoment

Wenn man selber merkt, dass man das 1x1 erfolgreicher Blockbusterfilme so langsam doch zur Gänze durchschaut glaubt und genau weiß, zu welchen Szenen das Publikum "Aaaah" und "Ooooh" macht. Wann sie lachen. Schlucken müssen. Oder einfach nur gelangweilt auf die Leinwand starren. Dann macht das viele "Hirn aus"-Filme zwar völlig wert- und unterhaltungslos, doch auch auf eine gewisse Weise amüsant. Der Spaß liegt darin, sich von langweiligen und ideenlosen Filmen nicht den Tag vergiften zu lassen, sondern sie auseinander zu nehmen und sich einen kleinen Scherz zu erlauben, den man in diesem Moment ganz alleine lustig findet.

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Demnächst übernimmt Gumpi übrigens die Rolle des Deadpool. Der Film wird nur in wenigen, ausgesuchten Kinos gezeigt und ist völlig hirnlos.
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Auf diesen Film freut sich Gumpi 2015 am meisten

"Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht": Ja. Ja, ich weiß. Und dennoch. Oder gerade deswegen. Ich glaube einfach, dass Mister Abrams und Disney genau die beiden Punkte darstellen, die einer echten Fortsetzung gefehlt haben. Großer Respekt vor der Materie und fabelhafte Ideen treffen auf die Erfahrung und das Geld. Vier Dinge, die man für ein Projekt dieser Größenordnung braucht. Ich bin gespannt, ob ich enttäuscht oder bestätigt werde.

Martin blickt auf das Filmjahr 2014 zurück

Martins Platz 5: Die Karte meiner Träume
Gott, was für ein schöner, lebendiger, warmer und intelligenter Kinderfilm (?). Ein bisschen so, als würde das Skurrilitätenkabinett eines Wes Anderson eine breit lächelnde Seele bekommen. Eigentlich hatte ich ja Regisseur Jean-Pierre Jeunet schon fast aufgegeben, der war lange Jahre auch in einem Skurrilitätenkabinett gefangen, doch „Die Karte meiner Träume“ hat mir wieder die glasigen Augen beschert, die ich damals bereits bei „Amelie“ hatte. Einfach nur schön!

Martins Platz 4: From Vegas to Macau
Apropos schön – das genaue Gegenteil lautet „From Vegas to Macau“ und ist eine nur noch am Rad drehende Neujahrskomödie aus Hongkong, die meinem schlummernden Faible für durchgeknallten Turboquatsch neuen Zunder gegeben hat. Wenn Hongkong richtig gut ist, dann hat das nichts mit richtig gut zu tun, sondern mit wilden Grimassen, plumpen Gags, unmöglicher Action, einer durch alle Genrebetten brennenden Geschichte und absolutem Höllentempo. Dass Chow Yun-fat hier erneut als „God of gamblers“ zu sehen ist, qualifiziert die Gänsehaut auf dem knallbunten Geburtstagskuchen.

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Nach langer Zeit schreibt Martin endlich wieder für gamona. Zeit, das mit einem satanischen Ritual zu besiegeln.
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Martins Platz 3: Interstellar
Man sollte eigentlich erwarten, dass die Größe von „Interstellar“ genormte Marvel-Bahnen bedingt, oder zumindest das Endlos-Gequatsche von Sandra Bullock in „Gravity“ aufgreift, doch oh Wunder: Herausgekommen ist dabei ein wunderbares, absolut fesselndes Kinoerlebnis, beseelt von einem abenteuerlustigen Entdeckergeist, der sich von Matthew McConaugheys Figur direkt auf Christopher Nolan und den Zuschauer überträgt. Ja, am Ende wird’s etwas sehr pathetisch, doch zuvor sitzt man im IMAX-Himmel und erkennt eine eigene Handschrift. Eigentlich ein Widerspruch in sich, oder?

Martins Platz 2: Die große Schönheit
Pures Lebensgefühl, in Film gegossen. Regisseur Paolo Sorrentino zelebriert eine unpackbar charmante Hommage an römische Dekadenz, drapiert in einen quasi gemalten Bilderrausch, der wehmütige Nostalgie verbreitet ... und dabei die irrsten Partys feiert, auf die man niemals eingeladen wird. Zwei Stunden im tiefenentspannten Fluss der italienischen High Society, umgeben von perfekt passenden Anzügen und lakonischer Lebensfreude. Wahrlich, ein großer Traum!

Martins Platz 1: Snowpiercer
Mutig, visionär, überraschend, spannend, witzig, fordernd und natürlich mächtiges Spektakel. Regisseur Bong Joon-ho treibt das mit dem scheinbaren Gegensatz von Größe und Inhalt, den Christopher Nolan immerhin überhaupt herausfordert, so weit auf die Spitze, bis auch dem gelangweiltesten Dauerseher eine filmische Stromladung die Netzhaut poliert. Wie geht das denn überhaupt, in einem Film sowohl Captain America höchstpersönlich als auch so etwas Unglaubliches wie diese Fischszene unterzubringen? „Snowpiercer“ ist ein Meisterwerk, viel mehr gibt es hier eigentlich nicht sagen.

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"Snowpiercer" ist Martins #1 im Jahr 2014.
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Martins Aufreger des Jahres

Nein, so "richtig" schnauben möchte ich gar nicht mehr, nicht in meinem gesetzten Alter, aber der hemmungslose Jubel über diese generischen Marvel-Blockbuster geht mir immerhin auf die Ketten. Was genau muss eigentlich noch passieren, bis mal jemand erkennt, dass selbst „Guardians of the Galaxy“ nach einer faden Blaupause abläuft, die am Rande gerne Kichern über einen vorlauten Waschbären erzeugt, doch als großes Ganzes einfach nur wiederkäut – in ihrer ach so perfekten Inszenierung, abgesegnet vom „Geschmack“ einer Heerschar dubioser Fanboys.

Mein Wunsch an alle schon wieder knallrot angeschwollenen Gesichter: Einfach mal „Snowpiercer“ ansehen, dann *nochmal* „Guardians of the Galaxy“ ansehen ... und dann mit erhobenem Zeigefinger und großen Augen „Aaaaah!“ ausrufen.

Martins magischer Kinomoment 2014

Matthew McConaughey setzt sich nach dem Wasserplaneten und 20 Jahren Zeitverschiebung vor einen Monitor und ruft alle Videobotschaften seiner Familie ab. Bis zu diesem Moment war „Interstellar“ schon groß, doch nun kommt auch noch der Rotz-und-Wasser-Faktor dazu. Ich hatte ja keine Ahnung, dass selbst mitten im Weltall, in einem eher schmucklosen Raumschiff, verstohlene Tränen möglich sind. „Also nein, dieser verdammte Schnupfen...

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Wenn ihr nicht aufhört, den Hollywoood-Bossen sinnlos euer Geld in den Rachen zu schieben, kommt euch das Martin-Monster holen.
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Auf diesen Film freut Martin sich 2015 am meisten

Mad Max: Fury Road“: Einfach aus der Hoffnung heraus, dass der porentiefe Wahnsinn des Trailers auch auf Filmlänge Bestand hat. Vielleicht ist ja George Miller da unten in Australien, mitten im sengend heißen Outback, so weit die Sicherung durchgebrannt, dass er wochenlang nur irre kichernd durch die Botanik gewankt ist und „MEHR ACTION...MEHR ACTION!“ gebrüllt hat. Viele Millionen Dollar stehen auf dem Spiel. Hoffen wir, dass sie möglichst sinnlos in die Luft geblasen werden!

Peters Top Five für 2014

Platz 5: Veronica Mars
Es ist vielleicht nicht der beste Film des Jahres, vielleicht fühlt er sich nicht mal wie ein Kinofilm an, aber das Wiedersehen mit Veronica Mars und all den anderen Figuren der gleichnamigen Serie macht einfach Spaß. Für mich darum eines der Highlights des Jahres 2014.

Platz 4: Guardians of the Galaxy
Der größte Spaß-Blockbuster des Jahres ist sicherlich James Gunns irres Weltraumabenteuer, bei dem er einen Humor an den Tag legt, der an seine Troma-Wurzeln erinnert. Zudem ist dies der erste Marvel-Film, der nicht nach dem ewig gleichen Superheldenmuster funktioniert, sondern tatsächlich eher eine Space Opera darstellt. Rocket Raccoon ist zweifellos der coolste Halunke seit Han Solo!

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Wenn ihr diesen Mann im Kinosaal seht: lauft!
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Platz 3: Am Sonntag bist du tot
Ein Priester erfährt im Beichstuhl, dass ihn der Beichtende am kommenden Sonntag töten wird. Was sich daraus entspinnt, ist ein filmisches Kleinod, ein rabenschwarzes Drama über einen modernen Märtyrer, dessen Golgatha auf ihn wartet. Brendan Gleeson spielt den Priester mit einer immensen Menschlichkeit. Er ist der eine Gute in einer Gemeinde der Verkommenen. Das ist ernsthaft, das ist lustig, das ist bis zum mitreißenden Ende hin konsequent. Ein Film, der nachwirkt.

Platz 2: Spuren
Es ist eine wahre Geschichte, über eine Frau, die allein mit ein paar Kamelen und einem Hund fast 3000 Kilometer durch den australischen Outback gegangen ist und sich dabei selbst gefunden hat. Dies ist ein unspektakulärer, langsamer, unkonventionell erzählter Film ohne klassischen Spannungsbogen. Ein transzendentaler Film, der innehalten und nachdenken lässt, über das eigene Leben und ob man es wirklich so lebt, wie man sich das einst gewünscht hat. Der Film weckt Fernweh – und das ist schön.

Platz 1: Interstellar
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich im Kino so ergriffen war. Genauso wenig kann ich mich daran erinnern, das letzte Mal einen Film gesehen zu haben, der so inspirierend ist. Nolans Film ist ein Manifest dessen, was der Mensch sein könnte, was er sein sollte, was er sein müsste! „Interstellar“ lässt knapp drei Stunden hoffen, er lässt an die Menschheit glauben, daran, dass wir zu Höherem bestimmt sind.

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Peters Nummer 1: "Interstellar". Stimmt ihr zu?
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Aufreger des Jahres

Dass manche Filme, die die große Leinwand verdient haben, sie nicht bekommen. Bestes Beispiel des Jahres: „Under the Skin“. Den gab es nun doch noch in ausgewählten Kinos zu sehen, nicht aber, weil der Verleih sich besonnen hätte, sondern weil ein paar Kinobetreiber selbst aktiv wurden. Ich verstehe zwar, dass sich mit Filmen wie „Under the Skin“ nicht Hunderttausende Leute ins Kino locken lassen, aber wenn man sich ansieht, was sonst so in der Arthaus-Schiene läuft, sollte für solch einen Film auch Plätzchen frei sein. Wenigstens gibt es noch Festivals, auf denen solche Filme laufen.

Peters magischer Kinomoment 2014

An Halloween im Kino Museum Lichtspiele mit einem lieben Menschen die „Rocky Horror Picture Show“ sehen – das ist ein einziger, langer magischer Moment. Der Film läuft dort seit 1977, der Saal ist wirklich winzig, aber dafür war das Kino auch gerappelt voll. Mit Mitmach-Packages kann man die „Rocky Horror Picture Show“ hier auf einzigartige Art und Weise erleben. Mitmachen, mitsingen, Janet Weiss und Brad Majors beschimpfen, Spaß haben. Das ist eine unvergessliche Erinnerung!

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Ein Film, der ins Kino gehört? "Under the Skin".
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Auf diesen Film freue ich mich 2015 am meisten

Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht“: Sehnlicher lässt sich ein Film wohl kaum erwarten, und das nicht nur, weil es „Star Wars“ ist, sondern weil es auch ein Wiedersehen mit den alten Recken gibt. Man hätte es lange nicht für möglich gehalten, aber Han, Luke und Leia noch einmal zu sehen, das ist schon etwas ganz Besonderes.

Rajko blick auf das Filmjahr 2014 zurück

Rajkos Platz 5: Die Legende der Prinzessin Kaguya
Schon „Wie der Wind sich hebt“ war als Hayao Miyazakis Abschied vom Kino eine emotional besondere Angelegenheit. Auch „Die Legende der Prinzessin Kaguya“, der vorletzte Film des japanischen Zeichentrickstudios Ghibli, trägt Wehmut in jedem Bild. Als zeichnerischer Triumph ist Isao Takahatas Film ein letztes Aufbegehren gegen den bedauernswerten Verlust klassischer Animation. Und als Geschichte einer vermeintlichen Prinzessin, die allem Irdischen entsagen muss, auch von großer Traurigkeit.

Rajkos Platz 4: Resolution – Cabin of Death
Ein nicht nur intelligenter, sondern in letzter Konsequenz auch anti-postmoderner Film: „Resolution – Cabin of Death“ zerlegt das zeitgenössische Horrorkino wie er auch eine Lehrstunde unzuverlässigen Erzählens ist. Das alles jedoch nicht knochentrocken, prätentiös oder auf dem Niveau von Studentenulk, sondern ebenso unerwartet geistreich wie vergnüglich. Der vielleicht beste Genrefilm 2014 – und leider nur auf DVD und Blu-ray erschienen.

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Rajko und Regielegende John Waters.
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Rajkos Platz 3: Philomena
Judi Dench ist Philomena Lee. Sie hat vor 50 Jahren einen unehelichen Sohn geboren, den sie im erzkatholischen Irland zur Zwangsadoption freigeben musste. Ihre nun eingeleitete Suche inszeniert Stephen Frears nicht allein als grausame Wahrheitsfindung von absurdem Ausmaß, sondern auch einfühlsame Mutter-Sohn-Geschichte. Es ist der bestgespielte Film, den ich im zurückliegenden Jahr gesehen habe. Und in seinen verhandelten Identitätsfragen auch der wahrhaftigste.

Rajkos Platz 2: Under the Skin
Kein einfacher, aber ein ungemein betörender Film. Beziehungsweise: Hat es überhaupt schon mal einen solchen Film gegeben? In der offenen Struktur und herausfordernden Uneindeutigkeit von „Under the Skin“ liegt ein ungeheuerlicher Reichtum. Man kann Scarlett Johansson nur gratulieren zu ihrer Rolle als Alien auf Abwegen, zum Mut, ihr Talent nicht ausschließlich an Comicfilmgetöse zu verschwenden. Und Regisseur Jonathan Glazer hat nach „Birth“ schon wieder ein Meisterwerk gedreht, aber das war beinahe zu erwarten.

Rajkos Platz 1: Maps to the Stars
Von der Kritik wurde „Maps to the Stars“ als Hollywoodsatire beschrieben und – überwiegend auch – bejubelt. Dennoch erzählt David Cronenbergs bitterböser Film zugleich eine Geschichte über hermetische, hier gar inzestuös verzweigte (Wirtschafts-)Systeme per se, und ist darin eine meisterliche Fortsetzung seines Limousinen-Kammerspiels „Cosmopolis“. John Waters sagte, er liebe diesen Film mehr als seinen eigenen Schnurrbart. Wie sollte ich dieses Lob noch ernsthaft übertreffen können?

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"Maps To The Stars" ist also Rajkos #1 2014. Was sagt ihr dazu?
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Rajkos Aufreger des Jahres

Vielleicht würde ich es weniger Aufreger als vielmehr gelangweiltes Abwinken nennen: Diese mitunter leider lästige Flut an Star-Wars-News stellt selbst den Fanboy in mir auf eine harte Probe. Im Ergebnis ließ mich der lang erwartete, aber auch zu Tode diskutierte Trailer dann fast schon unberührt zurück, obwohl ich mich auf den Film lieber wie ein kleines Kind freuen würde (und es irgendwie dennoch tue, klar).

Tatsächliche Aufreger gab es aber nichtsdestotrotz auch einige: Beim Leak der Prominacktbilder fragte ich mich, was eigentlich schlimmer ist – das Eindringen in die Privatsphäre prominenter Frauen oder die Schuldzuweisungen, die sie ertragen mussten, weil sie angeblich leichtfertig gehandelt hätten. Was für eine verkehrte Welt. Plus: Millionenschwere Hollywoodstars, die Crowdfunding eher missbrauchen denn sinnvoll zu nutzen. Und mit dem Geld auch noch weinerliche Indie-Sülze produzieren (ja, Zach Braff, der geht an dich).

Rajkos magischer Kinomoment 2014

Die Reise zum Mond, das Zurücklassen der Erde, der wunderschöne Schlussmoment in „Die Legende der Prinzessin Kaguya“. Kinomagie, wie ich sie nur selten verspürt habe im Filmjahr 2014. Aber wenn, dann umso heftiger. Ein Film zum Verlieben.

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Ein Film, der wenige kalt gelassen hat: "Die Legende der Prinzessin Kaguya".
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Auf diese Filme freut Rajko sich 2015 am meisten:
Platz 3: In a Valley of Violence
Ti West („The Innkeepers“) ist und bleibt der gegenwärtig spannendste Independent-Filmemacher der USA. „In a Valley of Violence” könnte ihm 2015 endgültig den kommerziellen Durchbruch bescheren, immerhin vereint der Western mit Ethan Hawke und John Travolta gleich zwei Stars in den Hauptrollen. Und mal einen Nicht-Horrorfilm von Ti West zu sehen, finde ich schon im Vorfeld höchst spannend.

Platz 2: Blockbuster-Rosinen
Da 2015 allein zahlenmäßig eine Blockbuster-Implosion droht, muss man sich die Rosinen ganz genau herauspicken. Ich freue mich auf die Fortsetzung zu „Maze Runner“, auf „Jurassic World“ und ganz besonders auf „Mad Max: Fury Road“, dessen Trailer mir die Kinnlade hat runterklappen lassen. James Bond und „Star Wars“ laufen quasi außer Konkurrenz, und „Terminator: Genisys“ verspricht eine derart schräge Prämisse, dass ich wider besseres Wissen auch neugierig bin.

Platz 1: Big Eyes
Eigentlich freute ich mich bereits vergangenes Jahr auf den neuen Film von Tim Burton, damals noch im Glauben, ihn 2014 sehen zu können. Macht aber nichts, je näher der Starttermin von „Big Eyes“ rückt, desto sehnlicher erwarte ich die hoffentlich geglückte Paarung aus Amy Adams und Christoph Waltz. Zur Vorbereitung läuft der Titelsong von Lana Del Rey jedenfalls schon mal in Dauerschleife.

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Die gamona-Redaktion wünscht ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sehen uns 2015!
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