Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen – oder ist längst vergangen, wenn ihr das hier lest –, da ist es wieder mal an der Zeit zurückzublicken. Viel hat sich getan, sichere Hits waren Flops, Low-Budget-Filme erwiesen sich als großartig und so manche Überraschung war zu vermelden. Ein nonlinearer Jahresrückblick der ganz eigenen Art.

Das Jahr der Science-Fiction

Mit „Oblivion“, „After Earth“, „Elysium“, „Pacific Rim“ und „Ender’s Game“ gab es gleich fünf große Science-Fiction-Filme, die man mehrheitlich als neue Themen ansehen kann. Zwar basiert „Ender’s Game“ auf einem Roman und „Pacific Rim“ ist ganz klar von den japanischen Kaiju-Filmen inspiriert, aber wir sind großmütig. Das sind für Hollywood-Verhältnisse schon fast originäre Ideen. Auf jeden Fall hatten sie nicht allzu viel, auf dem sich aufbauen ließ. Vielleicht auch deswegen liefen die Filme schlechter als erwartet.

Man müsste nun fürchten, dass für Hollywood die Lektion heißt, mehr Sequels und Remakes mit bekannten „Brands“ zu machen, aber erfreulicherweise hat das Genre nächstes Jahr noch ein paar Chancen offen. Da gibt es ein paar weitere originäre Science-Fiction-Filme, die schon in Produktion waren, als das diesjährige Quartett hinter den Erwartungen zurückblieb.

Während „Oblivion“, „After Earth“ und „Elysium“ ohnehin nicht auf Sequels ausgerichtet waren, ist es weniger tragisch, dass hier nicht der große Reibach gemacht wurde. Von „Ender’s Game“ hätten viele gerne auch die weiteren Bücher verfilmt gesehen. Für „Pacific Rim“ gibt es Hoffnung, da der Film in Asien und in Russland sehr gut lief.

Darüber hinaus hatte man mit „Star Trek Into Darkness“ eine tolle Fortsetzung von J.J. Abrams‘ Reboot des Franchise und „Seelen“ nach einer Vorlage von Stephenie Meyer erwies sich als überraschend gut und nicht nur als neues „Twilight“ im Sci-Fi-Gewand.

Star Trek Into Darkness - Exklusives Video: Alice Eve, die neue sexy Blondine auf der Enterprise

Jugendromane als Film

Jugendromane werden heutzutage besonders gern verfilmt. „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ sollte der nächste große Wurf werden, man kündigte schon an, am zweiten Teil zu arbeiten, noch bevor der erste ins Kino kam. Aber das dürfte mittlerweile passé sein. Es ist, wie es fast immer ist: Das Mädchen Clary Fray findet Wahrheiten über seine Vergangenheit und Blutlinie heraus, als seine Mutter von einem Dämon entführt wird und sie sie retten muss. Die Hauptrolle spielt Lily Collins, während ihre Mutter von Lena Headey dargestellt wird. Außerdem sind Jonathan Rhys Meyers, Aidan Turner und Jared Harris mit dabei.

Echte griechische Götter gab es in „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“, in dem Poseidons Sohn zusammen mit anderen Götterkindern im Meer der Monster nach dem Goldenen Vlies suchen muss. Immerhin ein zweiter Teil, aber weniger erfolgreich als der erste, sodass man mit einem dritten Film nicht unbedingt rechnen sollte.

Aus deutschen Landen kam „Rubinrot“, der in London spielt, aber wie biederes deutsches Fernsehen erscheint. Kurios, dass hier tatsächlich noch ein weiter Teil kommt.

Superhelden

Auch die kostümierten Helden mit den phantastischen Kräften waren wieder zahlreich vertreten. „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ zeigt, wie Logan nach Japan kommt und dort seine Heilkräfte einbüßt. Grundlage für den Film ist die erste Comic-Miniserie, in der Logan in Japan die Frau seiner Träume findet, deren Vater jedoch die Verbrecherorganisation “Die Hand” befehligt. Schon bald muss Wolverine gegen jede Menge Ninja kämpfen. Die Regie des Films übernahm James Mangold, der einen passablen, aber auch leider mit Längen versehenen Film abgeliefert hat. Angesichts der Vorlage wäre deutlich mehr drin gewesen.

Von Marvel selbst kamen „Iron Man 3“, der die Milliarden-Dollar-Grenze durchbrach, und „Thor: The Dark Kingdom“, beides hervorragende Superheldenfilme, die Action und Spektakel mit Humor verbinden. Die echten Marvel-Filme haben dem Fox-Konkurrenten Wolverine auch deutlich gezeigt, wie man’s richtig macht.

Man of Steel - F6-Trailer

Bei der DC-Konkurrenz mit „Man of Steel“ schieden sich die Geister. Interessanterweise wurden Stimmen laut, die angesichts der Verwüstung von Metropolis am Ende monierten, dass Superman nicht genügend Leute gerettet hat. Dass die Avengers im Jahr zuvor bei der Verheerung von New York auch Zigtausende Opfer in Kauf nahmen, schien indes nicht zu stören.

Aus der Reihe fällt hier „Kick-Ass 2“, in dem Hit-Girl in Ruhestand getreten ist, aber dann zurückkehren muss, um Kick-Ass zu helfen, als der Motherfucker ihm an den Kragen will. Der zweite Teil ist deutlich härter als der erste. Das ist auch der Vorlage geschuldet, die das Real-Life-Superhero-Phänomen mit Gewalt garniert hat. So ist die Sequenz im Comic, als der Motherfucker jemanden vergewaltigt, auch deutlich intensiver.

Im Film gibt es eine komische Brechung, nach der das Geschehen angedeutet, aber nicht wirklich spezifiziert wird. Das Ende unterscheidet sich auch stark von der Vorlage. Es ist weit glücklicher, lässt aber auch das Tor für ein Sequel offen. Eines sollte es auch noch geben, denn mit der dritten „Kick-Ass“-Comic-Serie will Mark Millar die Geschichte ein für alle Mal abschließen.

Wiedergekäut

Auch Remakes gab es im Jahr 2013 wieder einige, wirklich notwendig ist kaum eines, ein paar sind aber zumindest ganz gut.

Oldboy“: Überflüssig wie ein Kropf.
Carrie“: Nichts Neues, aber das Update ins Hier und Jetzt ist o.k.
„Der Lieferheld“: Peinlich, wie der Regisseur von „Starbuck“ seinen eigenen Film vergewaltigt.
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“: Wunderschön. Und nach 66 Jahren ist ein Remake auch völlig in Ordnung.
„Maniac“: Interessante Neuinterpretation, die vor allem wegen der POV-Aufnahmen des Killers fasziniert.
Evil Dead“: Variation bei den Figuren, vor allem aber feister, handgemachter Splatter!

Wenig Splatter, viel Grusel

Was den Horrorfilm betrifft, so war 2013 ein Jahr, das sich noch weiter vom Torture-Porn der Saw-Ära entfernte. Stattdessen gab es viel Gruseliges, das auf Atmosphäre statt auf Gore setzt. Guillermo del Toro produzierte „Mama“, in dem ein Pärchen zwei Kinder aufnimmt, die fünf Jahre alleine im Wald lebten. Aber waren sie auch wirklich alleine? Das finden Jessica Chastain und Nikolaj Coster-Waldau heraus, wobei der Film mit seinem Happy-End recht ambivalent daherkommt.

Nach „Insidious“ schien Patrick Wilson auf den Geschmack gekommen zu sein und suchte sich gleich den nächsten Geisterfilm. In „Conjuring“ führte erneut James Wan Regie. Er erzählt davon, wie eine Familie in ihrem neuen Heim von Geistern bedroht wird. Zwei paranormale Ermittler kommen der Familie zu Hilfe. Das basiert (mehr oder minder) auf wahren Begebenheiten. Zumindest die paranormalen Ermittler, die seinerzeit auch im Dunstkreis von Amityville auf sich aufmerksam machten, gab es. Der Film wiederum wirkt wie ein Horrorfilm der Siebziger.

Insidious Chapter 2 - Making Of #2

Danach ging es gleich mit „Insidious 2“ weiter, in dem Wilson und Wan abermals Gruseliges zusammenbrauen. Nicht so gut wie der erste Teil, aber auf innovative Art mit diesem verbunden, sodass man beide Filme im Idealfall am Stück ansieht.

125 Jahre Film

Im Oktober 1888 erhielt der französische Fotograf Louis Le Prince ein Patent auf eine Filmkamera. Noch im selben Monat drehte er die Filme „Roundhay Garden Scene“ und „Traffic Crossing Leeds Bridge“ – dies sind die ältesten bekannten Filme der Filmgeschichte.

Flops des Jahres

Im Jahr 2012 erwies sich „John Carter“ als immenses Dollargrab für Disney. Auch 2013 hat man wieder ein fettes Abschreibeprojekt gefunden: den „Lone Ranger“. Erst sollte der Film 250 Millionen Dollar kosten, dann kürzte man ein wenig, am Ende waren es 215 Millionen. Das kam auch zustande, weil Regisseur Gore Verbinski ganze Züge bauen ließ, anstatt auf kostengünstigere Computermodelle zurückzugreifen.

Die Rechnung von Disney sah so aus: Bruckheimer, Verbinski, Depp – das Trio, das schon „Fluch der Karibik“ zum Hit machte. Aber Hits kann man nicht planen und das Interesse des Publikums am „Lone Ranger“ war sehr verhalten. Mit diesem Projekt hat Disney etwa 150 Millionen Dollar verloren.

Disney war aber nicht das einzige Studio, das ein echtes Dollargrab an den Hacken hat. Auch Universal kann ein Lied davon singen. Auf einem Comic basiert „R.I.P.D.“, in dem ein kürzlich verstorbener Polizist sich einem Team untoter Cops anschließt, um den Mann zu finden, der ihn umbrachte. Die Hauptrollen spielen Ryan Reynolds, Jeff Bridges und Kevin Bacon. Der Film selbst? Ist extrem kurz und kommt wie eine Magermilchversion von „Men in Black“ daher. Bei Kosten von 130 Millionen Dollar machte der Streifen in den USA an der Kinokasse gerade mal 33 Millionen Dollar Umsatz.

Feuchtgebiete - Teaser Trailer

Schlüpfriges

In Sachen Sex herrschte 2013 durchaus einige an Offenheit. Einerseits hatte man die Charlotte-Roche-Verfilmung „Feuchtgebiete“, die in den Ekelbereich der Körperflüssigkeiten eintauchte, andererseits den wunderschönen „Blau ist eine warme Farbe“. Die französische Adaption einer Graphic Novel erzählt von der Liebe zweier Frauen.

Das ist sehr realistisch, wobei es vollkommen irrelevant ist, dass es sich um ein lesbisches Pärchen handelt. Für Aufsehen sorgte der Film aber auch wegen der doch recht expliziten Sexszenen, die der Autorin der Graphic Novel missfielen. Sie sah darin die heterosexuelle Vorstellung eines Filmemachers, wie lesbischer Sex auszusehen hat.

Fast ersoffen

Für seinen Film „Life of Pi“ erhielt Ang Lee den Oscar als bester Regisseur. Bemerkenswert sind die visuellen Effekte des Films. Lange hieß es, dass der Tiger samt und sonders aus Pixeln bestehen würde. Das ist auch zum Großteil korrekt, aber eben nicht beim ganzen Film. Für ein paar Szenen wurde eine echte Raubkatze benötigt. Das Tier mit Namen King ist bei den Dreharbeiten fast im Wassertank abgesoffen. Das alleine ist schon skandalös genug, aber dass die Prüferin der American Humane Association die Sache nicht nur runterspielte, sondern schlichtweg überging, ist kaum zu tolerieren.

Da die Dame eine Beziehung zu einem Studiomanager unterhielt, darf man wohl davon ausgehen, dass sie dessen Produktion nicht schaden wollte. Und King? Wurde nur durch seinen Trainer vorm Ertrinken bewahrt.

Ungewöhnliches

Manche Filme gingen in der puren Masse unter, so auch die spanische Produktion „Blancanieves“, die wie ein Stummfilm der Zwanzigerjahre daherkommt und die Geschichte von Schneewittchen im Matador-Milieu erzählt. Der Film war auf einigen Festivals wie dem Filmfest München oder dem Fantasy Film Fest eines der Highlights. Wer „The Artist“ mochte, sollte auch diesen Film sehen.

„Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich“ ist der vielleicht abstruseste Film des Jahres, in dem Charlie Sheen eine Art Alter Ego spielt. Die Handlung ist kaum in Worte zu fassen: Es geht um das Leben des sexgesteuerten Charles Swan III, der dank überbordender Phantasie in einem Strudel des Irrsinns steckt. Dem nicht unähnlich, aber in sich deutlich stimmiger ist „The Congress“, ein Science-Fiction-Drama nach Stanislaw Lem, das in einer Mixtur aus Real- und Zeichentrickfilm faszinierend erzählt ist.

Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich - Deutscher Trailer

Ungewöhnlich waren auch „Room 237“, eine Dokumentation, die sich mit den versteckten Bedeutungen von Stanley Kubricks „The Shining“ befasst, und „Berberian Sound Studio“, eine Ehrerbietung vor dem Giallo, dem italienischen Killer-Thriller der Siebzigerjahre. Bemerkenswert ist auch Nicolas Winding Refns „Only God Forgives“, der einige „Drive“-Fans stark verstört haben dürfte. Mit dem „Drive“-Star Ryan Gosling gedreht, kehrt Refn hier zu seinen Wurzeln zurück: hochinterpretatives, symbolträchtiges Kino, das nur schwer fassbar ist und eine Arthaus-Gemeinde anspricht.

Deutsche Genre-Filme

Auch Deutschland probierte mal wieder, Genre-Filme zu produzieren. An der Kinokasse wurde dieses Bemühen nicht belohnt. Rainer Matsutanis „Zimmer 205“ ist ein zwar nicht origineller, aber die typischen Geisterkonventionen gut nutzender Film, der spannend daherkommt. Der in 3-D gehaltene „Lost Place“ mit Josefine Preuß ist da deutlich weniger souverän. Beide wurden im Kino weitestgehend ignoriert.

Überraschend erfolgreich, erstaunlich lauwarm

Bei manchen Filmen hatte das Studio mehr erwartet, so auch beim Action-Streifen „Jack Reacher“, der der Auftakt einer ganzen Reihe sein soll, weil es mehr als genügend Romane als Vorlage gab. Die Fans störten sich an der Besetzung von Tom Cruise, da er physisch ganz anders ist als die Romanfigur. Wer nur den Film sieht, dem ist das einerlei, denn dieser actionreiche Streifen mit einem Helden, der so brillant wie Sherlock Holmes ist, hat Spaß gemacht. Das Einspielergebnis weltweit war nicht überragend, aber gut genug, dass man einen zweiten Teil produziert und hofft, dass die Reihe dann Fahrt aufnimmt.

Hänsel und Gretel: Hexenjäger - Deutscher Trailer #3

Der erste Teil von „G.I. Joe“ wurde vom Publikum nicht gut angenommen, der zweite ist besser, wenn auch kein Stück smarter. Er spielte weniger ein als der Vorgänger, kostete aber auch weniger. Bei „Hänsel & Gretel: Hexenjäger“ hätte man erwartet, dass der Film an der Kinokasse untergeht, aber mitnichten. Der Film war erstaunlich erfolgreich, was auch daran liegt, dass er seine Geschichte mit einer Portion Humor erzählt, aber vor Splatter nicht zurückschreckt. Erschreckend ist hingegen die Synchronisation, wo man sich die Peinlichkeit gibt, einen Satz von Hänsel nicht zu übersetzen, sondern Englisch nachzusprechen: „Don’t eat the fucking candy“.

Die größte Überraschung war aber sicherlich „World War Z“, der gigantische Nachdrehs benötigte und dessen Kosten aus dem Ruder liefern. Eigentlich jeder hatte erwartet, dass der Film einer der ganz großen Rohrkrepierer des Jahres werden würde. Aber ebenso wenig, wie man Hits planen kann, kann man Flops herbeireden. „World War Z“ spielte mehr als 500 Millionen Dollar weltweit ein und erwies sich als flott erzähltes Action-Abenteuer, dessen zweiter Teil bald folgen wird.

Die alten Action-Hobel

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger wollten es noch mal wissen, wurden aber beide abgewatscht. Sowohl „Last Stand“, in dem Arnie als Kleinstadtsheriff einen Drogenbaron stellen muss, als auch „Shootout“, in dem Sly einen „herzensguten“ Auftragskiller spielt, blieben nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sie wurden geradezu abgestraft.

Die beiden legten dann ihre Hoffnungen in „Escape Plan“, in dem sie gemeinsam aus einem Gefängnis ausbrechen. Die Hoffnung war aber vergebens, der Film spielte nicht mal seine Produktionskosten ein. Die Moral von der Geschicht: Junge Kinogänger sind an Action-Helden der Generation 60+ einfach nicht interessiert.

In alten Paraderollen mag es etwas besser gehen, die großen Zeiten sind aber vorbei. Ein paar der alten Fans lassen sich nur mit „Expendables“-Filmen reaktivieren, wenn mehr als nur zwei Action-Helden auftreten. Übrigens: Bei „Escape Plan“ hat Arnie eine andere Synchronstimme, was die Fans von Thomas Danneberg auf die Barrikaden gehen ließ.

In der Gegenwart angekommen

Das Ungewöhnlichste an „Fast & Furious 6“ ist wahrscheinlich, dass die Reihe in der Gegenwart ankommt. Wie meinen? Am Ende erlebt man mit, wie Han stirbt. Nein, das ist kein Spoiler, das wusste man ja schon aus dem dritten Teil. Aber da man damals die Figur behalten wollte, erklärte man die folgenden Filme einfach zu Geschichten, die vor dem dritten Teil spielen. Am Ende des sechsten Films kommt man nun an diesem Punkt der Geschichte wieder an. Ansonsten gibt es das Erwartbare: dumme Sprüche und viel Action.

Escape Plan - German Trailer

Vin Diesel und Paul Walker treten nicht gegen Dwayne Johnson an, sondern arbeiten mit ihm. Es geht gegen eine Bande brandgefährlicher Rennfahrer, die nur zur Strecke gebracht werden können, wenn Dom und Brian helfen. Justin Lin inszenierte erneut, alle bekannten Gesichter aus dem Vorgänger sind wieder dabei. Als Schurke agiert Luke Evans, der dieser Tage als Bard im zweiten „Hobbit“-Film zu sehen ist.

Kampf ums Weiße Haus

Das gab es auch früher schon: Zwei Filme mit praktisch gleicher Geschichte kämpften ums Publikum. Man erinnert sich an die Jahre mit zwei „Robin Hood“-, zwei Meteoriten- und zwei „Frankenstein“-Filmen. Damals war es immer so, dass die große, teure Produktion die Nase vorne hatte. Beim Kampf ums Weiße Haus war es 2013 anders.

„Olympus Has Fallen“ ist zwar ein aufwendiger Actionfilm, war aber deutlich geringer budgetiert als „White House Down“. In Ersterem ist es Gerard Butler, der gegen nordkoreanische Terroristen kämpfen muss, in Letzterem ist es Channing Tatum, der sich müht, den Präsidenten zu retten. Bei den Regisseuren ist es das Duell von Antoine Fuqua gegen Roland Emmerich. Jeder hätte auf Emmerich gesetzt, aber sein Film war der große Verlierer.

Die Zuschauer hatten offenbar nur Interesse, die deckungsgleiche Geschichte einmal zu sehen, und entschieden sich frühzeitig für „Olympus Has Fallen“.

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr - Exklusiver Filmclip: Einstürzende Altbauten und ein abstürzendes Flugzeug

Die zehn erfolgreichsten Filme des Jahres

Diese Liste (Stand: 13.12.2013) hält ein paar Überraschungen parat. Zum einen ist eine Dominanz von Animationsfilmen erkennbar, aber auch von deutschen Filmen. Generell gilt aber, dass die Zuschauerzahlen deutlich weniger beeindruckend sind als im letzten Jahr und auch der Topfilm auf Platz 1 mehr als drei Millionen Zuschauer weniger hat als der erste Platz im Jahr zuvor.

10. Die Croods (2.343.468)
9. Die Schlümpfe 2 (2.508.992)
8. Schlussmacher (2.556.957)
7. Die Tribute von Panem – Catching Fire (2.633.899)
6. Kokowääh 2 (2.746.504)
5. Fast & Furious 6 (2.864.647)
4. Hangover 3 (3.100.209)
3. Ich – einfach unverbesserlich 2 (3.667.045)
2. Fack Ju Göthe (4.297.316)
1. Django Unchained (4.491.981)

In Memoriam

Viele Stars und Prominente sind von uns gegangen. So schockierend wie der Unfalltod von Paul Walker war wohl ansonsten keiner.

David R. Ellis (Regisseur, „Snakes on a Plane“)
Michael Winner (Regisseur, “Ein Mann sieht rot”)
Jess Franco (Regisseur, „Justine“)
Richard Brooker (Schauspieler, „Und wieder ist Freitag, der 13.“)
Ray Harryhausen (FX-Künstler, „Sindbads siebte Reise“)
James Gandolfini (Schauspieler, „Die Sopranos“)
Richard Matheson (Autor, „I Am Legend“)
Cory Monteith (Schauspieler, „Glee“)
Eddie Arent (Schauspieler, Edgar-Wallace-Verfilmungen)
Dennis Farina (Schauspieler, „Snatch“)
Karen Black (Schauspielerin, „The Devil’s Rejects“)
Elmore Leonard (Autor, „Jackie Brown“)
Tommy Morrison (Schauspieler, “Rocky V”)
Richard C. Sarafian (Regisseur, “Fluchtpunkt San Francisco”)
Tom Clancy (Autor, “Jagd auf Roter Oktober”)
Antonia Bird (Regisseurin, “Ravenous”)
Giuliano Gemma (Schauspieler, “Auch die Engel essen Bohnen”)
Lewis Collins (Schauspieler, „Die Profis“)
Paul Walker (Schauspieler, “The Fast and the Furious”)
Peter O’Toole (Schaupieler, “Lawrence von Arabien”)
Joan Fontaine (Schauspielerin, „Rebecca“)