Eine junge Frau läuft in Unterwäsche aus dem Haus. Ihr Vater ruft ihr nach, was denn los sei. Sie läuft zurück, schnurstracks ins Haus hinein. Ihr Vater folgt ihr. Ein Moment, der Stille, dann läuft sie wieder raus, direkt zum Auto, steigt ein und fährt los. Sie fährt an den Strand, alles ist dunkel, nur die Scheinwerfer des Autos beleuchten sie. Das Mädchen telefoniert mit seinem Vater, sagt ihm, dass es seine Mutter und ihn liebt. Dann wartet sie.

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Am nächsten Morgen wird ihre Leiche gefunden. Wie sie gestorben ist? Sie wurde gebrochen!

It Follows - Es denkt nicht, es fühlt nicht, es gibt nicht auf!

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Der Film läuft bei uns am 09.07.2015 an.
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So beginnt „It Follows“, der damit auch gleich die Stimmung für die restliche Laufzeit vorgibt. Er erzeugt ein konstantes Gefühl der Paranoia und Bedrohung. Jeder kann das tödliche Es sein – und es gibt nur einen Weg, Es loszuwerden.

Es

Jay (Maika Monroe) geht mit einem Jungen aus, der ihr schöne Augen macht. Die beiden schlafen miteinander, danach betäubt er sie und bringt sie in ein Lagerhaus. Er erzählt ihr, dass er ihr nichts tun wird, dass er es aber an sie übertragen hat. Das einzige, was sie nun tun kann, ist, es ebenfalls weiterzugeben, indem sie mit jemandem schläft.

Der Junge weiß auch nicht, was Es ist, aber es kommt langsamen Schrittes immer näher, es verfolgt sein Opfer in mannigfaltiger Gestalt, mal als Fremder, mal als eine liebgewonnene Person. Sehen kann Es nur das Opfer. Wenn Es einen erwischt?

Dann stirbt man. Man kann es nur weitergeben, aber auch dann ist man niemals sicher. Denn wenn Es sein jüngstes Opfer erwischt, dann folgt es jenem, der den Fluch zuvor an es weitergegeben hat. Rückwärts gerichtet folgt Es so der Kette all jener, die mit ihm in Berührung kamen. Sicher ist man niemals wieder.

It Follows - Es denkt nicht, es fühlt nicht, es gibt nicht auf!

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Der Horror hat mannigfaltige Gestalt.
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Aus einem Traum geboren

Autor und Regisseur David Robert Mitchell verarbeitete mit „It Follows“ einen wiederkehrenden Albtraum, in dem er von einem stummen Stalker verfolgt wurde. Das ließ ihn nachdenken und auf eine Geschichte kommen, die so simpel wie effektiv ist.

Denn in „It Follows“ gibt es keine Erklärung dafür, was dieses Es ist oder was Es will. Es ist einfach da, ist für andere unsichtbar, aber nicht unantastbar, und will töten. Besiegen scheint man es auch nicht zu können. Selbst wenn man es weitergibt, bleibt die ewige Angst, da man sich ein Leben lang umblicken muss.

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Das verdichtet Mitchell auf 100 Minuten, in denen die Hauptfigur ständig in Bewegung ist. Denn Es schläft nie, Es kommt immer, Es mag langsam sein, aber Es ist unaufhaltsam. Die Bedrohung ist immer spürbar, man beginnt als Zuschauer, die Peripherie abzusuchen. Immer wieder sieht man Es, eine Gestalt, die von irgendwo zielgerichtet auf die Protagonistin zugeht, auch wenn sie noch weit weg ist.

It Follows - Es denkt nicht, es fühlt nicht, es gibt nicht auf!

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Ein Film, der Atmosphäre und ein bedrückendes Gefühl atmet.
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Musik, die in Mark und Bein geht

„It Follows“ baut eine enorme Spannung auf, die noch dadurch verstärkt wird, dass die musikalische Untermalung, die aggressiv und bisweilen atonal daherkommt, für eine ganz eigene, sehr beunruhigende Stimmung sorgt. Man fühlt sich an die besten Arbeiten John Carpenters erinnert, der seine Horrorfilme mit eindringlichen Scores auch noch wirkungsvoller gestaltet hat.

Generell hat „It Follows“ ein sehr klassisches Feeling. Er wirkt auch, als spiele er nicht in der Gegenwart, aber es gibt technische Elemente, die es in den 1980ern oder 1990ern nicht gegeben hat. So wird auch eine unwirkliche Stimmung erzeugt, als befinde man sich knapp neben der Realität, ein einer Art Zwielichtzone, in der alles und nichts möglich ist.

Mitchell erweist sich in seiner Erzählweise, aber auch seiner Inszenierung als sehr selbstsicher. Er gestaltet Szenen häufig hochgradig interpretativ, so dass der Zuschauer selbst zu einer Entscheidung kommen muss. So gibt es eine Szene, in der Jay es weitergegeben haben könnte – oder auch nicht. Sie bricht ab und klärt den Gedanken nicht auf, pflanzt ihn aber im Kopf des Zuschauers ein.

Ganz en passant wird auch die moralische Frage diskutiert, die mit der Weitergabe des Fluchs einhergeht. Eine zusätzliche Dimension erlangt dies jedoch, weil selbst die Weitergabe nicht für ewige Sicherheit sorgt.

It Follows - Bilder aus dem Film

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