Bloß ein Mann in einer Konservendose? Aber Tony, sei doch nicht so hart zu dir! Die Fans können dem absolut nicht zustimmen. Und in „Iron Man 3“ beweist du doch, dass so viel mehr in dir steckt! Denn der Film schließt da an, wo „The Avengers“ aufhörte und setzt in guter alter Iron-Man-Manier mit Charme, Action und coolen Sprüchen die erfolgreiche Marvel-Reihe fort.

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Seit den Ereignissen in New York („The Avengers“) ist Tony Stark (Robert Downey Jr.) ein gebrochener Mann. Albträume plagen ihn und Ängste, um sich selbst, seine Liebsten und die Welt. Seine Superheldenkameraden führten ihm vor Augen, dass es auf dieser Erde, neben teuren High-Tech-Anzügen, Geld und coolen Sprüchen, noch so viel mehr gibt: Übernatürliches, Außerirdische und starke Helden, ganz ohne Technik-Schnickschnack. Ist er also nur ein einfacher Mann in einer Maschine? Das nagt an ihm, die Ereignisse aus „The Avengers“ haben deutliche Spuren hinterlassen.

Iron Man 3

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Tony Stark: ein Playboy, wie er im Buche steht... und auf dem Sofa sitzt.
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Zero Dark Thirty: Iron Man Edition

Doch Tony Stark bleibt keine Zeit für langwierige philosophische Gedankenspiele. Ein neuer Feind droht die Welt ins Chaos zu stürzen: Mandarin (Sir Ben Kingsley). Angelehnt an Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden schickt er Videobotschaften an die Medien und den Präsidenten der USA. Denn der bekannte Bösewicht aus den Comics, der in den 60er Jahren entstand, wurde nun in die Gegenwart transportiert, um ihn greifbarer zu machen und mehr in der Realität zu verankern, da „Iron Man“ im Gegensatz zu „Thor“ einen realistischeren Ansatz verfolgt.

Tony Stark, der bereits am Ende des ersten Teils das Geheimnis um Iron Man lüftete, kündigt dem gnadenlosen Terrorfürsten Widerstand an – und muss dafür bitter büßen: Prompt wird sein gesamtes Anwesen mit all seinem Equipment in die Luft gesprengt, wobei auch Pepper (Gwyneth Paltrow) in Gefahr gerät. Zeit für Tony, sich seinen Ängsten zu stellen: Er muss herausfinden, was hinter all dem Chaos steckt und vor allem, ob mehr in ihm steckt als nur ein einfacher Mann in einer nahezu unbesiegbaren Maschine…

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Back to the roots

Damit gelingt „Iron Man 3“ nahtlos der Anschluss an das bombastische Superhelden-Spektakel „The Avengers“ aus dem Vorjahr und beantwortet die Frage der Fans: Wie geht es mit allen Rächern weiter, nachdem sie sich in New York getrennt haben? Wird dieses Erlebnis Spuren hinterlassen oder von den Filmemachern schlicht und einfach übergangen?

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Tony Stark: nur ein Mensch im Anzug?
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Kevin Feige, Produzent und amtierender Präsident der Marvel Studios, wollte sicherstellen, dass die Geschichte Tony Starks Persönlichkeitsentwicklung auf natürliche Weise fortführt und auch im Einklang mit früheren Marvel-Verfilmungen steht. Dem gingen Drew Pearce und Regisseur Shane Black, die gemeinsam das Drehbuch verfassten, nach.

Oh nein, schon wieder eine Fortsetzung? Streicht diese Frage aus eurem Kopf! Endlich geht es weiter!!!Fazit lesen

So wird Tony Stark von Existenzängsten und Albträumen geplagt, in denen kurze Sequenzen aus „The Avengers“ zu sehen sind. Doch wollte man es nicht einfach bei schlichten Flashbacks belassen: Wie verändern die Ereignisse einen selbstbewussten, arroganten Mann wie Tony Stark? Selbstzweifel nagen an ihm, er zieht sich zurück, bastelt Roboter, die ohne ihn im Innern die Welt retten könnten, und lässt von ihnen zudem seinen Schlaf überwachen, was jedoch seine Beziehung zu Pepper gefährdet.

Pearce und Black versuchen hier ein Persönlichkeitsprofil rund um den Milliardär Stark zu erstellen, der zurück zu seinen Wurzeln kehren muss, um neuen Mut zu fassen und wieder zu dem exzentrischen Genie zu werden, das er einst war. Dabei erhält er vor allem Hilfe von unerwarteten Stellen.

Boom, Boom, Pow!

Aber das klingt jetzt alles viel schnulziger und melodramatischer, als es im Film integriert wurde. Denn Iron Man wäre nicht Iron Man, wenn den Zuschauer nicht eine gehörige Portion Action und Spaß erwarten würde. So wird zum Beispiel vor dem Test des neuen Anzugs von Tony Stark erst einmal die Musikanlage laut aufgedreht und die Hüfte rhythmisch in Schwung gebracht, bevor er die Einzelteile anlegt – ein Playboy wie eh und je eben. Auch kann er sich weiterhin die coolen und bisweilen frechen Sprüche nicht verkneifen – Albträume hin oder her. Dabei darf im Kinosaal auch gerne laut gelacht werden.

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Meldodramatisch: Iron Man 3 zeigt die verwundbare Seite des Superhelden.
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Bis zur ersten wummernden Actionszene vergeht leider ein wenig Zeit, während das Publikum langsam in die Handlungsthematik eingeführt wird. Aber als die Action letztendlich einsetzt, wummst es gewaltig auf der Leinwand und die kurze, gefühlte Langatmigkeit ist schnell vergessen. Stattdessen verwöhnt uns „Iron Man 3“ dann mit beeindruckenden Actionsequenzen, bombastischen Effekten, technischen Spielereien, gewaltigen Explosionen und überraschenden Wendungen.

Mit dem 3D-Effekt verhält es sich allerdings wieder wie bei den anderen Marvel-Verfilmungen (ausgenommen „The Avengers“, der meiner Meinung nach eine Reihe von sehr spaßigen und guten 3D-Effekten inne hatte): Sie sind eher unnütz. Sie wurden wieder einmal nur nachträglich hinzugefügt und beeindrucken kaum. Doch haben sie sich im Gegensatz zu „Thor“ und „Captain America“ schon verbessert. Wirklich notwendig ist der Besuch der 3D-Version allerdings nicht, 2D reicht vollkommen.