Könnt ihr euch noch daran erinnern? Wie es als Kind war? Wenn man nachts im Bett lag und sich des Gefühls nicht erwehren konnte, dass in den Ecken des dunklen Zimmers, im Schrank oder unter dem Bett ein unbeschreibliches Grauen lauert, das nur darauf wartet, dass man seiner gewahr wird? So intensiv wie kaum ein Film zuvor versteht es Juan Carlos Fresnadillos „Intruders“, diese irrationalen Kindheitsängste heraufzubeschwören.
Intelligenter Horrorfilm, der mit verschiedenen Sub-Ebenen operiert und den Zuschauer zur Interpretation herausfordert.FazitZwei Städte, zwei Familien. Die Kinder Juan und Mia leben in verschiedenen Ländern, das Mädchen in Großbritannien, der Junge in Spanien. Beide werden aber jede Nacht von einem grausigen Albtraum heimgesucht – einem übernatürlichen Monster, das einer Geschichte entsprungen scheint. Es hat kein Gesicht, weswegen es sich des Gesichts seiner Opfer bedienen will.
Als die Geistererscheinungen immer furchterregendere Formen annehmen, beginnen sie das Leben der Familien zu beherrschen. Mias Vater John rettet seine Tochter mehrmals vor dem Monster, erkennt aber ebenso wie Juans Mutter Luisa, dass sie der unheimlichen Bedrohung hilflos ausgeliefert sind. Es gibt nur einen Weg, diesem Schrecken ein Ende zu bereiten.
Das wirklich Schöne an „Intruders“ ist, dass er in keinster Weise plakativ ist. Er beginnt mit einer Sequenz, die sofort die Stimmung etabliert und für mächtig Grusel sorgt, aber er muss nicht darauf abzielen, ständig einen draufzusetzen. Dafür ist die Geschichte zu gut konstruiert.
Irgendwas lauert im Dunkeln... aber was?Man mag sich fragen, wo die Verbindungen beider Geschichten liegen, die des kleinen Juan in Spanien und die der verängstigten Mia in Großbritannien, doch langsam vermengen sich beide Storybögen immer stärker miteinander, bis sie am Ende ein homogenes Ganzes bieten, geradeso, als hätte man von einem Film Teil 1 und 2 gleich am Stück gesehen.
Fresnadillo punktet damit, dass er keine definitive Aussage trifft. Er hat seinen Film so gestaltet, dass er den Zuschauer zur Interpretation einlädt. Was man sieht, könnte tatsächlich so geschehen oder aber eine gemeinschaftlich erlebte Halluzination sein, wie es der Film im Verlauf der Erzählung auch nicht nur nahelegt, sondern Zuschauer und Hauptfigur direkt damit konfrontiert.
Regie: Juan Carlos FresnadilloGenre:Thriller, HorrorFilmstart: Darsteller:Daniel Brühl, Carice van Houten, Clive Owen
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Es wird mal zeit das mehr spiele Tests rauskommen! 3 Wochen ohne Tests ist verdammt lange.
Die Vermarktbaren Filme in 2011 waren aber alle mit sehr wenig intelligenter Story und mehr stupider Aktion ausgestattet... mich als Filmfreund hat das sehr enttäuscht. Ich fand das Kinojahr 2011 mehr als mau...
Dieser Film scheint genau das richtig zu machen.
Mir fehlt die Kritik im Beitrag, die die drei Punkte Abzug rechtfertigen.
Was ich der Truppe um Regisseur Juan Carlos Fresnadillo indes nicht absprechen möchte, ist, dass sie sichtlich bemüht war, einen Handlungsbogen mit vielen Überraschungen und subtilen Anspielungen zu konstruieren. Bedauerlich ist nur, dass dieses Vorhaben in etwa so überraschend und subtil wie Topfschlagen an einem Kindergeburtstag ohne Augenbinde umgesetzt wurde.
Es mag ja Filme wie z.B. Bladerunner von Ridley Scott geben, die uns Zuschauer dazu anregen zwischen den Zeilen zu lesen und jenseits des unmittelbar dargebotenen zu denken. Im Falle von Intruders hingegen, wusste selbst die Maneki Neko Figur, welche mir nach dem Kinobesuch aus dem Fenster einer Sushibar freundlich mit der Pfote zu gewunken hatte, eine interessantere Geschichte zu erzählen.
Genau genommen macht nicht einmal der Titel des Filmes einen Sinn, (Achtung Spoiler!) da es sich bei dem Schattenmann der das Mädchen und den Jungen bedrängt, um ein und denselben Intruder handelt- warum dann im Titel der Plural verwendet wird ist mir schleierhaft?
Was mich allerdings erstaunte war, dass ich nur zwei Leute beobachtet habe, die sich vorzeitig durch den Notausgang vor der dürftigen Vorstellung in Sicherheit gebracht haben. Der Großteil des Publikums hingegen quittierte dem Film dank zahlreicher unfreiwillig komischer Momente, mit lautem Gelächter einen gewissen Unterhaltungswert.
Der letzte der mir einen klug gemachten, hinterlistigen Schaudernack über den Rücken jagen lies war `The Broken` mit Lena Headey, der ist aber schon ne` weile her und war zudem auch noch gar nicht per se dumm. sondern in der Handlung sehr Selbstschlau.
`Intruders` wird sich jedenfalls angeschaut.
Warum?
Türlich` wegen Clive Owen.