Inception – Filmkritik

Bitte anschnallen zum Mindfuck des Jahres!

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von Martin Beck, 26. Juli 2010 14:49 Uhr

Mensch, der Christopher Nolan. Mit „Inception“ macht sich der Mann nun schon zum zweiten Mal auf, der hohlbirnigen Sommersaison die schier unmögliche Kombination aus Monsterbudget, Jubelkritiken und massivem Box Office-Reibach beizubringen. Bereits „The Dark Knight“ erschien wie eine selige Insel, die dem breiten Mainstream-Publikum mehr Verstand zutraute, als jedem Produzenten eigentlich lieb sein kann, und „Inception“ führt nun diesen Weg konsequent weiter. Zwischen Nolans neuem Film und sowas wie „A-Team“ liegen schier epische Gräben, die nicht mal im Traum mit einer Brücke verbunden werden können.

Einmal einpflanzen, bitte

DER Muss-Film dieses Kinosommers, aber trotzdem kein perfekter Überflieger. „Inception“ erzeugt eher staunende Bewunderung als schweißgetränkte Begeisterung.Fazit„Inception“ handelt von Träumen, und dann auch von Träumen in Träumen in Träumen in...pfff. Der Film erzählt uns, dass man Gedanken aus Träumen herausziehen kann und genauso auch Gedanken in Träume einpflanzen kann. Es gibt verschiedene Traumebenen, die jeweils die darüber liegenden Ebenen beeinflussen und mit zunehmender Tiefe sowohl gefährlicher als auch fragiler werden. Träume sind hier frei definierbare Welten, die alles können, keine festen Regeln kennen und letztendlich alle auf realem Schlaf basieren. Wenn etwas auf einer Ebenen passiert, hat das automatisch Auswirkungen auf alle anderen Ebenen.

Screenshot zu: Bitte anschnallen zum Mindfuck des Jahres!Bilder, die sich in den Verstand einbrennen: "Inception" lässt sein Millionenbudget gekonnt durchblicken.

Die inhaltliche Basis von „Inception“ hat es wirklich in sich und eröffnet ein so großes Spielfeld, dass fast eine Stunde vergeht, bis alle Regeln verklickert sind. In den Traumwelten des Films gibt es Diebe, Architekten, Organisatoren, Fälscher und Apotheker. Zusätzlich sind natürlich auch die Opfer selber anwesend, die in ihren eigenen Träumen agieren und im besten Fall Schutzmechanismen gegen äußere Eingriffe „installiert“ haben. Noch nie ist die Einpflanzung eines Gedankens gelungen, was selbst erfahrene Traumwandler und erst recht das Publikum auf ein ganz dünnes Drahtseil stellt. Die Komplexität des Vorhabens zielt so hoch (bzw. so tief), dass kaum ein Popcornbecher am Ende vollständig geleert sein dürfte.

Für die Einpflanzung der Geschichte von „Inception“ sollte man besser ausgeruht und aufnahmebereit im Kinosessel Platz nehmen, denn sonst kommt man bereits in den ersten 10 Minuten, als ohne Vorwarnung durch diverse Traumebenen gesprungen wird, mächtig ins Schwimmen. Nolan hat zwar geschlagene 148 Minuten zur Verfügung, doch trotzdem geht es aus dem Stand auf ein erzählerisches Hochleistungsniveau, das den inhaltlosen Thrills der restlichen Sommersaison eine regelrecht überfrachtete Laberorgie entgegensetzt. Es wird hier erklärt, noch mehr erklärt und danach dann geplant, noch mehr geplant und schließlich fast ebenso wortreich ausgeführt. Der wahre Thrill des Films ist die Herausforderung, immer am Ball zu bleiben.

Screenshot zu: Bitte anschnallen zum Mindfuck des Jahres!Gemächlich: Bis die Regeln von Chris Nolans Welt erklärt sind, vergeht eine gute Stunde.

Man kann die erste Stunde von „Inception“ wahlweise als faszinierend oder anstrengend beschreiben, entweder als forderndes Puzzle oder als wenig stimulierende Vorlesung auf Über-Geek Niveau. Fakt ist auf jeden Fall, dass hier eine Ambition an den Tag gelegt wird, die wiederholte Sichtungen fast unumgänglich macht und dem Beginn der eigentlichen Mission offene Arme schenkt. Nachdem alles und jeder in den Startblöcken steht, entwickelt „Inception“ endlich genügend Drive und Spannung, um den Worten auch mal Taten folgen zu lassen. Ein japanischer Geschäftsmann (Ken Watanabe) möchte einem Widersacher (Cillian Murphy) mit Hilfe von Leonardo DiCaprio und seinem Team den Gedanken zur Zerschlagung seines Firmenimperiums einpflanzen lassen. Alles klar nun? Und ZACK, ab in die Traumwelten!

Kommentare 22
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gregor22.02.2011 23:44
der film ist schlecht. einfach nur langweilig. leonardo schauspielert ja ganz gut aber der rest...
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EuerUntergangEuerUntergang05.08.2010 19:15
Naja, so sehr muss man das Hirn schon nicht einschalten. Ist alles überschaubar^^. Aber er hat trotzdem aufgrund von Dramatik und Einfallsreichtum seine 9 von 10 mehr als verdient^^
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MordanMordan05.08.2010 15:35
Film des Jahres:)
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IceCube_SubZeroIceCube_SubZero05.08.2010 14:33
Super Film wo man zur Abwechslung mal wirklich das Hirn einschalten muss, auch mal was anderes :D

Leider sieht man von den schauchspielerischen Leistungen von Cillian Murphy und Ken Watanabe eher weniger.
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JayDeeJayDee02.08.2010 21:39
Ich hatte keine Probleme im Kino auch beim 1. mal gucken mitzukommen. Es wird so gut rüber gebracht, dass ich nie nachdenken mußte "Moment, warum war das nochmal so ?". Bei vielen einfacheren Filmen verliert man schonmal den Faden, was aber hier nicht vorkommt.
Wenn man dann erstmal von der Traumwelt aufgesogen wurde, wünscht man sich auch schnell, dass es noch ein wenig komplexer wird. So ähnlich wie man nach dem ersten Level in einem Spiel immer weitere Herrausforderungen sucht ;)
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Neighbor02.08.2010 09:35
Was für eine schlechte Filmkritik.

Der Film war super!!!!!!!!
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Zwergen-KingZwergen-King02.08.2010 00:40
Ich fand in in der Mitte ein bisschen langweilig aber der anfang und das ende waren einfach gut und insgesamt ein toller film
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Meisterbrau01.08.2010 09:42
Der Film erinnert mich ganz stark an Dark City ... manche Szenen sind 1:1 übernommen worden .
trotzdem ein wirklich guter Film .
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Akaron30.07.2010 02:51
Stimm ich zu war heute drin is absolut genialer film also predikat sehr sehenswert, aber so die kurve im ende wars jetzt nicht kein absoulter mindfuck, aber intiligenter film und genau so kamm er auch rüber.
SO AB INS KINO SCHAUEN
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FugenritzenstoffFugenritzenstoff29.07.2010 21:15
Extrem spannender und kurzweiliger Film. Vom Ende bin ich aber sehr enttäuscht gewesen. Der Twist dort am Ende wurde viel zu plump serviert und sofort mit der Abblende "belohnt".

Von einem Mindfuck habe ich aber nicht allzuviel erlebt.
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Peer KrögerPeer Kröger29.07.2010 11:56
Wirklich, wirklich gut. Für mich der beste Film des Jahres.
Ja, Toy Story 3 ist auch gut, aber Inception gefällt mir persönlich noch besser! :)
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Wadenbein29.07.2010 10:56
Der Hammer!

Trotz komplexen Drehbuchs elegant abgefilmt und dadurch auch überraschend leicht zu verstehen. Wer mitten in einem Film aufs Klo geht, ist sowieso selbst schuld ;)

Ich hätte 10/10 gegeben. Für mich nicht ganz so emotional mitreißend wie "The Dark Knight" aber 1000 mal innovativer.
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Hypnotize28.07.2010 16:13
@ mitha

genau wie bei Prestige auch^^ Freu mich schon auf den Film...nächste Woche wird mein Hirn vergewaltigt :P
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mithamitha28.07.2010 11:15
Gerade Fight Club kann man gern ein zweites Mal sehen. Weil man halt alles mit anderen Augen sieht, wenn man die Auflösung kennt.
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HadanHadan27.07.2010 11:55
Der erste Film seit langem der mich wirklich interessiert & den ich mir auch im Kino ansehen werd.
Mindfuck? Ja, bitte.

@Akaron: &hinterher wünscht man sich das man sein Kurzzeitgedächtnis löschen kann weil man weiß das Filme wie Fight Club nie wieder so geil sein werden wie beim ersten Mal.
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Spam27.07.2010 09:01
Absolut sehenswert..wenn möglich aber im Original :)
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woldeuswoldeus27.07.2010 02:31
ich lass mich gerne mindfucken. ticket ist dann wohl gekauft=)
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Akaron26.07.2010 15:55
Gute idee mach ich auch gleich mal ^^
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fl3X026.07.2010 15:48
Karten schon vorbestellt, gut das meine Freundin Dicaprio Fan is, dann gefällts der sicher auch xD
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Akaron26.07.2010 15:43
Das schon aber Memento sowie The Prestig haben mir damals schon gehörig einen verpasst. Sowie Fight Club damals oder kennt wer The Machnist. Ich mag das wenn man sich zum ersten mal einen Film ansieht ohne große erwartung bzw erkenntnis und bekommt dannach nicht mehr die Kinnlade rauf. Insbesonders der Moment wo die entscheidene Schlüsselzene kommt und man nur denkt WAHT THE FUCK. Das sind immer die geilsten Filme.
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HarlequinHarlequin26.07.2010 15:33
"Einen noch größeren Mindfuck kann man sich eigentlich kaum vorstellen."

Ich hab Inception noch nicht gesehen aber ich behaupte mal, dass es in sachen Mindfuck nicht an Filme von David Lynch heranreichen wird. Das war natürlich auch nicht das Ziel des Films aber wollte das mal gesagt haben.^^
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Akaron26.07.2010 15:27
Mindfuck was ein schönes wort, Nolan hats wohl einfach drauf.
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Inception
Inception FilmplakatRegie: Christopher NolanGenre:Action, Science FictionFilmstart: Darsteller:Ellen Page, Tom Hardy, Joseph Gordon-Levitt, Ken Watanabe, Michael Caine, Cillian Murphy, Marion Cotillard, Leonardo DiCaprio
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