Mensch, der Christopher Nolan. Mit „Inception“ macht sich der Mann nun schon zum zweiten Mal auf, der hohlbirnigen Sommersaison die schier unmögliche Kombination aus Monsterbudget, Jubelkritiken und massivem Box Office-Reibach beizubringen. Bereits „The Dark Knight“ erschien wie eine selige Insel, die dem breiten Mainstream-Publikum mehr Verstand zutraute, als jedem Produzenten eigentlich lieb sein kann, und „Inception“ führt nun diesen Weg konsequent weiter. Zwischen Nolans neuem Film und sowas wie „A-Team“ liegen schier epische Gräben, die nicht mal im Traum mit einer Brücke verbunden werden können.
„Inception“ handelt von Träumen, und dann auch von Träumen in Träumen in Träumen in...pfff. Der Film erzählt uns, dass man Gedanken aus Träumen herausziehen kann und genauso auch Gedanken in Träume einpflanzen kann. Es gibt verschiedene Traumebenen, die jeweils die darüber liegenden Ebenen beeinflussen und mit zunehmender Tiefe sowohl gefährlicher als auch fragiler werden. Träume sind hier frei definierbare Welten, die alles können, keine festen Regeln kennen und letztendlich alle auf realem Schlaf basieren. Wenn etwas auf einer Ebenen passiert, hat das automatisch Auswirkungen auf alle anderen Ebenen.
Bilder, die sich in den Verstand einbrennen: "Inception" lässt sein Millionenbudget gekonnt durchblicken.Die inhaltliche Basis von „Inception“ hat es wirklich in sich und eröffnet ein so großes Spielfeld, dass fast eine Stunde vergeht, bis alle Regeln verklickert sind. In den Traumwelten des Films gibt es Diebe, Architekten, Organisatoren, Fälscher und Apotheker. Zusätzlich sind natürlich auch die Opfer selber anwesend, die in ihren eigenen Träumen agieren und im besten Fall Schutzmechanismen gegen äußere Eingriffe „installiert“ haben. Noch nie ist die Einpflanzung eines Gedankens gelungen, was selbst erfahrene Traumwandler und erst recht das Publikum auf ein ganz dünnes Drahtseil stellt. Die Komplexität des Vorhabens zielt so hoch (bzw. so tief), dass kaum ein Popcornbecher am Ende vollständig geleert sein dürfte.
Für die Einpflanzung der Geschichte von „Inception“ sollte man besser ausgeruht und aufnahmebereit im Kinosessel Platz nehmen, denn sonst kommt man bereits in den ersten 10 Minuten, als ohne Vorwarnung durch diverse Traumebenen gesprungen wird, mächtig ins Schwimmen. Nolan hat zwar geschlagene 148 Minuten zur Verfügung, doch trotzdem geht es aus dem Stand auf ein erzählerisches Hochleistungsniveau, das den inhaltlosen Thrills der restlichen Sommersaison eine regelrecht überfrachtete Laberorgie entgegensetzt. Es wird hier erklärt, noch mehr erklärt und danach dann geplant, noch mehr geplant und schließlich fast ebenso wortreich ausgeführt. Der wahre Thrill des Films ist die Herausforderung, immer am Ball zu bleiben.
Gemächlich: Bis die Regeln von Chris Nolans Welt erklärt sind, vergeht eine gute Stunde.Man kann die erste Stunde von „Inception“ wahlweise als faszinierend oder anstrengend beschreiben, entweder als forderndes Puzzle oder als wenig stimulierende Vorlesung auf Über-Geek Niveau. Fakt ist auf jeden Fall, dass hier eine Ambition an den Tag gelegt wird, die wiederholte Sichtungen fast unumgänglich macht und dem Beginn der eigentlichen Mission offene Arme schenkt. Nachdem alles und jeder in den Startblöcken steht, entwickelt „Inception“ endlich genügend Drive und Spannung, um den Worten auch mal Taten folgen zu lassen. Ein japanischer Geschäftsmann (Ken Watanabe) möchte einem Widersacher (Cillian Murphy) mit Hilfe von Leonardo DiCaprio und seinem Team den Gedanken zur Zerschlagung seines Firmenimperiums einpflanzen lassen. Alles klar nun? Und ZACK, ab in die Traumwelten!
Regie: Christopher NolanGenre:Action, Science FictionFilmstart: Darsteller:Ellen Page, Tom Hardy, Joseph Gordon-Levitt, Ken Watanabe, Michael Caine, Cillian Murphy, Marion Cotillard, Leonardo DiCaprio
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Leider sieht man von den schauchspielerischen Leistungen von Cillian Murphy und Ken Watanabe eher weniger.
Wenn man dann erstmal von der Traumwelt aufgesogen wurde, wünscht man sich auch schnell, dass es noch ein wenig komplexer wird. So ähnlich wie man nach dem ersten Level in einem Spiel immer weitere Herrausforderungen sucht ;)
Der Film war super!!!!!!!!
trotzdem ein wirklich guter Film .
SO AB INS KINO SCHAUEN
Von einem Mindfuck habe ich aber nicht allzuviel erlebt.
Ja, Toy Story 3 ist auch gut, aber Inception gefällt mir persönlich noch besser! :)
Trotz komplexen Drehbuchs elegant abgefilmt und dadurch auch überraschend leicht zu verstehen. Wer mitten in einem Film aufs Klo geht, ist sowieso selbst schuld ;)
Ich hätte 10/10 gegeben. Für mich nicht ganz so emotional mitreißend wie "The Dark Knight" aber 1000 mal innovativer.
genau wie bei Prestige auch^^ Freu mich schon auf den Film...nächste Woche wird mein Hirn vergewaltigt :P
Mindfuck? Ja, bitte.
@Akaron: &hinterher wünscht man sich das man sein Kurzzeitgedächtnis löschen kann weil man weiß das Filme wie Fight Club nie wieder so geil sein werden wie beim ersten Mal.
Ich hab Inception noch nicht gesehen aber ich behaupte mal, dass es in sachen Mindfuck nicht an Filme von David Lynch heranreichen wird. Das war natürlich auch nicht das Ziel des Films aber wollte das mal gesagt haben.^^