Immer nie am Meer - Infos

Nachts auf einer abgelegenen Waldstraße. Auf der Rückfahrt von einer privaten Familienfeier lesen der phlegmatische Geschichtsprofessor Baisch (Dirk Stermann) und sein depressiver, tablettensüchtiger Schwager Anzengruber (Christoph Grissemann) den manischen Kleinkünstler Schwanenmeister (Heinz Strunk) auf, dessen Auto im Straßengraben hängen geblieben ist. Als sie wenig später derselben Joggerin ausweichen müssen, die schon zuvor Schwanenmeister zum Verhängnis wurde, kommt ihr Wagen von der Straße ab. Eingeklemmt zwischen zwei Bäumen bleiben sie stecken.

Baisch, Anzengruber und Schwanenmeister sitzen fest. Türen und Fenster des Autos, das aus dem Fundus des vor kurzem verstorbenen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim stammt, lassen sich nicht öffnen. Die Scheiben sind aus Panzerglas und können nicht eingeschlagen werden. Das Schiebedach ist defekt. Bleibt nur Hoffen auf Hilfe.

Tagelanges apathisches Warten. Der einzige Proviant besteht aus einer Schüssel Heringsalat und einigen Flaschen Prosecco, die von der Party übergeblieben sind. Angst, Wut und Hysterie wechseln einander ab. Überdrehte Heiterkeit, verzweifelte Weinkrämpfe, absurde Gespräche, intime Momente. Das Auto wird zum Gefängnis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Zumindest nicht aus eigener Kraft.

Auf der Suche nach seiner Ratte entdeckt Toni (Philip Bialkowski), ein Bub aus einem nahe gelegenem Ferienheim, das Auto im Wald. Toni ist ein kluges Kind, das sich für Verhalten in Stresssituationen interessiert. Bisher musste er mit Ratten forschen. Nun hat ihm der Zufall menschliche Versuchsobjekte geschenkt. Die Situation wird immer absurder. Verzweifelter aber auch.

Ob jemals Rettung kommt?

Immer nie am Meer - Kinotrailer