"Auf dieser hauchdünnen Eisdecke brechen nur die dünnen Kurzen nicht ein." - Martin Beck

Die Paradereihe des Blue-Sky-Animationsstudios von Fox zuckt bei Teil 5 auf verdammt dünnem Eis. Wäre das ein Pixar-Film, hätte man höchstwahrscheinlich bereits den Regisseur gefeuert und das Projekt um zwei Jahre verschoben, um mit einem richtigen Drehbuch das Geschehen aus dem dramaturgischen Wartesaal des Lebens zu befördern. Bei „Ice Age: Kollision voraus!“ herrscht hübsch anzusehender Stillstand an allen Fronten. Das letzte Mal, dass jemand einer verdienten Filmreihe mit einem Ausflug ins Weltall neues Blut eintrichtern wollte, bescherte uns „Jason X“. Kein rundum gelungenes Argument, es mit Scrat und seiner Nuss hier erneut zu versuchen. Die ersten Wetten, wann die Tierbande eine Zeitmaschine aufstöbert und damit in die Jetztzeit reisen darf, werden bereits angenommen.

Ice Age 5 - Kollision voraus! - Deutscher Trailer #3Ein weiteres Video

Aber nein, das wird nicht passieren, denn mit „Ice Age: Kollision voraus!“ ist ja das Ende der Eiszeit erreicht – zumindest für diejenigen, die noch an die Zahnfee glauben. Falls dieser fünfte Teil ein Erfolg wird, wovon auszugehen ist, kann man nur hoffen, dass das kreative Team beim nächsten Anlauf ein bisschen mehr auf Substanz setzt und nicht noch einmal wenig überzeugendes Stückwerk der Sorte „lass uns die Kinder für zwei Stunden abgeben, ich will shoppen“ abliefert. Traurig aber wahr: Ohne seine grundsätzlich liebenswerten Figuren und die hübsche Animation wäre „Ice Age: Kollision voraus!“ kaum der Rede wert.

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