„Humans vs. Zombies“ basiert auf einem Spiel. Keinem Computerspiel, sondern einem Live-Action-Spiel, das an amerikanischen Colleges gespielt wird. Es beginnt mit ein oder zwei Zombies, die Menschen infizieren müssen – mit einer einfachen Berührung. Gegen sie zur Wehr setzen kann man sich, indem man sie mit Spielzeugwaffen abschießt, woraufhin sie betäubt sind. Es dauert nicht lange und die Zombie-Apokalypse verbreitet sich rasant.

Regisseur und Ko-Autor Brian T. Jaynes hat dieses Spiel auch gespielt. Irgendwann kam dann die Idee, daraus einen Film zu machen. Der wenig innovative Titel – letztlich sind es immer Menschen gegen Zombies – sollte zusätzliche Aufmerksamkeit bringen. Natürlich hoffte man, dass die HvZ-Spieler in Scharen auch den Film erwerben würden.

Auf einem Campus bricht die Zombie-Epidemie aus. Erst werden nur vereinzelt Menschen angefallen und gebissen. Niemand denkt sich etwas dabei – außer der Nerd, der gerade ein Buch verschlingt, wie man die Zombie-Apokalypse überstehen kann.

Es dauert nicht lange und die Infizierten verwandeln sich ebenfalls. Immer mehr Menschen werden angegriffen.

Der schwer bewaffnete Verschwörungstheoretiker Frank rettet ein paar Studenten. Gemeinsam kämpft man nun ums Überleben, was leichter gesagt als getan ist.

Solider Zombie-Film, der auf einem Live-Action-Spiel basiert. Nichts Neues im Zombie-Westen, aber passabel.Fazit lesen

Denn die Munition wird knapp, sichere Orte gibt es kaum und einer von ihnen wurde gebissen.

Humans vs. Zombies - Aus einem Spiel wird blutiger Zombie-Ernst

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Sind es Zombies? Oder einfach nur ne Gruppe Studenten mit Ketchupflecken?
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No-Names vs. Zombies

Die Besetzung des Films besteht praktisch nur aus Unbekannten. Die einzige Schauspielerin, die man kennen kann, spielte in einer Serie mit, die hierzulande noch nicht aufgeschlagen ist: „Friday Night Lights“. Darin hat Madison Burge von 2009 bis 2011 in immerhin 26 Folgen mitgewirkt. Sie erscheint in „Humans vs. Zombies“ schauspielerisch auch am sichersten. Das übrige Ensemble hat zwar auch schon in eine Reihe von Produktionen mitgewirkt, zumeist aber in deutlich kleineren Rollen.

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Ihre Parts füllen sie jedoch ganz ordentlich aus, was aber auch daran liegen mag, dass die Figuren nicht besonders stark entwickelt sind. Zwar lässt sich der Film gerade im ersten Drittel Zeit und versucht sich an Charakterbildung, aber allzu tiefschürfend ist das nicht umgesetzt.

Low-Budget-Zombies

Man sieht „Humans vs. Zombies“ schon an, dass kein besonders großes Budget zur Verfügung stand. Insofern hängt es auch von der eigenen Erwartungshaltung ab, ob man diesem Film etwas abgewinnen kann. Wenn man nicht „The Walking Dead“ oder „Dawn of the Dead“ erwartet, dann erweist sich der Film durchaus als unterhaltsam. Er ist zwar nie mehr als nur solide, aber auch nicht weniger als das.

Gerade im Zombie-Subgenre gibt es zahlreiche Filme, die deutlich schlechter abschneiden, so dass man sich über passable B-Movies wie dieses (oder z.B. auch „Zombie Apocalypse“, der vor ein paar Monaten herauskam) durchaus freuen kann. Natürlich gibt es einiges an Schwächen, zu allererst die Dialoge, die wenigstens eine Politur, wohl aber eher mehrere benötigt hätten. Mitunter kann man nur den Kopf schütteln, wenn Handlungsträger in gefährlichen Situationen die dümmsten Bemerkungen machen.

Allerdings ist auch wahr, dass man an diesen Momenten schnell vorbeieilt, denn nachdem sich Frank und die anderen auf der Flucht befinden, hält sich der Film nicht mehr lange mit Geplapper auf, sondern setzt auf Action.

Humans vs. Zombies - Aus einem Spiel wird blutiger Zombie-Ernst

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Humans vs. Zombies basiert auf einem Live-Action-Spiel.
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Animierter Comic

Neben dem Hauptfilm enthält die Blu-ray auch noch einen animierten Comic, der die Vorgeschichte des Films erzählt. Die Zeichnungen sind nicht überragend, aber ausreichend. Ein Wermutstropfen ist, dass es für dieses Extra keine Untertitelung gibt. Man muss also mit dem originalen Englisch vorlieb nehmen.

Die Vorgeschichte ist nett anzusehen und korreliert gut mit einer der irreren Sequenzen des Films, in der Frank seinen neuen Freunden erklärt, wer hinter dem Zombie-Virus steckt und was damit erreicht werden soll. Nur ein Wort: Illuminaten. Genau, die waren’s!