Bei einer Diskussionsrunde anlässlich seiner Amazon-Serie Hands of God gab Ron Perlman zu, dass er Hellboy 3 im Grunde gar nicht machen wolle. Mitnichten. Vielmehr empfinde er es als Pflicht den Fans gegenüber.

Interessant. Ausgerechnet Ron Perlman, der bei jeder Gelegenheit und überall lautstark die Werbetrommel für Hellboy 3 rührt, soll ihn eigentlich gar nicht machen wollen? Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, ergibt Sinn, wenn man seine Antwort darauf hört, warum er für Hellboy 3 ist: "Lasst es mich klarstellen", so Perlman, "ich will Hellboy 3 nicht machen. Das Auftragen und Abschminken der Maske geht mir auf den Sack. Aber ich habe das Gefühl, wir sind dazu verpflichtet, die Geschichte zu Ende zu führen. Das ist es. Ende der Diskussion."

Das einzige Problem war dabei bislang immer die Finanzierung. "Die harten Fakten sind die, dass der Film um die 120 Millionen Dollar kosten wird und niemand steht wirklich Schlange, um uns das Geld zu geben", so Regisseur Guillermo del Toro. "Der Betrag liegt etwas über Kickstarter. Es wäre großartig, die Trilogie zu komplettieren. Aber in gewisser Hinsicht sehe ich nicht, dass die Welt - die Filmindustrie - diese Idee unterstützt."

Del Toro sagte vor kurzem auch, dass man sich besser beeilen sollte, wenn man noch einen dritten Hellboy produzieren wolle. Schließlich sei Perlman bereits 65 Jahre alt. "Wenn Del Toro sagt, 'Setz das Makeup auf', dann kann man mich im Rollstuhl filmen und ich werde immer noch Hellboy sein. Der einzige Schlußpunkt wäre es, wenn sie den Sargdeckel schließen."

Perlman will es, Del Toro will es und sogar ein Studio hat bereits die Bereitschaft signalisiert, Hellboy 3 zu produzieren. Sollte sich Pacific Rim 2 im Kino als Erfolg herausstellen, so Del Toro, dann wolle Legendary Pictures auch Hellboy 3 finanzieren.