Das wars. Alle Hoffnung ist dahin. Regisseur Guillermo del Toro hat schlechte Nachrichten für Hellboy-Fans, die zuletzt noch Hoffnung geschöpft hatten.

"Bye, bye, Welt. Es war schön mit euch, solange es dauerte"

Dabei sah es zuletzt noch hoffnungsvoller aus als all die Jahre zuvor: Nachdem sowohl Ron Perlman wie auch die Fans immer und immer wieder nach einem abschließenden Teil für die Hellboy-Reihe gebeten, ja geradezu danach verlangt hatten, gab sich Regisseur Guillermo del Toro einen Ruck und versprach, sich zumindest mit Hellboy-Darsteller Ron Perlman sowie Hellboy-Schöpfer Mike Mignola zu treffen, sollten innerhalb von 24 Stunden mindestens 100.000 Votes über Twitter zusammenkommen - keine 24 Stunden später waren es 132.938 Votes.

"Ich habe mit Ron Perlman gesprochen. Er ist dabei. Werde als Nächstes mal (Mike) Mignola anhauen. Werde euch auf dem Laufenden halten. Bin sehr gerührt von eurer Liebe für die Teile eins und zwei", ließ ein gerührter Del Toro seine Follower wissen.

Hellboy ist tot

Und nun die traurige Gewissheit:

"Hellboy 3 - Tut mir leid, es sagen zu müssen: Habe mit allen Beteiligten gesprochen. Muss berichten, dass das Sequel zu 100 Prozent nicht geschehen wird. Und das ist das Letzte, was es darüber zu sagen gibt."

Woran ist es gescheitert? An Perlman wohl nicht, denn er wollte diesen abschließenden Film all die Jahre realisieren. An Del Toro? Wahrscheinlich nicht, denn sonst hätte er das Thema nicht öffentlich angesprochen. Entweder war Mignola nicht sonderlich angetan von der Idee oder, was durchaus denkbarer wäre, es fand sich einfach kein Studio, das bereit wäre, mindestens 100 Millionen Dollar in einen Film zu stecken, dessen erste beide Teile bereits ihre Kosten erst durch die Heimauswertung wieder reinholen konnten.

Zwar bot Produzent Thomas Tull an, mit Legendary Entertainment die Produktion zu übernehmen, sollte sich Pacific Rim 2 als Hit herausstellen (was an sich schon ein schwieriges Unterfangen sein dürfte, wenn man sich die weltweiten Einnahmen des ersten Teils vor Augen führt), aber Tull trat Ende Januar von seinem Posten als CEO zurück. Damit gab es auch bei Legendary Entertainment niemanden mehr, der für Hellboy 3 die Hand ins Feuer legen wollte.

Im Gegensatz zu Deadpool kann Hellboy auch nicht den Weg über ein niedriges Budget gehen - es gibt einfach kein Publikum. Das haben nun wohl auch alle Beteiligten endgültig begriffen. Was bleibt sind die ersten beiden Teile, die aber dafür ziemlich unterhaltsam sind.

Schade, was meint ihr?