Hannah Arendt - Infos

Der Film zeichnet einen Lebensabschnitt der Reporterin, Publizistin und politischen Theoretikerin Hannah Arendt (14.10.1906 - 04.12.1975) ab 1961 in groben Zügen nach.

Hannah Arendt (Barbara Sukowa) arbeitet für "The New Yorker" als Reporterin, als sie 1961 damit beauftragt wird, am Eichmann-Prozess in Jerusalem teilzunehmen. Sie erhofft sich, die persönliche Motivation des verantwortlichen Nazis während des Prozesses nachvollziehen zu können. Aus diesem Anlass führt sie haarklein Protokoll und verarbeitet ihre Eindrücke anschließend in mehreren Artikeln.

Auf dieser Grundlage schreibt sie schließlich ihre angesehenste und zugleich strittigste Publikation "Eichmann in Jerusalem - Ein Bericht von der Banalität des Bösen". In ihrem Werk nimmt sie dem Verantwortlichen einen Teil seiner Schuld; sein Verhalten fuße lediglich auf blindem Gehorsam, der in allen Menschen zu finden ist. Ihre Meinung steht im krassen Gegensatz zur öffentlichen Ansicht, die ihn für eine gewissenlose Bestie hält. Nach der Veröffentlichung und hitzigen Debatte ihres Werks folgen auch persönliche Konsequenzen für Hannah Arendt: Freunde wenden sich von ihr ab, im Alltag stößt sie auf immer heftigere Ressentiments und die Gesellschaft ist kaum noch bereit, sie als eine der ihren zu akzeptieren.