Halloween naht raschen Schrittes und natürlich wollen auch die Fernsehsender dafür gewappnet sein. Das vielleicht ansprechendste Halloween-Package bietet in diesem Jahr TNT, das gleich eine ganze Woche feiert. Am 31. Oktober gibt es einen Vampir-Tag, gefolgt von einer Freddy-Krueger-Woche.

Unter dem Motto „Achtung bissig! Halloween auf TNT Film“ gibt es am 31. Oktober gleich fünf Vampirfilme, die ab 15.10 Uhr einen Querschnitt durch das Genre liefern. Den Anfang macht ein Film, den man heutzutage eben auch Nachmittags zeigen kann: Roman Polanskis „Tanz der Vampire“, eine Art Parodie auf die erfolgreichen Hammer-Filme jener Jahre. Im Mittelpunkt stehen Professor Abronsius und sein Gehilfe Alfred, die auf Vampirjagd gehen, aber im Schloss des Grafen Krolok um ihr Leben kämpfen müssen. Das ist durchaus humorig, etwa dann, wenn ein Kreuz hervorgeholt wird, das dem Vampir aber nichts ausmacht. Wieso? Weil er Jude ist. Was stört ihn da schon ein Kreuz?

TNT HALLOWEEN - Vampire vs. Freddy Krueger

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"Tanz der Vampire" ist ein absoluter Klassiker.
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Danach geht es mit „Schloss der Vampire“ weiter. Dieser Film aus dem Jahr 1970 ist eine Kinoproduktion auf Grundlage der Grusel-Soap-Opera „Dark Shadows“ und erzählt von der Liebe des Vampirs Barnabas für die junge Maggie.

Danach springt man in die 1980er – mit den „Lost Boys“. Der Vampirfilm mit Kiefer Sutherland als Anführer einer Blutsaugerrotte ist einer der großen Genre-Klassiker jenes Jahrzehnts, unterlegt mit einem fetzigen Soundtrack. Corey Haim spielt die Hauptrolle. Zusammen mit Corey Feldman muss er gegen Vampire in einer kalifornischen Kleinstadt vorrücken, denen sein Bruder sonst verfällt.

Weiter geht es mit „From Dusk Till Dawn“, in dem George Clooney und Quentin Tarantino in der Bar Titty Twister auf eine Vampirmeute stoßen. Da der Film schon um 20.15 Uhr läuft, dürfte er wohl nicht ungeschnitten davongekommen sein, denn wenn das Massaker beginnt, ist effektmäßig schon so manch Derbes geboten.

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"From Dusk Till Dawn" müssen wir ja nicht vorstellen, oder?
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Den Abschluss bildet dann „Blade: Trinity“, der letzte Film der Trilogie um den Daywalker. Der muss hier gegen Dracula persönlich antreten, erhält aber Hilfe von Hannibal King und Abigail Whistler, gespielt von Ryan Reynolds und Jessica Biel.

Freddy vs. Jason

Am 1. November beginnt um 20.15 Uhr die Freddy-Krueger-Woche, allerdings nicht mit dem ersten „Nightmare“-Film. Stattdessen zeigt man „Freddy vs. Jason“, das Treffen der beiden Killer aus „Nightmare“ und „Freitag, der 13.“, das 2003 durchaus ein Kinoerfolg gewesen ist. Eine Fortsetzung gab es leider dennoch nicht.

In erster Linie ist dieser Film ein Happening, ein Gute-Laune-Streifen für Slasher-Fans, macht es doch Spaß, die beiden Horror-Helden im Clinch miteinander zu sehen.

Direkt im Anschluss läuft „Nightmare 2 – Die Rache“, mit dem die TNT-Ausstrahlung der 1980er-Reihe beginnt. Leider hat man den ersten Film außen vor gelassen, aber wenigstens gibt es bis zum 6. November jeweils einen weiteren Film der Reihe zu sehen – bis einschließlich „Freddys Finale – Nightmare on Elm Street 6“.

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Ein mordsmäßiger Spaß: Freddy und Jason kloppen sich die Köpfe ein.
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Der zweite Teil versucht noch, seine Identität zu finden. Er ist noch ernsthaft, aber hat schon Freddy-One-Liner. Die Geschichte selbst wirkt losgelöst und verändert auch die Regeln, die im ersten Teil aufgestellt wurden. Gemeinhin gilt dieser Film als der schlechteste der Reihe.

Trilogie

Die Teile 3 bis 5 bilden eine in sich geschlossene Trilogie. „Nighmare 3 – Freddy Krueger lebt“ schließt dabei an den ersten Teil an und zeigt erneut Heather Langenkamp als Nancy, die nun aber erwachsen ist und in einer Klinik Jugendlichen hilft, die Schlafprobleme haben. Klar, in ihren Träumen geht ja auch Freddy um!

Dies ist der phantasievollste und – ja, das Wort passt – schönste Film der Reihe, der schon eher in Richtung Fantasy geht und Freddy als coolen Anti-Helden für das Publikum etabliert. Ab diesem Punkt gilt die Sympathie eher Freddy als seinen Opfern. In einer Hauptrolle agiert übrigens die junge Patricia Arquette.

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Freddy ist wohl der coolste Horror-Killer aller Zeiten. Oder?
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Deren Rolle wurde in „Nightmare on Elm Street 4“ (Regie: Renny Harlin) umbesetzt, hat da aber eh nicht mehr viel zu tun, da die von Lisa Wilcox gespielte Alice zur neuen Heldin aufgebaut wird. Sie gehört der zweiten Generation der Elm-Street-Kinder an und nimmt es mit Freddy auf.

Den Abschluss der Geschichte bildet dann „Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma“, in dem Freddy wiedergeboren werden will – durch Alice‘ Kind. Der von Stephen Hopkins inszenierte Film ist deutlich düsterer als seine Vorgänger und lebt von einer dezidiert gotischen Gruselstimmung.

Ein neuer Anfang

Nach dem Ende des fünften Films entschied man sich, dass man Freddy zu Grabe tragen wollte. „Freddys Finale – Nightmare on Elm Street 6“ sollte der Abschluss sein, der in der nahen Zukunft spielt, in der Freddy schon längst über die Stadt hinaus – nämlich landesweit – seine Opfer gefunden hat. Es gibt hier auch Rückblicke auf Freddys Vergangenheit. Man lernt seinen brutalen Vater kennen, der von Alice Cooper gespielt wird.

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Alice Cooper ist nicht nur in den Freddy-Filmen eine Grusel-Kultfigur.
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Der Film lief weniger gut als seine Vorgänger, einen siebten Teil gab es jedoch noch, den TNT leider nicht zeigt: „Freddy’s New Nightmare“, der von Wes Craven inszeniert wurde und eine Meta-Ebene eröffnete, indem er Realität mit Fiktion kreuzte.

Alles in allem hätte man die Freddy-Krueger-Woche sicherlich ein wenig kompletter gestalten können, zum Einstieg in die Welt des Traumkillers ist das Ganze aber durchaus ganz gut.