Wenn man an Marvel-Helden denkt, fallen einem alle möglichen Helden ein: Spider-Man, Iron Man, Thor, Captain America, der Punisher, ja sogar Black Panther. Doch die Guardians of the Galaxy werden wohl nur die wenigsten kennen. Dass ausgerechnet die intergalaktische Superheldentruppe eine Verfilmung erhält, könnte man als durchaus gewagt bezeichnen. Schließlich ist die Mannschaft aus einem ballernden Waschbären, einem grünen Ausserirdischen (Hulk hat auch alleine als Film bislang nicht funktioniert), einem baumähnlichen Wesen und anderen seltsamen Figuren nicht gerade massentauglich. Nun hat Regisseur James Gunn auf der Premiere von Iron Man 3 in London ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert.

Guardians Of The Galaxy - Regisseur James Gunn spricht über das gewagte Marvel-Projekt

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Auf die Frage, ob sich James Gunn vorstellen könne, dass Jason Statham Rocket Raccoon seine Stimme leiht, antwortet Gunn, dass es noch zu früh sei, darüber zu spekulieren. Rocket Raccoon hätte sich im Laufe der Jahre sehr oft verändert und nach seinem Drehbuch, erfordere das einen ganz speziellen Typen. Daher könne er dazu noch nichts sagen, aber in den nächsten Wochen würde sich da sicherlich was ergeben.

Auch Michael Rooker sei nicht direkt im Projekt involviert. Doch da er ein guter Freund Gunns ist und bereits in seinen Filmen Slither und Super mitgespielt hat, dürfte ein Mitwirken bei Guardians of the Galaxy eher eine Formsache sein.

Den Vergleich mit mit Star Wars weist Gunn allerdings sofort ab. "Ich denke, dass wir sehr anders sind als Star Wars. Einige der Konzeptzeichnungen, die veröffentlicht wurden, enstammen meiner Obhut, und einige andere sind vor meinem Beitritt entstanden. Die Konzeptzeichnung, die veröffentlicht wurde, stammt aus dem Marvel Collected Disc Set...einige der Zeichnungen von Charlie Wen und den Jungs," so Gunn. "Das Bild vom Rocket Raccoon war eine frühe Version meines Rockets, das ich mit Charlie ausgearbeitet habe, während der Entwicklung. Er sieht heute nicht mehr so aus wie damals, aber es gibt eine Menge Gemeinsamkeiten darin, dass er bodenständiger ist, ein echtes kleines Wesen, ganz im Gegensatz zu einem cartoon-artigem Ding."

Um Rocket Raccoon detailgetreu darstellen zu können, habe Gunn auch viel mit echten Waschbären gearbeitet. Er habe mit ihnen gespielt, sie gefüttert und sie beobachtet, um ihr Verhalten zu studieren. Rocket Raccoon sehe er als das Herz des Filmes an und daher sei es ihm wichtig, ihn nicht als eine Art Bugs Bunny inmitten der Avengers zu zeigen, sondern als echtes kleines und einsames Biest. So sei er einzigartig im Universum - eine beinharte Kampfmaschine.

Guardians of the Galaxy werde sich in einigen Dingen auch von den bisherigen Marvel-Verfilmungen unterscheiden. So spiele der Film nicht auf der Erde, sondern in den Weiten der Galaxie. Der Film wäre auch farbenfroher, aber ansonsten würde er auch Ähnlichkeiten aufweisen. Auch Guardians of the Galaxy werde ein großer Film werden.

Von den Darstellern kann Gunn bislang nur Chris Pratt (Fast Verheiratet) bestätigen, der Peter Quill / Star-Lord spielen wird. Pratt hätte ihn beim Casting mit seiner Darstellung quasi umgehauen, so dass Gunn ihn einfach engagieren musste. Und das trotz hunderte anderer, die für die Rolle vorgesprochen haben. Pratts einzigartige Performance würde laut Gunn sogar Robert Downey Jrs Darstellung von Tony Stark / Iron Man in den Schatten stellen, den er sich bislang immer in dieser Rolle vorgestellt hatte.

Doch auch über Dave Bautista, einen ehemaligen WCW-Wrestler, der angeblich Drax the Destroyer spielen soll, hat Gunn nur Gutes zu sagen. "Dave Bautista ist einer der begabtesten Darsteller, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Der Kerl hat Zugang zu seinen Emotionen wie nur wenige andere. Und wenn er die Rolle bekommen haben sollte, und ich sage euch, die Rolle wurde bislang, entgegen allen Gerüchten, niemand anderem angeboten, dann wegen seinem Zugang zu seinen Emotionen."

Die Dreharbeiten zu Guardians of the Galaxy sollen noch Ende Juni in England beginnen. In die Kinos kommen wird der Film am 1. August 2014.