Am 28. August startet Marvel Studios bislang riskantester Streifen - Guardians of the Galaxy. Riskant insofern, weil dieses Dreckige Dutzend des Weltraums nicht so bekannt wie Iron Man und Co ist, und weil Guardians von James Gunn inszeniert wurde, also nicht euer typischer Marvel-Stil, sondern besser. In einem Interview sprach Gunn über seine Erfahrung bei den Dreharbeiten.

Guardians Of The Galaxy - Regisseur James Gunn: Ich wurde dazu geschaffen, diesen Film zu machen

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Der wahrscheinlich größte Superheldenstreifen des Jahres
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Marvel-Fans werden in diesem Jahr nur noch eine Gelegenheit haben, eine Kinoproduktion von Marvel Studios in den Kinos zu sehen - Guardians of the Galaxy am 28. August. Danach gibt es erst einmal eine mehrmonatige Durststrecke bis April nächsten Jahres, wenn mit The Avengers: Age of Ultron der Finalfilm von Marvel's Phase 2 startet.

Doch mit Guardians of the Galaxy könnte ein Erlebnis auf die Fans zukommen, das sie so bislang noch nicht erlebt haben. Zumindest war Guardians ein einmaliges Erlebnis für Regisseur James Gunn.

"Ich sage das jetzt nicht auf eine egozentrische Weise, [...] da gab es einen Punkt ganz zu Beginn mit einem der Produzenten, Jeremy Latcham, er kam rein und sagte, 'Ich habe das Gefühl, dass du in einem Labor genetisch dazu gezüchtet wurdest, um diesen Film zu machen.' Und ich dann so, 'Yeah, da hast du recht. Es ist alles, was ich liebe - Aliens, Space Opera, Marvel Superhelden, Waschbären'", so Gunn.

Auch die Songauswahl und der Soundtrack spiele für Gunn eine große Rolle in seinen Filmen. Genau wie auch Zack Snyder, der Tyler Bates, den Komponisten die Musik im Vorfeld schreiben ließ, hat auch Gunn diese Methode gewählt, um den Soundtrack zu einen der wichtigsten Elemente zu machen.

Was Guardians of the Galaxy ebenfalls von anderen Marvel-Superhelden-Streifen unterscheidet, ist die Tatsache, dass hier eine Menge Darsteller mitspielen, die man ansonsten kaum mit Marvel in Verbindung bringen würde. Bereits Hauptdarsteller Chris Pratt entspricht so gar nicht dem Heldenschema. Und dann die Darsteller John C. Reilly, Benicio Del Toro, Josh Brolin und auch Glenn Close. Doch deren Besetzung sei ebenfalls Gunns Geschmack geschuldet. Und so gut wie jeder Darsteller oder jede Darstellerin, die man kontaktiert habe, seien auch sofort Feuer und Flamme für das Projekt gewesen.

Lee Pace, der hier in einer gänzlich untypischen Rolle als Bösewicht Ronan auftaucht, sprach ursprünglich für die Rolle des Star-Lord vor. Die ging schließlich an Chris Pratt. Doch Gunn war so beeindruckt von Pace, vor allem von seiner Größe, die 1,91m misst, dass er ihm die Rolle des Ronan anbot. Die Sache sei die, dass man Chris Pratt, der selbst von enormer Statur ist, passende Gegenspieler gegenüberstellen musste, die in seiner Gegenwart nicht zu mickrig geraten würden.

Überhaupt war es Gunn wichtig, dass jeder der Hauptdarsteller seine eigene Handlung erhalten würde. "Ich wusste, dass dieser Film im Grunde ein Film über die Charaktere sein würde, und es würde den Film erfolgreich machen, wenn sich das Publikum in die Charaktere verliebt. Es würde der Action eine Bedeutung geben, wenn die Charaktere den Leuten tatsächlich etwas bedeuten. Was auch den Humor funktionieren lassen würde. Es war von daher also wirklich wichtig für mich, dass diese Charaktere funktionieren."

Vor allem in Hinsicht auf die Interaktion der Darsteller mit den computergenerierten Helden wie Rocket Raccoon war es wichtig, auch bereits beim Dreh für die nötige Stimmung bei den jeweiligen Szenen zu sorgen. Eine Aufgabe, die Gunns Bruder Sean bestens erfüllte.

Gunn sehe sich mit Guardians of the Galaxy auch als Underdog im diesjährigen Sommer-Blockbuster-Geschäft, denn nicht nur die Story des Films handelt von Underdogs, auch er und seine Darsteller seien in gewisser Weise Außenseiter, die sich erst behaupten müssen. Das sei aber auch eine Stärke des Films, denn dadurch hoffe Gunn, dass sich das Publikum besser mit den Charakteren identifizieren könne.

Einen Termin für den zweiten Teil gibt es im Übrigen auch bereits: Guardians of the Galaxy 2 soll am 28. Juli 2017 in die Kinos kommen.

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