Im Grunde sind diese Termine nie besonders wertig: Präsentationen zu einem neuen, großen Film, von dem nur eine Handvoll Minuten ein paar geladenen Gästen gezeigt werden. Was sich der Verleih davon verspricht: Positive Mundpropaganda, das Erzeugen einer gewissen Aufregung. Für den Journalisten stellt sich natürlich die Frage, ob sich das überhaupt lohnt. Sicherlich ist es schön, ein paar Minuten zu sehen, schöner wäre es aber, den ganzen Film vorgesetzt zu bekommen. Und das umso mehr, wenn man nach etwa 20 Minuten realisiert: Dieser Film rockt mächtig!

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Darum wollen wir euch nicht vorenthalten, welcher Eindruck sich aus diesem Material ergibt, aber eines ist auch klar, das sind natürlich Spoiler, da die zwei gezeigten Sequenzen hier nun auch beschrieben werden. Wer also abseits der Trailer unbefleckt ins Kino gehen will, der sollte zweimal überlegen, ob er nun weiterliest oder nicht.

Der Anfang

Gezeigt wurden die ersten acht Minuten des Films. Alles beginnt auf der Erde, doch hier hält man sich nur einen kurzen Moment lang auf und erlebt mit, wie der kleine Peter Quill von Außerirdischen entführt wird. Danach gibt es einen Zeitsprung um 26 Jahre – und einen Ortswechsel.

Guardians Of The Galaxy - Exklusiv: Wir haben 20 Minuten des Films gesehen

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Ein ungewöhnlicher Anführer.
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Man befindet sich nun auf dem verlassenen Planeten Morag, auf dem Peter Quill, ein Vagabund und Gauner, der durchs All zieht und tut, was ihm beliebt, ein Artefakt stiehlt. Damit gerät er aber mit Korath (Djimoun Hounsou) aneinander, der im Auftrag von Ronan dem Ankläger handelt. Korath will den Star-Lord festnehmen, aber so leicht gibt Peter Quill nicht auf. Es kommt zum Schusswechsel und zu einer überstürzten Flucht, bei der Quill seine Expertise als Pilot zur Schau stellen darf.

Das ist actionreich und immens humorvoll gestaltet. Schon die ersten Momente, als Quill einen Fuß auf Morag setzt, weisen genau die Art schrägen Humor auf, die man auch im Trailer erkennen konnte. Es ist immens vergnüglich, ihm zuzusehen, wie er den Walkman einschaltet, über die zerklüftete Landschaft tänzelt und rattenähnliche Kreaturen, die ihn angreifen wollen, wegkickt.

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Das ungleiche Helden- ... äh... Ganoventeam?
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Die Flucht

Die zweite Szene spielt deutlich später. Quill wurde doch noch festgenommen und befindet sich nun in einem intergalaktischen Gefängnis. Gut, dass Häftling Rocket einen Plan hat, wie man aus diesem Loch fliehen kann. Dazu braucht er die Hilfe von Quill, Gamora und seinem Kumpel, dem Baumwesen Groot. Rocket erklärt, welche Bestandteile er für seinen Plan benötigt, was Groot zum Handeln führt. Aber er ist halt doch nur ein besserer Baum. Die Batterie, die er besorgt, hätte man erst als letztes holen sollen, denn damit werden auch die Wachen alarmiert.

Zwei Sequenzen wurden gezeigt, die eines klar machen: Dieser Film rockt richtig!Ausblick lesen

Was folgt, ist eine Actionsequenz, die es in sich hat. Groot erweist sich also formidabler Kämpfer, Drax wirft Rocket die Waffe zu, die der Waschbär, auf Groots Schulter sitzend, effektiv einsetzt, Gamora besorgt ein weiteres Element, das zur Flucht nötig ist. Und Quill muss die Beinprothese eines Mithäftlings in seinen Besitz bringen, weil Rocket meinte, man brauche sie für die Flucht. Aber später hat der kleine Kerl noch eine Überraschung parat, die Quill nicht gefällt und Gamora zu der Überzeugung bringt, dass sie sich mit den größten Idioten der Galaxis umgeben hat.

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Wir konnten nur zwei Szenen der Weltraumgeschichte sehen - aber das reichte vollkommen aus.
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Auch bei dieser Sequenz beweist James Gunn, dass er der richtige Mann für diesen Stoff ist, denn sein Sinn für abseitigen Humor ergänzt sich hier sehr gut mit mächtig cooler Action. Der Kampfstil der Guardians ist dabei sehr unterschiedlich, so wie es auch bei den Persönlichkeiten der ungleichen Gruppe der Fall ist.
„GIlmore Girls“-Fans können in dieser Sequenz auch James‘ Bruder Sean Gunn sehen, der aber nur eine sehr kleine Rolle hat und am eigenen Leib erfährt, was ein Baumwesen wie Groot eigentlich so alles kann.