Matt Damon und Regisseur Paul Greengrass haben schon bei zwei der Jason-Bourne-Filme zusammengearbeitet. Nun kommt ein neues Projekt der beiden in die Kinos – ein knallharter Kriegs-Thriller.
Moderne Kriegsfilme sehen anders aus als früher. Heutzutage sieht man statt glorfizierter Massenschlachten, heldenhafter Durchhalteparolen und einer klaren moralischen Trennung in Gut und Böse den blutigen Kriegsalltag aus einer sehr subjektiven Sicht. In Zeiten nach den Embedded Journalists sind wir mit der Wackelkamera immer dicht am Geschehen, mittendrin im Kugelhagel, und begreifen so das Chaos. Der Krieg 2.0 hat keine Schützengräben und klaren Fronten, sondern Heckenschützen und Selbstmordattentate. Ein solcher Krieg ist nicht zu gewinnen.
Seltsam vertraut: Der verkniffene Blick samt Telefon am Ohr erinnern an Matt Damons Jason Bourne Impersonifikation.Das zeigen aktuelle Filme wie "The Hurt Locker" oder "Jarhead". "Green Zone" ist zwar nicht direkt ein solcher (Anti-)Kriegsfilm, wenn er auch in den Kriegswirren Iraks stattfindet, aber er schlägt den gleichen Weg ein. Sowohl, was die kriegskritische Message angeht, als auch bezogen auf das Hineinziehen des Zuschauers auf Augenhöhre zur Action. In bester Bourne-Tradition hämmert ein fetziger Soundtrack zu einer rasanten, sehr subjektiven Kamera mit und treibt das Adrenalin in die Adern. Der Zuschauer taucht ein in den grau-braunen urbanen Dschungel Bagdads, deutlich vom Krieg gezeichnet, unübersichtlich, fremdartig, feindselig.
Hinter jeder Ecke kann der Tod auf die hochgerüsteten Army-Soldaten lauern. Die Handlung entfaltet sich in ähnlich schnellem Tempo, bleibt dabei aber immer vielschichtig und intelligent und lässt die Tiefe eines Polit-Thrillers erahnen. Wir sind keine US-Amerikaner und unser Verhältnis zum Krieg und dem Kriegsgrund war von vornherein vorsichtiger und zwiegespaltener als das der Bush-Jünger.
Ebenso wie die harten, ultra-dynamischen Actionsequenzen.Aber für für viele Bürger der kriegführenden Nation kam das tatsächliche Fehlen der Massenvernichtungswaffen einem bösen Erwachen gleich. Schließlich war die Regierung doch von deren Existenz überzeugt! Oder hatte es zumindest behauptet. Doch als sie dann nach der Invasion des Iraks nicht gefunden wurden, und statt dessen täglich Meldungen über getötete US-Soldaten durch die Medien kam, dämmerte die Realität.
Regie: Paul GreengrassGenre:ThrillerFilmstart: Spieldauer: 115 minDarsteller:Amy Ryan, Jason Isaacs, Greg Kinnear, Matt Damon
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;)
Ansonsten klingt der Film interessant, ich habe auch die Bourne-Filme gern geschaut. Ergo werd ich wohl meinen "Kino-Partner" hier reinschleppen :)
Bei der SZ-Diskussion geht es wohl um den Artikel hier: www.sueddeutsche.de/.../text
Das ist in Teilen gut bis sehr gut geschrieben. In anderen sinnloses Geschwurbel ohne Konzept, geschweige denn dass in dem Artikel irgendwie sowas wie Struktur erkennbar wäre. Nichtsdestotrotz können beide Kritiken nebeneinander existieren.
P.S: Garry, wieso unterschreibst du mit Gun? oO
wie gut, dass du die Kritik in der Süddeutschen für kompetenter hälst als unsere.
Wer wird wohl recht haben: der Redakteur der Süddeutschen, der den Film schlecht schreiben muss, um der politischen Grundausrichtung der Zeitung Rechnung zu tragen?
Oder der gamona Redakteur, der frei von der Leber weg das schreiben kann, was er empfindet: ohne PR Druck, ohne Marketing Druck. Oh, und es kann sogar sein, dass der gamona Redakteur eine andere Meinung vertritt als Bud Spencer.
Suchs dir aus.
Gun
"Kinostart: 15.04.10"???
"Kaufen bei amazon.de für 12 Euro"???
Bitte nachbessern...
Gruß, Moritz.
P.s.: Die "Bourne"-Trilogie ist absolut klasse und vor allem der Hauptdarsteller, Matt Damon, hat einen in seinen ganz eigenen, spezifischen Bann gezogen. Der dritte Teil war völlig zu Recht ein "Oscar"-Abräumer.