Green Zone – Filmkritik

Hochspannungskino: Jason Bourne im Irak

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von Peer Kröger, 17. März 2010 10:06 Uhr

Matt Damon und Regisseur Paul Greengrass haben schon bei zwei der Jason-Bourne-Filme zusammengearbeitet. Nun kommt ein neues Projekt der beiden in die Kinos – ein knallharter Kriegs-Thriller.

Krieg 2.0

Hochspannender, actionreicher Kriegs-Thriller mit politischer Note!FazitModerne Kriegsfilme sehen anders aus als früher. Heutzutage sieht man statt glorfizierter Massenschlachten, heldenhafter Durchhalteparolen und einer klaren moralischen Trennung in Gut und Böse den blutigen Kriegsalltag aus einer sehr subjektiven Sicht. In Zeiten nach den Embedded Journalists sind wir mit der Wackelkamera immer dicht am Geschehen, mittendrin im Kugelhagel, und begreifen so das Chaos. Der Krieg 2.0 hat keine Schützengräben und klaren Fronten, sondern Heckenschützen und Selbstmordattentate. Ein solcher Krieg ist nicht zu gewinnen.

Screenshot zu: Hochspannungskino: Jason Bourne im IrakSeltsam vertraut: Der verkniffene Blick samt Telefon am Ohr erinnern an Matt Damons Jason Bourne Impersonifikation.

Das zeigen aktuelle Filme wie "The Hurt Locker" oder "Jarhead". "Green Zone" ist zwar nicht direkt ein solcher (Anti-)Kriegsfilm, wenn er auch in den Kriegswirren Iraks stattfindet, aber er schlägt den gleichen Weg ein. Sowohl, was die kriegskritische Message angeht, als auch bezogen auf das Hineinziehen des Zuschauers auf Augenhöhre zur Action. In bester Bourne-Tradition hämmert ein fetziger Soundtrack zu einer rasanten, sehr subjektiven Kamera mit und treibt das Adrenalin in die Adern. Der Zuschauer taucht ein in den grau-braunen urbanen Dschungel Bagdads, deutlich vom Krieg gezeichnet, unübersichtlich, fremdartig, feindselig.

Hinter jeder Ecke kann der Tod auf die hochgerüsteten Army-Soldaten lauern. Die Handlung entfaltet sich in ähnlich schnellem Tempo, bleibt dabei aber immer vielschichtig und intelligent und lässt die Tiefe eines Polit-Thrillers erahnen. Wir sind keine US-Amerikaner und unser Verhältnis zum Krieg und dem Kriegsgrund war von vornherein vorsichtiger und zwiegespaltener als das der Bush-Jünger.

Screenshot zu: Hochspannungskino: Jason Bourne im IrakEbenso wie die harten, ultra-dynamischen Actionsequenzen.

Aber für für viele Bürger der kriegführenden Nation kam das tatsächliche Fehlen der Massenvernichtungswaffen einem bösen Erwachen gleich. Schließlich war die Regierung doch von deren Existenz überzeugt! Oder hatte es zumindest behauptet. Doch als sie dann nach der Invasion des Iraks nicht gefunden wurden, und statt dessen täglich Meldungen über getötete US-Soldaten durch die Medien kam, dämmerte die Realität.

Kommentare 8
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vainQvainQ18.03.2010 18:02
Gun ist sicher ein kleiner Wink an Bud Spencer: "Sei leis, oder ich knall dich ab!"
;)
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mithamitha18.03.2010 14:08
Bitte nochmal drüberlesen und ein paar Stellen ausbessern. Evtl sind das nur Kleinigkeiten, aber zumindest mich stört es nach wie vor.

Ansonsten klingt der Film interessant, ich habe auch die Bourne-Filme gern geschaut. Ergo werd ich wohl meinen "Kino-Partner" hier reinschleppen :)

Bei der SZ-Diskussion geht es wohl um den Artikel hier: www.sueddeutsche.de/.../text
Das ist in Teilen gut bis sehr gut geschrieben. In anderen sinnloses Geschwurbel ohne Konzept, geschweige denn dass in dem Artikel irgendwie sowas wie Struktur erkennbar wäre. Nichtsdestotrotz können beide Kritiken nebeneinander existieren.

P.S: Garry, wieso unterschreibst du mit Gun? oO
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GarryGarry17.03.2010 19:52
Lieber Bud Spencer,
wie gut, dass du die Kritik in der Süddeutschen für kompetenter hälst als unsere.
Wer wird wohl recht haben: der Redakteur der Süddeutschen, der den Film schlecht schreiben muss, um der politischen Grundausrichtung der Zeitung Rechnung zu tragen?
Oder der gamona Redakteur, der frei von der Leber weg das schreiben kann, was er empfindet: ohne PR Druck, ohne Marketing Druck. Oh, und es kann sogar sein, dass der gamona Redakteur eine andere Meinung vertritt als Bud Spencer.

Suchs dir aus.

Gun
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Bud Spencer17.03.2010 16:30
Was in diesem Text steht ist purer Quatsch. Wer eine wirklich informative Kritik (und keine versteckte Film-PR) lesen möchte, sollte mal die heutige Süddeutsche aufschlagen. Und ich ignoriere mal das inkompetente Geschreibsel unter mir ...
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rayman_95rayman_9517.03.2010 16:21
Hups... Mir ist was aufgefallen.
"Kinostart: 15.04.10"???
"Kaufen bei amazon.de für 12 Euro"???
Bitte nachbessern...
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rayman_95rayman_9517.03.2010 16:18
Den Beitrag des Typen unter mir lass ich jetzt einfach mal unkommentiert. "Green Zone" werde ich mir auf jeden Fall ansehen und dem DVD-Kauf steht sowieso fast nichts mehr im Wege. Zwar ist die Fachpresse bis jetzt eher geteilter Meinung, wurden doch bei vielen die politisch kritischen Untertöne von "Green Zone" kritisiert, doch politische Brisanz ist in einem Streifen wie diesem eher zweitrangig. Zwar wichtig, aber nicht radikal ausschlaggebend für die Qualität des Films. Ich freue mich jedenfalls auf einen spannenden und unterhaltsamen Action-Thriller. Danke für diese gelungene und aufschlussreiche Kritik von dir, Peer.

Gruß, Moritz.

P.s.: Die "Bourne"-Trilogie ist absolut klasse und vor allem der Hauptdarsteller, Matt Damon, hat einen in seinen ganz eigenen, spezifischen Bann gezogen. Der dritte Teil war völlig zu Recht ein "Oscar"-Abräumer.
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TriggerHappy17.03.2010 13:34
schon die bourne-serie war völlig überbewertet. damon passt sich in dieser rolle seiner stereotypischen darstellung an und der auto dieses artikels outet sich als fanboy. ganz schwach.
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eccelsoeccelso17.03.2010 12:06
War schon großer Fan von der Bourne-Reihe und werde mir diesen dann wohl auch an sehen, bei der guten Kritik.
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Green Zone
Green Zone FilmplakatRegie: Paul GreengrassGenre:ThrillerFilmstart: Spieldauer: 115 minDarsteller:Amy Ryan, Jason Isaacs, Greg Kinnear, Matt Damon
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