Autorin Tess Gerritsen reichte Klage gegen Warner Bros. ein, weil der Film Gravity angeblich auf ihrem gleichnamigen Roman basieren soll. Nun verlangt sie nicht nur Nennung in den Credits, sondern auch 500.000 Dollar und 2,5 % des Nettoertrags des Films.

Gravity - Autorin klagt gegen Warner Bros. - Film basiert auf ihrem Buch

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/11Bild 1/111/11
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In ihrem 1999 veröffentlichten Buch geht es ebenso um eine Ärztin / Astronautin alleine auf einer Raumstation, nachdem ihre Crew aufgrund von Unfällen getötet wurde. Interessant daran ist nun, dass sie Warner nicht wegen Urheberrechtsverletzung, sondern wegen Vertragsbruch verklagt.

Denn die Verfilmungsrechte an ihrem Buch habe sie 1999 an Katja Motion Picture Corp. verkauft, eine Mantelgesellschaft von New Line, wiederum eine Tochtergesellschaft von Time Warner (und damit Warner Bros.). Dafür soll sie damals nicht nur 1 Million Dollar erhalten haben, ihr wurden auch Nennung in den Credits, 500.000 Dollar Produktionsbonus und 2,5 % Nettoertrag zugesprochen, sollte der Film denn realisiert werden.

Zu dem Zeitpunkt soll Alfonso Cuaron als Regisseur angeheuert worden sein, ohne sie darüber zu informieren. 2002 dann habe er und dessen Sohn ein Drehbuch namens Gravity geschrieben. Nun ist sie der Meinung, dass Warner Bros. die Rechte an dieser Verfilmung durch die Eingliedierung von New Line 2008 übernommen habe.

Darüber hinaus soll sie sogar an der Produktion des Films beteiligt gewesen und einige Szenen zusätzlich geschrieben haben. Dazu gehören der Zusammenstoß einer Raumstation mit einem Satellit und das Treiben der Astronautin im Weltall.

Der Klage zufolge bestehen Schäden in Höhe von mindestens 10 Millionen Dollar. Doch für Gerritsen könnte es ziemlich ungemütlich werden, denn als Fans ihr Glückwünsche bezüglich des Films im vergangenen Jahr zuschickten, meinte sie, dass dieser gar nicht auf ihrem Buch basiere. Und auch in einem Interview mit Greencastle Banner Graphic sagte sie, dass der Film nichts mit ihrem Buch zu tun habe.